Drama in Thailand vor 250 Jahren – wird an der Uni Hamburg diskutiert … und Thaischach ist auch dabei! Mit dem One-Day-Gedenkturnier “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial”

Von René Gralla

Kleine Kegel stehen Spalier, wie aus dem Experimentierkasten eines Pagodenbaumeisters. Dazwischen die Köpfe stolzer Pferde, die sich gerade zu sammeln scheinen für einen flotten Aufgalopp. Hinweg über Reihen runder Stolpersteine, die offenbar die Grenzen zweier Territorien markieren.

Startaufstellung im Thaischach - die verblüffende Assoziationen weckt: Haben unbekannte Einflüsterer aus Japans Shogi-Szene einst gute Tipps gegeben?! Foto: Christoph Harder

Startaufstellung im Thaischach – die verblüffende Assoziationen weckt: Haben unbekannte Einflüsterer aus Japans Shogi-Szene einst gute Tipps gegeben?! Foto: Christoph Harder

Gleich wird Bewegung kommen in dieses dreidimensionale Stillleben, das die Gedanken zu verträumten Tempeln fliegen lässt, an den Ufern von Mekong und Chao Phraya. Während aus anderen Sphären sanfte Melodien rüberwehen, die allein der Betrachter hören kann. Sehnsuchtsvoll und hitzeschwer, und der Wunsch wird schier übermächtig, dass dieser süße Schmerz nie vergehen möge.
Und dabei wird hier doch eigentlich nur Schach verhandelt. Allerdings ist an diesem frühwinterlichen Sonnabend in der Universität Hamburg eben gerade nicht die handelsübliche Standardversion das Thema: Am 9. Dezember 2017 im Afrika-Asien-Institut versammeln sich Enthusiasten und spontan Motivierte, die gemeinsam eine spezielle Version der Mattkunst zelebrieren wollen – nämlich das hierzulande beinahe unbekannte, in seiner Heimat jedoch äußerst beliebte “Makruk”, aus dem viel zitierten Land des Lächelns. Und das hat auch ein bisschen mit Shogi (!!) zu tun … aber dazu später mehr.

Foto: Christoph Harder

Foto: Christoph Harder

Passender Anlass ist der Thai-Tag 2017, der Wissenschaftler, Studenten und Menschen, die sich aus beruflichen oder privaten Gründen für Politik, Wirtschaft und Kultur im südostasiatischen Raum interessieren, in der Vorweihnachtszeit zum Zentralkomplex der hansestädtischen Alma Mater führen wird, wenige Schritte entfernt vom Bahnhof Dammtor an der Edmund-Siemers-Allee.

Nach der Katastrophe nie mehr aufgebaut: Wat Chai Watthanaram in den Ruinen von Ayutthaya

Nach der Katastrophe nie mehr aufgebaut: Wat Chai Watthanaram in den Ruinen von Ayutthaya

Schließlich ist die Veranstaltung einem turbulenten Zeitabschnitt gewidmet, der vor 250 Jahren eine dramatische Zäsur in der Geschichte des Königreiches markiert hat: die Zerstörung der einst prachtvollen Hauptstadt Ayutthaya nach der Besetzung durch die Burmesen am 7. April 1767 – ein Desaster, das im kollektiven Gedächtnis der stolzen Nation bis heute nachhallt – ; und der überraschende Gegenschlag wenige Monate später, als eine neu formierte thailändische Armee am 6. November 1767 bei Thonburi triumphierte und die Wende im Dauerkonflikt mit dem benachbarten Myanmar einleitete.

Ort der Wiedergeburt von Siam: Thonburi, das in der Gegenwart zu Bangkok gehört.

Ort der Wiedergeburt von Siam: Thonburi, das in der Gegenwart zu Bangkok gehört.

Held von Thonburi war der damalige General und spätere König Taksin. Und weil der geniale Feldherr – dessen Name allein per Zufall ähnlich klingt wie der Exilpolitiker Thaksin Shinawatra in der Gegenwart – neben überragenden militärischen Fähigkeiten obendrein auch am Brett der traditionell siamesischen Schachvariante Makruk seine Herausforderer cool abstrafte, soll nun während des Hamburger Thai-Tages 2017 folgerichtig ein entsprechendes Turnier an die epochalen Ereignisse vor einem Vierteljahrtausend erinnern. Unter einem Leitmotiv, das dem Anlass gerecht wird: “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial”.

Hamburger Wettkampf im Thaischach zu Ehren des Retters von Siam: Taksin der Große (1734-1782).

Hamburger Wettkampf im Thaischach zu Ehren des Retters von Siam: Taksin der Große (1734-1782).

Abgesehen vom biographischen Bezug zum Mann, der Siam wieder aus dem Tal der Tränen führte, gibt es überdies auch einen ohne Übertreibung genuin militärtheoretischen Grund, jetzt ausgerechnet mit einem Wettkampf im Makruk an den erfolgreichen Sturm der Taksin-loyalen Verbände auf das von Burma-Kollaborateuren besetzte Fort Thonburi zu erinnern. Dem brillanten Taktiker Taksin gelang der legendäre Coup primär deswegen, weil er die 5000 Soldaten seiner Armee mit schlanken Flussschiffen den Chao Phraya hochfahren ließ – und im Szenario des Makruk, das der gewiefte Troupier als eine Art Trockenübung schätzte, sind explizit und passend “Boote” die kampfstärksten Einheiten (deren Part übernehmen im internationalen Schach die vergleichsweise fantasy-like konzipierten “Türme”).


>> Thaischach ist eine amphibische Battle – wie die Makruk-Aktivisten Jürgen Woscidlo und René Gralla an einem Mega-Set (aus der Heimwerkstatt Gralla) vorführen, während eines Testmatches, das am 16. April 2017 in Sinstorf ausgefochten wurde.

Vor diesem Hintergrund bietet das “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” die unverhoffte Gelegenheit, Taksins Vorstoß Richtung Thonburi quasi als Versuchsanordnung im verkleinerten Maßstab nachzustellen.

Per Schiff zum Sieg gleiten - im Szenario des Makruk, das beeinflusst ist von der Topographie Südostasiens, wo Wasserwege oft die besten Verkehrsverbindungen sind (ein armiertes und bemanntes rotes Boot ankert oben rechts im Theatre of Operations ). Foto: Christoph Harder

Per Schiff zum Sieg gleiten – im Szenario des Makruk, das beeinflusst ist von der Topographie Südostasiens, wo Wasserwege oft die besten Verkehrsverbindungen sind (ein armiertes und bemanntes rotes Boot ankert oben rechts im Theatre of Operations ). Foto: Christoph Harder

Das Turnier verwandelt sich gewissermaßen in eine Geschichtswerkstatt; ein pädagogischer Aspekt, der augenfällig wird vor einem Set, das der Verfasser dieser Zeilen (der Autor René Gralla) gefertigt hat und im Spielsaal installieren wird. Semi-realistische Optik (unter Verwendung von Playmobil-und Legofiguren) ersetzt das abstrakte Design des Originals.

Was eine Partie Makruk wirklich darstellt: Hauen und Stechen in überschwemmten Reisfeldern; im Bild ein entsprechendes Reenactment im Bonsai-Format mit dem von "Ayutthaya-Thonburi-Memorial"-Planer René Gralla produzierten Showroom-Set. Foto: Christoph Harder

Was eine Partie Makruk wirklich darstellt: Hauen und Stechen in überschwemmten Reisfeldern; im Bild ein entsprechendes Reenactment im Bonsai-Format mit dem von “Ayutthaya-Thonburi-Memorial”-Planer René Gralla produzierten Showroom-Set. Foto: Christoph Harder

Eine blau eingefärbte Fläche symbolisiert Überschwemmungsgebiete – wie sonst könnten maritime Einheiten zum Makruk-Arsenal gehören?! – , und über mehrere Planquadrate zieht sich der schicksalhafte Schriftzug “Thonburi”, in thailändischen Lettern.

Schach aus dem alten Siam im Playmobil- und Lego-Look an der Universität Hamburg: eine  interaktive Geschichtswerkstatt, um den in Thailand unvergessenen Tag von Thonburi (6. November 1767) nachzuspielen, siehe der weiße Schriftzug in der Mitte des Spielplans. René Gralla (li.) stellt sich dem Makruk-Talent Paul Geißler (2. v. re.), während die Jungstars Ghreesham Manjunath (2. v. li.) und Konrad-Leo Adler (re.) wertvolle Tipps geben. Foto: Christoph Harder

Schach aus dem alten Siam im Playmobil- und Lego-Look an der Universität Hamburg: eine interaktive Geschichtswerkstatt, um den in Thailand unvergessenen Tag von Thonburi (6. November 1767) nachzuspielen, siehe der weiße Schriftzug in der Mitte des Spielplans. René Gralla (li.) stellt sich dem Makruk-Talent Paul Geißler (2. v. re.), während die Jungstars Ghreesham Manjunath (2. v. li.) und Konrad-Leo Adler (re.) wertvolle Tipps geben. Foto: Christoph Harder

Makruk-Partien simulieren im Ergebnis amphibische Operationen, im Fahrwasser des Siegers von Thonburi. Aber damit nicht genug: Das Siamschach-Event im Rahmen des Thai-Tages 2017 weist last not least eine spannende spielhistorische Komponente auf. Denn der sperrige Denksport in seiner aktuellen Form, wie sie zu Beginn des dritten Millenniums sogar Chefredakteure von Lifestyle-Magazinen neugierig macht – ein Verdienst des trendbewussten norwegischen Weltmeisters Magnus Carlsen, der im Nebenjob als Posterboy für G-Star-Jeans posiert – , ist in Wahrheit bloß die radikal veränderte Fassung jenes Originals, das vor gut 1500 Jahren in Indien erfunden wurde. Die Regeln des ehrwürdigen “Chaturanga” vom Subkontinent kamen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kompromisslos auf den Prüfstand; eine Initiative spanischer und italienischer Revoluzzer, die freilich im fernen Siam ohne Resonanz blieb.
Im Makruk fehlen zwei Figuren, die Amateure am modernen Normaloschach oft abturnt: die gnadenlose Killer-Queen und die schnellen Läufer. Stattdessen begleiten den Siamkönig ein bescheidener Adjutant und zwei wuchtige, wenngleich langsame Elefanten; eine respektvolle Verbeugung vor den Vätern des indischen Prototyps Chaturanga.
Aber worin besteht eigentlich die eingangs erwähnte Shogi-Connection? Der Elefant aus dem Makruk verfügt über denselben Aktionsradius wie der Silbergeneral im Shogi, und die jeweils um eine Reihe vorgeschobenen Ausgangsstellungen der Makruk-Soldaten decken sich mit den ähnlich exponierten Startpositionen der Shogi-Infanterie.
Vielleicht haben sich ja die Communities der Gamer in beiden Ländern vor etlichen Generationen lebhaft miteinander ausgetauscht?! Zumal Anfang des 17. Jahrhunderts ein japanischer Bezirk in Siams Kapitale Ayutthaya prosperierte. Die Zone gewann eine Autonomiestatus unter dem Abenteurer Yamada Nagamasa (1590-1630), den es in den Süden verschlagen hatte aus der Hafenstadt Numazu, in der Präfektur Shizuoka auf Nippons Hauptinsel Honshu. Ein Expatriate, der zur Legende wurde als “Samurai von Ayutthaya”, indem er für Siams König Songtham (1590-1628) ein Freiwilligenkorps rekrutierte, das mutig an der Seite thailändischer Verbände focht.

Das “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” öffnet demnach das Stargate zu einem mentalen Trip, der die Gesetze von Zeit und Raum überwindet: Das Open, bei dem auch Neueinsteiger willkommen sind, vermittelt echtes Schach-Feeling pur aus einer Vergangenheit, die sich als verblüffend präsent erweist.

Cool Cat versus Kid: Sumet "Thon" Kraiphlaeng (li.) vor einem knallharten Duell contra Konrad-Leo Adler (re.). In einer vorentscheidenden Runde des "PTT King Naresuan The Great Tournament" 2015, dem Vorläuferturnier zum diesjährigen "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" im Afrika-Asien-Institut der Universität Hamburg. Foto: Christoph Harder

Cool Cat versus Kid: Sumet “Thon” Kraiphlaeng (li.) vor einem knallharten Duell contra Konrad-Leo Adler (re.). In einer vorentscheidenden Runde des “PTT King Naresuan The Great Tournament” 2015, dem Vorläuferturnier zum diesjährigen “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” im Afrika-Asien-Institut der Universität Hamburg. Foto: Christoph Harder

Gaming back to the roots – eine intellektuelle Wellnesskur ohne nervige Nebenwirkungen: Selbst Anfänger halten routinierten Gegnern lange genug stand, um Niederlagen nicht als demütigend zu empfinden. Im Einklang mit der thailändischen Mentalität, die peinlichen Gesichtsverlust tunlichst zu vermeiden sucht. Langeweile ist trotzdem ausgeschlossen: Den Rundentakt diktiert ein Blitz-Modus (zehn Minuten pro Partie und Kandidat/-in), in Anlehnung an das hohe Tempo, das Siams Retter Taksin seinen Leuten abverlangte.
Mit dem “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” zum Auftakt des zweiten Adventswochenendes 2017 organisieren der Sinstorfer Schachlehrer Jürgen Woscidlo und der Hamburger Journalist René Gralla den dritten Leistungsvergleich in Siams populärem Mind Sport. Die Mini-Turnierserie feierte Premiere im Mai 2012 an der Universität Hamburg. Die Fortsetzung folgte am 13. Juni 2015 als “PTT King Naresuan The Great Makruk Tournament”, das an den 460. Geburtstag des Kriegerkönigs Somdet Phra Naresuan Maharat (1555-1605) erinnerte. Der Herrscher – dessen Agenda gewisse Ähnlichkeiten aufwies zur Lebensleistung von Amtsnachfolger Taksin rund zwei Jahrhunderte später – wehrte burmesische Expansionsversuche ab und schätzte privat ebenfalls das Makruk als strategische Übung.

Erdöl liefert Energie für Makruk: Thailands Staatskonzern PTT steuerte Hauptpreis und Spielsets bei für das "PTT King Naresuan The Great Tournament" 2015 an der Universität Hamburg (zur Freude des Orga-Duos Jürgen Woscidlo, li., und René Gralla, re., die mit dem avisierten "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" im ausklingenden Jahr 2017 schon ihr drittes Thaischach-Event auf die Beine stellen). Foto: Christoph Harder

Erdöl liefert Energie für Makruk: Thailands Staatskonzern PTT steuerte Hauptpreis und Spielsets bei für das “PTT King Naresuan The Great Tournament” 2015 an der Universität Hamburg (zur Freude des Orga-Duos Jürgen Woscidlo, li., und René Gralla, re., die mit dem avisierten “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” im ausklingenden Jahr 2017 schon ihr drittes Thaischach-Event auf die Beine stellen). Foto: Christoph Harder

Wichtiger Supporter des 2015′er Makruk-Memorials war Thailands staatlicher Erdölkonzern PTT, der in seinem Stammland häufig Meisterschaften ausrichtet. Die Marketingabteilung stiftete den Hauptpreis, ein Deko-Set aus Kristall (räumte der 53-jährige Weeraphon Junrasatpanich ab), plus diverse Spielsätze.

Wird Weeraphon Junrasatpanich (vorne re.) auch beim "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" ins Rennen gehen? Dann dürfte der "Präsident", das ist sein stilgerechter Kampfname, in den heiligen Hallen der hansestädtischen Hochschule ähnlich souverän die Konkurrenz auf Distanz halten wie 2015 am selben Ort beim "PTT King Naresuan The Great Tournament" (hier im präsidialen Thaischach-Dialog mit Sumet "Thon" Kraiphlaeng, li.). Foto: Christoph Harder

Wird Weeraphon Junrasatpanich (vorne re.) auch beim “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” ins Rennen gehen? Dann dürfte der “Präsident”, das ist sein stilgerechter Kampfname, in den heiligen Hallen der hansestädtischen Hochschule ähnlich souverän die Konkurrenz auf Distanz halten wie 2015 am selben Ort beim “PTT King Naresuan The Great Tournament” (hier im präsidialen Thaischach-Dialog mit Sumet “Thon” Kraiphlaeng, li.). Foto: Christoph Harder

Die Co-Sponsorin Naresuan University schickte aus dem thailändischen Phitsanulok eine Statuette ihres royalen Patrons und vereinbarte zugleich – nach hartnäckiger Lobbyarbeit durch Makruk-Aficionado René Gralla – eine Kooperation mit Hamburgs Afrika-Asien-Institut. Ehrgeizige Projekte sind inzwischen auf den Weg gebracht: eine Studie, die nach den Wurzeln des Makruk schürft und die Verankerung des Spiels im Kontext der thailändischen Gesellschaft analysiert; und begleitend eine ambitionierte praktische Aktion, die Makruk in entlegene Dörfer bringen soll. Die Planer möchten die Generationen im Spiel vereinen: Kinder aus benachteiligten Familien gewinnen mathematisches Verständnis, ohne auf teure Unterrichtsmaterialien angewiesen zu sein; und Senioren, die per Makruk mit den Kids kommunizieren, bleiben geistig fit und beugen Demenzerkrankungen vor.

Chess Siam-style verbindet die Generationen: Paul Geißler (re.) misst sich 2015 im "PTT King Naresuan The Great Tournament" mit Surasak "Pi Woey" Pradaenschat (li.), und ähnliche Zusammentreffen wird es natürlich auch 2017 beim "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" geben. Foto: Christoph Harder

Chess Siam-style verbindet die Generationen: Paul Geißler (re.) misst sich 2015 im “PTT King Naresuan The Great Tournament” mit Surasak “Pi Woey” Pradaenschat (li.), und ähnliche Zusammentreffen wird es natürlich auch 2017 beim “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” geben. Foto: Christoph Harder

Generationendialog und unterhaltsame Entwicklungshilfe: Makruk macht’s möglich. “Wir haben eine lange und herausfordernde Reise begonnen”, schreibt Professor Dr. Volker Grabowsky, Dekan des Hamburger Fachbereichs Thaiistik und Hausherr des Thailand-Tages 2017, in einem Grußwort zum “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial”.
Spielen und Dinge bewegen, kann es eine glücklichere Kombination geben?!
Die ersten Schritte sind leicht getan: persönlich einchecken zum Thaischach-Turnier am 9. Dezember 2017 bis spätestens 13:00 Uhr in Hamburgs Afrika-Asien-Institut, Edmund-Siemers-Allee 1, Ostflügel, Raum 121.
Makruk?! Makruk! Mehr geht nicht!

Daumen hoch für das dritte Thaischach-Turnier in Hamburg: Co-Organisator René Gralla (Foto: Quang Nguyen-Chi).

Daumen hoch für das dritte Thaischach-Turnier in Hamburg: Co-Organisator René Gralla (Foto: Quang Nguyen-Chi).r

Hamburg Thai Tag 2017 Flyer.pdf

Time Schedule-Symposium-Ayutthaya_final.pdf

Bericht vom Shôgi Kyu Cup am 4. November 2017 in Hamburg

Berlin vor Hamburg und Düsseldorf. So banal könnte man das Endergebnis des Shôgi Kyu-Cups 2017 beschreiben, welcher dieses Jahr nun schon zum 4.Mal in Hamburg als Eintagesturnier ausgetragen wurde. 8 Teilnehmer waren im Hauptturnier gegeneinander angetreten, 6 davon mit einer annähernd gleicher Leistungsdichte.

Berlin vor Hamburg und Düsseldorf

Berlin vor Hamburg und Düsseldorf

Richard Rödel entführte die Siegerpferd-Trophäe des Hauptturniers mit der möglichen Höchstpunktzahl von 5 Siegen aus 5 Partien erneut nach Berlin, der Stadt mit den meisten Kyu Cup Siegern. Hamburg dürfte über den 2. Platz von Uwe Frischmuth in diesem Turnier auch nicht unglücklich sein – festigte er doch seine spielerische Position in der Hansestadt gegenüber der durchweg gleichwertigen Konkurrenz aus Wolfsburg, Düsseldorf und dem eigenen Lager. Marcel Keitsch durfte sich über seinen dritten Platz freuen. Immerhin hatte er sich gegen Rene Gralla und Ingo Köhler durchgesetzt. Seine Düsseldorfer Kollegen haben ihn auch online sogleich beglückwünscht.

Obgleich die Höchstpunktzahl sehr überzeugend wirkt, musste Richard Rödel als 2. Kyu ausgerechnet gegen Volker Hildebrand- einem 9. Kyu aus Wolfsburg – alles geben, um den Punkt einzufahren. In der letzten Partie behielt Richard trotz Dauerfeuers auf seinen nackten König seine Nervenstärke und Übersicht; setzte sich am Ende mit erfahrenerem Spiel durch. Auffällig für Aussenstehende: er schaute sich stets genau die Möglichkeiten des Gegners mit dessen “Hand” an, um Gegenchancen abzuschätzen. Mit Erfolg!

Richard Rödel bot mit nacktem König seinem vermeintlichem Schicksal die Stirn

Richard Rödel bot mit nacktem König seinem vermeintlichem Schicksal die Stirn

Volker als Unterlegener brauchte sich nicht zu grämen, zeigte er doch eine beachtliche Leistungssteigerung in diesem Spiel, welche trotz seines vermeintlich mageren Endergebnisses von einem Punkt berechtigt auf bessere Zeiten hoffen lässt. Konrad Dreier zeigte auch in diesem Turnier erneut seine stetige Präsenz. Er wurde nur durch die Feinwertung auf den vierten Platz verdrängt. René Gralla aus Hamburg und Ingo Köhler aus Wolfsburg schienen diesmal von ihrer Bestform entfernt. Sie ließen auf ihrem Weg den einen oder anderen Punkt einfach liegen. Unser lokales Urgewächs und hoch geachteter Ur-Trainer Ishii Masaomi musste sich angesichts starker Konkurrenz mit dem letzten Platz zufrieden geben.

Angenehme Atmosphäre beim Kyu Cup 2017

Angenehme Atmosphäre beim Kyu Cup 2017

Auffällig war die gute Stimmung, die bei dieser Veranstaltung von insgesamt 14 Teilnehmern herrschte. Dies war zu einem Gutteil der Teilnahme unserer zweiten Turnierhälfte geschuldet – der Shôgi Boys-Group. Um den krassen Spielunterschieden nicht zuviel Raum zu geben, wurde das Turnier kurzerhand in zwei eigenständige Gruppen unterteilt. 5 Kinder und Jugendliche aus Hamburg und Lübeck setzten sich zusammen mit Rolf Müller ans Brett – und verbreiteten ständig gute Laune. Rolf musste schnell zur Kenntnis nehmen, dass die Jungs ziemlich gefährlich waren- einen Punkt haben sie ihm gnädig gelassen.

Gute Laune bei den Teilnehmern des B-Turniers

Gute Laune bei den Teilnehmern des B-Turniers

Sein Sohn Markus Müller sorgte dagegen mit 4 Punkten aus 5 Spielen ebenso wie der Harburger Niels Meinköhn für den ersten Stichkampf bei einem Kyu Cup. Dieser wurde mit jeweils 8 Minuten und 10 Sekunden Byôyomi pro Spieler vor den kiebitzenden Teilnehmern des Hauptturniers ausgespielt. Niels Meinköhn behielt hierbei letztlich die Oberhand und wurde Sieger des B-Turniers; alles für die Nachwelt auf youtube festgehalten. Einhelliger Kommentar der Beiwohnenden: Kein schlechtes spielerisches Niveau, welches hier zu sehen war! Die Lübecker konnten mit dem 2. Platz in der Tasche stolz nach Hause fahren.

Spannung pur beim Stichkampf der Boys-Group

Spannung pur beim Stichkampf der Boys-Group

Während der Spielpausen zeigte sich die Boys-Group von ihrer besten Seite. Sie hörten einfach nicht auf, gut gelaunt Shôgi zu spielen. Da scheint etwas heranzuwachsen, welches wohl eine “Jugendsparte Nord” begründet. Letztlich spricht auch die hohe Leistungsdichte untereinander eine klare Sprache.

Kurz vor Turnierende eine Überraschung: Norbert Schäfer, ein Hamburger Shôgi-Urgestein mit einer von 2010 gelisteten 2.Kyu-Wertung, stand plötzlich im Turniersaal. In der Hand hielt er mehrere Shôgibücher, die er als Geschenk an die Turnierteilnehmer überreichte. Diese stockten sogleich den Preisfond auf.

Das Konfuzius Institut Hamburg erwies sich wieder einmal als Partner mit idealem Veranstaltungsort, nicht nur wegen der zur Verfügung gestellten Getränke. Die erfolgreiche Zusammenarbeit bei anstehenden Turnieren schlägt sich in Vielem nieder, welches an anderen Veranstaltungsorten ungleich schwerer zu bekommen ist. Das fängt bei den Räumlichkeiten selber an bis zu den gestifteten Preisen für die Teilnehmer. Am wichtigsten ist aber der unterstützende Geist, der auftauchende Probleme sofort im Keim erstickt. Vielen Dank für die Unterstützung!

Bei der Siegerehrung wurden mehrere Dinge angekündigt:
Zum Einen die erneute Durchführung eines zweiten jährlichen Shôgi-Turniers, welches sich in Hamburg zu etablieren scheint. Außerdem der Plan, ein weiteres Turnier in Hamburg anzubieten: als geschlossenes Turnier nur für Dan-Spieler, parallel zum Kyu Cup! Da die Elozahlen allerdings oft genauere Sprache sprechen was die aktuelle Spielstärkeneinstufung betrifft, müssen wir mit den genauen Bedingungen der Ausschreibung noch warten.
Als letzte Ankündigung bleibt – die Ausrichtung des Kyu Cups 2018!

Rene Gralla und Uwe Frischmuth

Turnierleitung


Die Ergebnisse

Shogi Kyu Cup Hamburg 2017 Ergebnisse 30 min Grundbedenkzeit plus 30 sek Byoyomi 5 Runden Schweizer System
Hauptturnier
Startnr. Name Nationalty Rank Elo 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte Platzierung
1 Rudolf Rödel DE 2 kyu 1589 xx 1 1 1 x 1 x 1 5 1
2 Rene Gralla DE 6 kyu 1211 0 xx x 0 1 0 1 x 2 5 Feinwertung
3 Ingo Köhler DE 6 kyu 1178 0 x xx 0 0 x 1 1 2 6 Feinwertung
4 Uwe Frischmuth DE 7 kyu 1161 0 1 1 xx x 1 x 1 4 2
5 Konrad Dreier DE 7 kyu 1117 x 0 1 x xx 0 1 1 3 4 Feinwertung
6 Marcel Keitsch UA 7 kyu 1088 0 1 x 0 1 xx 1 x 3 3 Feinwertung
7 Ishii Masaomi J 12 kyu 704 x 0 0 x 0 0 xx 0 0 8
8 Volker Hildebrand DE 9 kyu 1090 0 x 0 0 0 x 1 xx 1 7
Sieger des Kyu Cups Hamburg 2017 – Rudolf Rödel aus Berlin
Uwe Frischmuth
Spielvereinigung Brettspiel Hamburg von 1989
Turnierleitung
Shogi Kyu Cup Hamburg 2017 Ergebnisse 30 min Grundbedenkzeit plus 30 sek Byoyomi 5 Runden Schweizer System
B-Turnier
Startnr. Name Nationalty Rank Elo 1 2 3 4 5 6 Punkte Platzierung
1 Markus Müller DE 12 kyu 710 xx 1 1 1 1 0 4 2 Stichkampf
2 Niels Meinköhn DE 16 kyu 530 0 xx 1 1 1 1 4 1 Stichkampf
3 Ian Meinköhn DE 15 kyu 509 0 0 xx 1 1 1 3 4 Feinwertung
4 Rolf Müller DE 15 kyu 499 0 0 0 xx 1 0 1 5
5 Sven Meinköhn DE non non 0 0 0 0 xx 0 0 6
6 Anton Borysov UA non 601 1 0 0 1 1 xx 3 3 Feinwertung
Sieger des B-Turniers beim Kyu Cup Hamburg 2017 – Niels Meinköhn aus Hamburg/Harburg
Uwe Frischmuth
Spielgemeinschaft Brettspiel Hamburg von 1989
Turnierleitung

Fotoimpressionen vom Hangeul-Tag 2016 in Hamburg

Zur Einstimmung auf das bevorstehende Janggi-Mega-Event ein paar Impressionen von der Janggi-Präsentation während des Hangeul-Tages (Tag der Koreanischen Schrift) am 8. Oktober 2016 in der Zentralbibliothek Hamburg (Fotos: Choi / National Folk Musuem of Korea)

Into the Great Wide Open … with a Garden Set of Xiangqi

By René Gralla, Hamburg/Germany
(photographs courtesy of Juergen Woscidlo, Hamburg, Germany)


It’s summertime, and the living is easy … – and so it is the best time for playing Xiangqi outside in the sun. But there has been a problem until now: it is nearly impossible to get garden sets of Xiangqi, at least if you do not live in China.

What to do about that? German journalist René Gralla – who works in cooperation with the Confucius Institute at Hamburg – has realized a simple, but effective concept: He has created an outdoor set of Xiangqi by transforming and mildly modifying a garden set of International Chess.

Photo by Jürgen Woscidlo

Photo by Juergen Woscidlo

The background of developing that set: Even in The People’s Republic, those sets of International Chess (with these well-known figurine pieces of Kings, Queens, Bishops, Horses, Rooks and Pawns) are nowadays getting more and more popular – because International Chess is supposed to be more modern than old-fashioned Xiangqi, at least that is the deplorable attitude of many young people in China. One striking example: On the occasion of a chat by email, René Gralla has learned from a real super star of Chinese mind sports, namely Ms. Hou Yifan (who has been China’s Lady World Champion of International Chess for some years), that – when being a child – she had made up her mind to play International Chess because she thought back then that the figurine pieces of International Chess look “more beautiful” than the traditional pieces of Xiangqi.

Photo by Jürgen Woscidlo

Photo by Juergen Woscidlo

And outside China there is the big problem that people often assume that the traditional design of pieces of traditional Chinese Chess (namely those typical discs) might indicate that Xiangqi is a very difficult game – because of those Kanji on the pieces – , whereas the 3-dimensional sets of International Chess seem to be more or less self-explanatory, due to their shape.

Since the Confucius Institute at Hamburg has launched the policy of integrating Xiangqi into its efforts to build bridges between the people of China and Germany – by means of motivating German people to learn more about Chinese culture and history (Liu Bang and Xiangyu and the Battle of Gaixia 202 B.C.) by inviting German people to meet Chinese people at the board of Xiangqi – , therefore the quite obvious fact could not be ignored that the original discs of Xiangqi are a not the most convincing way to persuade non-Chinese people to play Chinese Chess .

Therefore René Gralla came up with the idea of designing a garden set of Xiangqi that is based on the well-known features of International Chess. And now the big surprise: one can arrange 3-dimensional sets of Xiangqi by re-arranging the pieces of International Chess! In fact you have only to produce one (!) extra unit – that is the Xiangqi-Cannon – , whereas you can represent the bodyguards of the Xiangqi-Generals by letting additional pieces of the notorious “Queens” of International Chess simply take over the jobs of the Xiangqi-advisors inside the palaces of Chinese Chess. And the “Bishops” of International Chess will simply get a new label: From now on they move into battle as being the Elephants of Xiangqi.

Photo by Jürgen Woscidlo

Photo by Juergen Woscidlo

The result of that transformation: there has been created an outdoor set of Xiangqi that is the fusion of both the features of a garden set of International Chess and the basic features of Xiangqi (the latter having been adopted to the features of 3-dimensional figurine chess).

And that fusion has a deeper meaning as well: Both Xiangqi and International Chess, they are important members of the big family of chess, and therefore it is fairly justified to realize a kind of fusion like the foregoing concept.

In this context one should mention that even Chinese historians assume that there have indeed existed 3-dimensional pieces of Xiangqi during the early spring of Chinese Chess. Therefore it is no violation of the spirit of Chinese cultural tradition to replace the flat-disc pieces of Xiangqi with 3-dimensional figurine pieces.

There is one more advantage that is related to that 3-dimensional garden set of Chinese Chess that has been created by the author René Gralla: it is more easy to play with those 3-dimensional pieces outside in the open rather than being forced to handle flat discs. The Hamburg-born set has already been tested on the occasion of several Xiangqi events at Hamburg’s Confucius Institute in scenic Yu Garden, and that has always been great fun, for the kids, but for adults as well.

The corresponding photos (that have been taken by Mr. Juergen Woscidlo during the 1st Xiangqi Youth World Championship in Hamburg 2016) demonstrate the innovative features of that very garden set, and there one can see the Xiangqi-Cannon, in particular. That is the only extra piece that has to be added, but everybody can do that and produce the additional Xiangqi Cannons. You do not need to be a seasoned craftsman: You have just to fix an outdoor-figurine piece of Pawn (International Chess-style) on top (!) of a flat outdoor-piece of Checkers (!), and the result of that combination convincingly looks like a Cannon, no doubt about that!

Photo by Jürgen Woscidlo

Photo by Juergen Woscidlo

One more advantage of that concept: you can easily mark a “board” of Xiangqi on the ground – by using the colours green, red, blue for the two opposing territories and the river that divides the warring armies.

The author René Gralla is deeply convinced that his project of representing Xiangqi in squares and parks throughout China and the rest of the world has the potential to generate more public awareness for The Game of Games that has been born in The Heart of Asia. Therefore René Gralla hopes for that the World Xiangqi Federation (WXF) and the Chinese Xiangqi Association (CXA) might consider his proposal to launch that garden set as being a joint effort by WXF and CXA to promote Xiangqi all over the globe.

Turnierausschreibung: 1. Hamburger Open im koreanischen Schach – Janggi

Janggi Steine

JANGGI – Turnier am Samstag, den 14. Oktober 2017
1. Hamburger Open im koreanischen Schach – Janggi
Die „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“ ist sehr erfreut, ein erstes Turnier im Janggi (Koreanisches Schach) auszurichten.


Dieses Turnier soll der vorläufigen Höhepunkt der vorausgegangenen Aktivitäten der „Spielgemeinschaft Brettspiel Hamburg von 1989“ sein.
Seit einigen Monaten widmet sich die Spielgemeinschaft dem koreanischen Schach Janggi, welches in Korea eine lange Spieltradition als lokales Schachspiel aufweist. Besonders stolz sind wir auf die bereits erhaltenen Zusagen von Teilnehmern aus Russland und Polen, welches uns veranlasste, das Turnier offen für alle Interessenten als OPEN zu veranstalten.

Turnierausschreibung

Termin:
Samstag, der 14. Oktober 2017
Anmeldeschluss: 09.30 Uhr vor Ort

Spielmodus:

Offenes Haupt-Turnier: 5 Runden im Schweizer System
Jugendturnier nach Bedarf (U18); ebenfalls über 5 Runden

Spielzeit
30 Minuten + 30 Sekunden Byoyomi für alle Turnierformen

Zeitplan:

09.00 h – 09.30 h Anmeldung

09.30 h – 09.45 h Begrüßung
10.00 h – 11.30 h Runde 1
11.45 h – 13.15 h Runde 2

13.15 h – 13.45 h Mittagspause

13.45 h – 15.15 h Runde 3
15.30 h – 17.00 h Runde 4
17.15 h – 18.45 h Runde 5

Ca. 19.00 h Siegerehrung

Anmeldung:
Die persönliche Registrierung vor Ort kann für Teilnehmer bis unmittelbar vor Turnierbeginn um 10:00 Uhr erfolgen, sofern sich diese bis zum Freitag, den 13. Oktober 2017 vorangemeldet haben. Dies könnte Anreisewege auch von größeren Distanzen ermöglichen.
Es gibt bereits eine ausreichende Anzahl an vorangemeldeten Teilnehmern.
Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit.

Startgeld:
Dies ist ein reines Amateurturnier, deren Ausgaben ohne weitere Geldgeber aus den Startgeldern bestritten werden müssen.
Die erwachsenen Teilnehmer finanzieren mit ihrem Beitrag die Ausgaben für den Jugendbereich mit.

Erwachsene: 10.- Euro ; Reduzierungen möglich
Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahre: kein Startgeld
Teilnehmer aus dem Ausland: kein Startgeld

Schiedsgericht:
Dieses Turnier wird ausgewertet anhand der bereits bestehenden Rangliste für europäische Spieler. Es werden die derzeit gültigen Regeln der Korea Janggi Association angewandt, nach denen es in einer Partie immer eine siegreiche Partei gibt.
(siehe auch https://en.wikipedia.org/wiki/Janggi)
Hauptschiedsrichter ist Uwe Frischmuth, der im Vorfeld des Turniers die wichtigsten Regeln im Turnier-Janggi erklären wird.

Spielmaterial:
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Preisränge:
1. Platz Trophäe, Sachpreis, Urkunde
2. Platz Sachpreise und Urkunde
Weitere Preise, insbesondere für die Jugendsektionen U14 und U18, sind möglich

Spielort:

Dieses Turnier wird in Kooperation mit unserem Partner veranstaltet, demJohannes-Brahms-Konservatoriumwelches unter anderem eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

In den Wochen vor dem eigentlichen Turnier wird es an gleicher Stelle noch Gelegenheit geben, an Workshops zum koreanischen Schach seine Kenntnisse in diesem traditionsreichen Spiel zu vertiefen.

Teilnehmer aller Veranstaltungen zum koreanischen Schach Janggi begeben sich zum:

Johannes-Brahms-Konservatorium, Ebertallee 55, 22607 Hamburg Nähe S Bahn Othmarschen A-7 Ausfahrt Bahrenfeld – Metrobus I – Bus 186 – Schnellbus 37 http://www.brahms-konservatorium.de/index.php?id=home

Voranmeldungen und Anregungen bitte an die Turnierorganisatoren im Namen der „Spielgemeinschaft Brettspiel Hamburg von 1989“

Kontakt:

Jürgen Woscidlo, jwoscidlo@msn.com, Mobil: 0175 – 75 63 860, bzw.

Dr. Rene Gralla, renegralla@gmx.net, Mobil: 0173 – 230 87 15, bzw.

Uwe Frischmuth, uwefrischmuth@gmx.de, Mobil: 0163 – 79 86 436

Flyer 1. Hamburger Open im Janggi 2017

Virtueller Ausflug nach Korea mit Janggi – Uwe Frischmuth und Jürgen Woscidlo wollten’s wissen

The Glorious Three: Uwe Frischmuth (li.), und Jürgen Woscidlo (Mitte), die Duellanten der Hamburger Janggi Battle um "The Eltz-Stronghold-Commander-Award 2017" mit Preisstifter René Gralla (re.) am Schauplatz des historischen Treffens in Planten un Blomen. Foto: Wolfgang Reher

The Glorious Three: Uwe Frischmuth (li.), und Jürgen Woscidlo (Mitte), die Duellanten der Hamburger Janggi Battle um “The Eltz-Stronghold-Commander-Award 2017″ mit Preisstifter René Gralla (re.) am Schauplatz des historischen Treffens in Planten un Blomen. Foto: Wolfgang Reher

Sie gehören zu den Frontleuten im norddeutschen Shôgi: Uwe Frischmuth, der bester Hamburger geworden ist beim “Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial” am 11. März 2017, und Jürgen Woscidlo, der viele Chess-Kids für das Japanschach begeistert hat.
Aber das genügt den beiden Boardgame Junkies schon lange nicht mehr – und als ihre neueste Leidenschaft haben sie jetzt das koreanische Schach Janggi entdeckt. So dass sich nach ersten Testmatches in der Uni-nahen Kultkneipe “Arkadasch” unweigerlich die Frage gestellt hat, wer eigentlich im Janggi die Nr. 1 der Hansestadt ist: Uwe “FrISHIDA” Frischmuth oder “Mr. Multi-Kulti-Chess” Jürgen Woscidlo?
Mit Wolfgang “WolfDAN” Reher als Schiedsrichter kam es zum gnadenlosen Meeting der Koreaschach-Giganten am 24. Mai 2017 in Hamburgs zentralem Park Planten un Blomen. Hier der Bericht von Jürgen Woscidlo.


Der Showdown – aber dieses Mal nicht am O.K.Corral!

Lange war sie erwartet worden, das finale Battle zwischen Jürgen Woscidlo und Uwe Frischmuth im Janggi, und an einem windigen Nachmittag – der Kalender zeigte Mittwoch, den 24. Mai 2017 – war es dann endlich so weit. Ort des Showdowns: die Open Air-Schachtische bei Planten un Blomen.
Nachdem leidige, aber notwendige Regelfragen ausdiskutiert und geklärt waren, zog Referee Wolfgang Reher das neutrale Brett blank. Die Kontrahenten Uwe Frischmuth und Jürgen Woscidlo bauten ihre Armeen auf, und der Fight durfte starten.
Das Treffen war angesetzt auf fünf Runden: Wem es gelingen sollte, als erster drei Siege einzufahren, würde den Wettkampf gewinnen. Und Uwe Frischmuth stieg mit einer klaren Ansage in den Ring: “Ich mach’ dich fertig!” Ganz klar, er wollte Rache nehmen für eine vorausgegangene Janggi-Pleite im “Arkadasch”.
Doch in der ersten Partie verfehlte “FrISHIDA” Frischmuth die eigene Zielvorgabe deutlich, weil Jürgen Woscidlo die Auftaktrunde für sich entschied. Allerdings konterte Uwe in den beiden nachfolgenden Matches und räumte zweimal die volle Punktzahl ab. Folgerichtig sollte bereits Partie Nr. 4 die Entscheidung im vorgezogenen Tie-Break bringen … bei dem letztendlich Uwe Frischmuth die Oberhand behielt. Ein Erfolg, für den – abhängig vom Standpunkt des jeweiligen Betrachters – entweder pures Glück oder eine phänomenale Leistung von Uwe den Ausschlag gab.
Akustisch untermalt wurde das muntere Brettgeschehen von ausgesucht liebenswürdigen Wortwechseln, die sich einerseits um weltpolitische und kulturelle Fragen drehten und die andererseits die Abgründe menschlichen Denkens offenbarten …
… bis schließlich unsere wackeren Nachfahren der legendären Revolverhelden Wyatt Earp, Doc Holliday und Jesse James ihre an diesem Tag leider nicht vorhandenen Pferde “sattelten” und entsprechend bloß virtuell davon trabten. Nämlich gleich zum nächsten Duell, vor einem Café am Bahnhof Dammtor.
Verwaist blieben zurück die Schachtische von Planten un Blomen, an einem denkwürdigen Nachmittag im Mai. Und diese Schachtische werden für die Nachwelt auf immer Zeugnis ablegen von einem epischen Ringen, das zugleich einen Meilenstein markiert hat in der langen Geschichte des koreanischen Schachs: die erste Hamburger Meisterschaft im Janggi.

The winner takes it all: der von René Gralla gestiftete "The Eltz-Stronghold-Commander-Award 2017", siehe die Plakette links unten auf dem Tisch (mit einem Reliefbild von Deutschlands berühmtester Festung, der Burg Eltz), für den "Janggi-Castle-Crasher 2017" (siehe die Karte mit entsprechender Widmung), sprich: den Gewinner des Janggi-Duells Jürgen Woscidlo vs. Uwe Frischmuth. Foto: Uwe Frischmuth

The winner takes it all: der von René Gralla gestiftete “The Eltz-Stronghold-Commander-Award 2017″, siehe die Plakette links unten auf dem Tisch (mit einem Reliefbild von Deutschlands berühmtester Festung, der Burg Eltz), für den “Janggi-Castle-Crasher 2017″ (siehe die Karte mit entsprechender Widmung), sprich: den Gewinner des Janggi-Duells Jürgen Woscidlo vs. Uwe Frischmuth. Foto: Uwe Frischmuth

Für deren Gewinn übrigens post festum von Hamburgs Asienschach-Promoter René Gralla an Uwe Frischmuth der würdige Preis übergeben wurde: an den glücklichen “Janggi-Castle-Crasher 2017″ der passende “The Eltz-Stronghold-Commander-Award 2017″, und zwar in Gestalt einer Plakette, die Deutschlands berühmteste Burg Eltz zeigt – mit Blick auf das tückische Gelände der feindlichen Paläste im Janggi, wo Uwe Frischmuth alle Falltüren und versteckten Sprengfallen rechtzeitig identifizierte und trickreich umging.
Dem Vernehmen nach ist auch schon eine Folgeaktion im Koreaschach auf den Weg gebracht: ein Turnier im Herbst 2017 in Hamburg.

Jürgen Woscidlo (in Zusammenarbeit mit René Gralla)


“The Aftermath”

"Janggi Battle - The Aftermath": Jürgen Woscidlo (re.) vs Wolfgang Reher (li.). Foto: Uwe Frischmuth

“Janggi Battle – The Aftermath”: Jürgen Woscidlo (re.) vs Wolfgang Reher (li.). Foto: Uwe Frischmuth

"Janggi Battle - The Aftermath": Jürgen Woscidlo (li.) vs Wolfgang Reher (re.). Foto: Uwe Frischmuth

“Janggi Battle – The Aftermath”: Jürgen Woscidlo (li.) vs Wolfgang Reher (re.). Foto: Uwe Frischmuth

Verbeugung am 81-Felder-Brett vor dem großen Daimyo: Bilal Dardour gewinnt das “Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017″ in Hamburg

Japan bestimmt die2017-02-07 Toyotomi Plakat Nachrichtenlage in Deutschlands Norden während der ersten Frühlingswochen. Denn das Kaiserreich ist Partnerland der diesjährigen CeBIT in Hannover vom 20. bis 24. März 2017, und im Zuge dessen wird der aus Tokio angereiste Premier Shinzo Abe auch der Hansestadt Hamburg einen Besuch abstatten.
Quasi als Einstimmung darauf haben die Nippon-Fans einen besonders spannenden Beitrag, den Japan zum Weltkulturerbe geleistet hat, am 11. März 2017 mit einem speziellen Event gewürdigt: 24 Freunde der äußerst dynamischen Schachversion, die auf dem fernöstlichen Archipel entwickelt worden ist, trugen in den Räumen der Hamburger Bücherhallen das “Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017″ aus. Nach vier Runden setzte sich der Frankfurter Bilal Dardour, 2 Kyu, in einem internationalen Teilnehmerfeld durch; neben Spielern, die unter den Farben der Bundesrepublik antraten, gingen Titelanwärter aus den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Türkei und sogar Hongkong ins Rennen.

Die wohl spannendste Partie des Turniers: Bilal Dardour (l.) gegen Julian Baldus (r.) in der letzten Runde

Die wohl spannendste Partie des Turniers: Bilal Dardour (l.) gegen Julian Baldus (r.) in der letzten Runde.

Das Turnier war neben der sportlichen Seite zugleich auch eine Verbeugung vor dem genialen Feldherrn Toyotomi Hideyoshi (1537-1598), der im 16. Jahrhundert die Grundlagen legte für die Beendigung selbstzerstörerischer Bürgerkriege, die damals das Kaiserreich zerrissen. Und da der unvergessene Daimyo, dessen Geburtstag sich am 17. März 2017 zum 480. Mal gejährt hat, zugleich auch das regionale Schach seiner Heimat nach den Berichten der Chronisten sehr schätzte, gedachte folgerichtig und stilgerecht am 81-Felder-Brett die Shôgi-Gemeinde dieser Tage ihres legendären Vorkämpfers, der vom einfachen Bauern zum allseits gefürchteten und respektierten Truppenführer aufgestiegen war.
Ein interaktiver Dialog mit Japans Geschichte, der unter besagtem Leitmotiv jetzt angeknüpft hat an die vor neun Monaten organisierte Auftaktveranstaltung der entsprechend gestarteten kleinen Eventserie in der Elbmetropole: Am 4. Juni 2016 lud die örtliche Shôgi-Community zum “Tokugawa Ieyasu Shogi Memorial 2016″ ins Asien-Afrika-Institut der Universität ein, und zwar als Reverenz an den 500. Todestag jenes Mannes, der die von seinem Vorgänger Toyotomi Hideyoshi begonnene Befriedung Japans vollenden sollte – und der außerdem, weil ebenfalls bekennender Liebhaber der Mattkunst, 1612 das Profiwesen im Shôgisport begründete.

Angespanntes Nachdenken in der Hamburger Bücherhalle.

Angespanntes Nachdenken in der Hamburger Bücherhalle.

Ein Wettbewerb im Nipponschach, um die Besucher der öffentlichen Bücherhallen neugierig zu machen auf das Thema Japan: Dieses Konzept hatte die Bibliotheksleistung davon überzeugt, ihr Haus nun eben für das “Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017″ zu öffnen. Und so verwandelte sich das Zentrum des Wissens, das in Sichtweite des Hamburger Hauptbahnhofes liegt, am zweiten Sonnabend im März in einen Ort, an dem die mentale Variante der fernöstlichen Martial Arts absolut fair – wofür nicht zuletzt Turnierdirektor Fabian Krahe sorgte – und in freundschaftlichem Geist, aber trotzdem auch leidenschaftlich und voller Ehrgeiz zelebriert wurde.

Zum ersten Mal fand ein Shôgi-Turnier in der Hamburger Zentralbibliothek statt. Vor dem Turnierraum konnten Partien analysiert werden und interessierte Besucher der Bücherhalle sich über das japanische Schach informieren

Zum ersten Mal fand ein Shôgi-Turnier in der Hamburger Zentralbibliothek statt. Vor dem Turnierraum konnten Partien analysiert werden und interessierte Besucher der Bücherhalle sich über das japanische Schach informieren.

Mit der Folge, dass auch der eine oder andere Favorit schmerzhaft Federn lassen musste. Der Däne Thomas Heshe, 1 Kyu, der noch im Frühsommer 2016 das “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″ dominiert hatte, kam beim “Toyotomi Hideyoshi”-Nachfolgeturnier über den undankbaren 4. Platz nicht hinaus. Und der niederländische Topfavorit Lex van der Lubbe, 1 Dan, landete überraschend auf dem 6. Platz.

Siegerehrung durch René Gralla. Für die Sieger der 1. und 2. McMahon-Gruppen und den besten Jugendlichen gab es einen Pokal.

Siegerehrung durch René Gralla. Für die Sieger der 1. und 2. McMahon-Gruppen und den besten Jugendlichen gab es einen Pokal.

Dagegen schlug das Team Düsseldorf gleich zweimal zu: Julian Baldus, 5 Kyu, kämpfte sich vor auf den geteilten zweiten Platz (gleichauf mit Hongkongs Vertreter Chung Man Chan, 3 Kyu), und Michaela Baumgarth, 8 Kyu, gewann die Damenkonkurrenz. Volker Hildebrand setzte sich als Sieger der 2. McMahon-Gruppe durch. Jürgen Woscidlo als Sieger der 3. McMahon-Gruppe.

Uwe Frischmuth (r.), bester Hamburger Spieler im Spiel gegen Michael Höhne (l.)

Uwe Frischmuth (r.), bester Hamburger Spieler im Spiel gegen Michael Höhne (l.)

Und noch jemand durfte kräftig jubeln: der 15-jährige Niels Meinköhn, 17 Kyu, hängte die übrigen Jugendspieler ab und bewies, dass sein vergleichbarer Erfolg vor einem Dreivierteljahr nach dem Zieleinlauf des “Tokugawa Ieyasu Memorials 2016″ (Bester der U-18-Wertung) kein One-Day-Wonder gewesen war. Dem Shôgi-Daimyo Toyotomi Hideyoshi, virtueller Patron des 2017-er Memorials in seinem Namen, hätte das gewiss gefallen. Kerem Kuruca als absoluter Neuling, er erlernte die Regel erst vor einigen Wochen, schlug sich tapfer, aber belegte den letzten Platz. Uwe Frischmuth wurde mit einem zehnten Platz bester Hamburger Spieler.
Da haben wir Hamburger noch einige Shôgi-Lektionen aufzuholen. Schließlich hätte es für eine derart schlappe Performance vom Shôgi-Daimyo Toyotomi Hideyoshi beim Morgenappell garantiert einen gewaltigen Anschiss gegeben.

René Gralla und Fabian Krahe

Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017, Germany : 2017-03-11

Nr Name Nat Grade ELO 1 2 3 4 Pts +/-
1 Dardour Bilal DE 2 Kyu 1599 6+ 2+ 5+ 3- 5 +16
2 Chan Chung Man HK 3 Kyu 1390 4+ 1- 11+ 5+ 5 +79
3 Baldus Julian DE 5 Kyu 1267 9+ 5- 7+ 1+ 5 +100
4 Heshe Thomas DK 1 Kyu 1737 2- 17+ 8+ 6+ 5 -4
5 Höhne Ritchy NL 3 Kyu 1452 7+ 3+ 1- 2- 4 +7
6 van der Lubbe Lex NL 1 Dan 1748 1- 15+ 12+ 4- 4 -26
7 Faber Sébastien FR 3 Kyu 1442 5- 10+ 3- 12+ 4 -14
8 Hildebrand Volker DE 1019 14+ 13+ 4- 16+ 4 +71
9 Höhne Michael NL 6 Kyu 1224 3- 12- 17+ 10+ 4 +11
10 Frischmuth Uwe DE 7 Kyu 1131 11+ 7- 13+ 9- 3 +30
11 Krahe Fabian DE 7 Kyu 1175 10- 14+ 2- 19+ 3 +3
12 Dreier Konrad DE 8 Kyu 1076 23+ 9+ 6- 7- 3 +41
13 Köhler Ingo DE 6 Kyu 1219 17- 8- 10- 20+ 3 -41
14 Baumgarth Michaela DE 8 Kyu 1046 8- 11- 22+ 18+ 3 +12
15 Müller Jens DE 8 Kyu 1090 18+ 6- 20- 17+ 3 +24
16 Woscidlo Jürgen DE 921* 24+ 21+ 18+ 8- 3
17 Gralla René DE 6 Kyu 1225 13+ 4- 9- 15- 2 -14
18 Grandmarre Antoine FR 7 Kyu 1125 15- 19+ 16- 14- 2 -44
19 Meinköhn Niels DE 416 22+ 18- 21+ 11- 2 +114
20 Pizarro Silva Loreto NL 17 Kyu 476 21- 24+ 15+ 13- 2 +185
21 Müller Markus DE 13 Kyu 698 20+ 16- 19- 23+ 2 +12
22 Meinköhn Ian DE 16 Kyu 462 19- 23+ 14- 24+ 2 +47
23 Müller Rolf DE 15 Kyu 501 12- 22- 24+ 21- 1 +10
24 Kuruca Kerem TR 1* 16- 20- 23- 22- 0

Promoting Baldus Julian to 4 Kyu
Promoting Hildebrand Volker to 9 Kyu
Promoting Krahe Fabian to 6 Kyu
Promoting Dreier Konrad to 7 Kyu
Promoting Müller Jens to 7 Kyu
Promoting Meinköhn Niels to 16 Kyu
Promoting Pizarro Silva Loreto to 14 Kyu
Promoting Müller Markus to 12 Kyu
Promoting Meinköhn Ian to 15 Kyu

Bilal Dardour (m.), Turniersierger mit den beiden Organisatoren René Gralla (l.) und Fabian Krahe (r.). Foto by Michaela Baumgarth

Bilal Dardour (m.), Turniersierger mit den beiden Organisatoren René Gralla (l.) und Fabian Krahe (r.). Foto by Michaela Baumgarth

Ein geteilter zweiter Platz ging an Chung Man Chan (l.) und Julian Baldus (r.).  Foto von Michaela Baumgarth

Ein geteilter zweiter Platz ging an Chung Man Chan (l.) und Julian Baldus (r.). Foto von Michaela Baumgarth

Bester Jugendspieler wurde Niels Meinköhn (r.). Foto von Michaela Baumgarth

Bester Jugendspieler wurde Niels Meinköhn (r.). Foto von Michaela Baumgarth

Mehr Fotos vom Turnier gibt es auf der Facebook-Seite von Shôgi Düsseldorf: https://www.facebook.com/ShogiDuesseldorf/.

Macht Hamburg zu unserer Shogi-Perle: Uwe Frischmuth (re.), der für seine Platzierung als bester Hanseat beim Toyotomi Hideyoshi Shogi-Memorial von Turnier-Co-Organisator René Gralla (li.) in St. Georgs Szene-Café "Uhrlaub" (wo häufig die elbstädtischen 81-Felder-Zocker mit ihrem Nighttrain einen Stopp einlegen) nachträglich ausgezeichnet wurde mit Urkunde und dem Nordic Daimyo-Ren (in der rechten Hand von René Gralla).

Macht Hamburg zu unserer Shôgi-Perle: Uwe Frischmuth (re.), der für seine Platzierung als bester Hanseat beim Toyotomi Hideyoshi Shogi-Memorial von Turnier-Co-Organisator René Gralla (li.) in St. Georgs Szene-Café “Uhrlaub” (wo häufig die elbstädtischen 81-Felder-Zocker mit ihrem Nighttrain einen Stopp einlegen) nachträglich ausgezeichnet wurde mit Urkunde und dem Nordic Daimyo-Ren (in der rechten Hand von René Gralla).

Im Zeichen des Nordlichts: das Nordic Daimyo-Ren (gestiftet von Ingrid Gralla) als  Auszeichnung und künftiger Glücksbringer für den besten Hamburger Uwe Frischmuth beim Toyotomi Hideyoshi Shogi Memorial 2017. Foto: Uwe Frischmuth

Im Zeichen des Nordlichts: das Nordic Daimyo-Ren (gestiftet von Ingrid Gralla) als Auszeichnung und künftiger Glücksbringer für den besten Hamburger Uwe Frischmuth beim Toyotomi Hideyoshi Shogi Memorial 2017. Foto: Uwe Frischmuth

Epilog: Die freundliche Stifterin des Sonderpreises für den besten Hamburger beim Toyotomi Hideyoshi Memorial 2017, die Shogi-Förderin Ingrid Gralla, ist leider am 27. August 2017 (und damit wenige Tage nach Vollendung ihres 86. Lebensjahres) in Elmshorn verstorben. Foto: Familienarchiv

Epilog: Die freundliche Stifterin des Sonderpreises für den besten Hamburger beim Toyotomi Hideyoshi Memorial 2017, die Shogi-Förderin Ingrid Gralla, ist leider am 27. August 2017 (und damit wenige Tage nach Vollendung ihres 86. Lebensjahres) in Elmshorn verstorben. Foto: Familienarchiv

Bericht: Shôgi auf dem Hina-matsuri 2017

Liebe Shôgi-Freunde,

dieses Jahr haben wir Hamburger Shôgi-Spieler erneut im Hamburger Museum für Völkerkunde die japanische Variante des königlichen Spiels präsentiert. Anlass war das Hina-matsuri, dass japanische Mädchenfest, welches jedes Jahr am 3. März begangen wird. Beim Hina-matsuri stellen Mädchen Puppen, die den klassischen japanischen Hofstaat darstellen, auf ein Podest. Dieser aus der Edo-Zeit (1600-1868) stammende Brauch soll vor Gefahren schützen. 2017-03-05 Hina-matsuri 001

Wie auch in den letzten Jahren haben wir vor dem Maori Haus Shôgi erklärt und gespielt. Neben alten Bekannten konnten auch wir auch viele neue Talente entdecken. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen sich auch von außerhalb Hamburgs im Museum einfinden. Über Besuchermangel konnten wir uns wahrlich nicht beschweren. 2017-03-05 Hina-matsuri 005 2017-03-05 Hina-matsuri 004Neben dem Shôgi gab es auch wieder ein vielfältiges Kulturangebot, dass von Manga zeichnen, über Origami falten bis zum beliebten Cosplay Schaulaufen reichte. Monika Mizuno Bereuter stellte als dessen Vorsitzende wieder den Kulturverein “Deutsch-Japanisches Forum Elbe e.V.” vor und unterstützte uns beim Shôgi. Besonderer Dank gilt wie jedes Jahr René Gralla, der sich der Organisation des Shôgi-Standes angenommen hat. Masaomi Ishii, Wolfgang Reher, Rolf und Markus Müller, Ian und Niels Meinköhn, Anton Bumagina, Fabian Krahe und viele andere haben Zeit und Mühe investiert um diesen Tag zu einem Erfolg zu machen.

2017-03-05 Hina-matsuri 003 2017-03-05 Hina-matsuri 002

Am Shôgi-Infostand im Foyer des Völkerkundemuseums: Monika Mizuno Bereuter (li.), Chefin des Deutsch-Japanischen Forums Elbe und Unterstützerin der Hamburger Shôgi-Aktivisten während der Präsentation beim Hina Matsuri 2017, und Shôgi-Promoter René Gralla (re.). Foto: Shigeko Takeya

Am Shôgi-Infostand im Foyer des Völkerkundemuseums: Monika Mizuno Bereuter (li.), Chefin des Deutsch-Japanischen Forums Elbe und Unterstützerin der Hamburger Shôgi-Aktivisten während der Präsentation beim Hina Matsuri 2017, und Shôgi-Promoter René Gralla (re.). Foto: Shigeko Takeya

Ausschreibung: Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Wappen der Toyotomi

Wappen der Toyotomi

11. März 2017 in Hamburg
Die Hamburger Shôgi-Spieler laden mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Zentralbibliothek zum Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Ort und Zeitplan
Zentralbibliothek
Hühnerposten 1 (Eingang: Arno-Schmidt-Platz), 20097 Hamburg
in Gruppenraum 2.2 (Ebene 2, gegenüber der Sachgruppe F ‚Soziologie‘
5 Gehminuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt

Registrierung 11:00 – 11:20 Uhr
Auslosung 11:20 – 11:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnungsworte 11:30 – 11:45 Uhr
Runde 1 11:45 – 13:15 Uhr
Mittagspause 13:15 – 13:45 Uhr
Runde 2 13:45 – 15:15 Uhr
Runde 3 15:15 – 16:45 Uhr
Runde 4 16:45 – 18:15 Uhr
Siegerehrung 18:30 Uhr

Hinweis: Die Zentralbibliothek öffnet erst um 11:00 Uhr. Vorher gibt es keinen Einlass.

Startgeld
Es wird kein Startgeld erhoben

Spielmodus/-zeit
- Offenes Turnier, vier Runden in zwei oder mehr Mac-Mahon-Gruppen
- 30 Minuten pro Spieler, plus 30 Sekunden Byoyomi
- Weitere Regeln, Haftungs- und Urheberrechte siehe Anhang (PDF-Dokument: Teilnahmebedingungen Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017)

Anmeldung
Zur besseren Planung bitte frühzeitig voranmelden, per Email an renegralla@gmx.net.
Bei der Anmeldung bitte angeben: Name, Vorname, Nationalität und falls vorhanden Elo-Zahl und Kyu-/Dan-Grad. Bei Kindern/Jugendlichen bitte auch das Geburtsjahr angeben. Danke.

Schiedsgericht
Dieses Turnier wird ausgewertet für die Rangliste der FESA.
Das Schiedsgericht wird noch bestimmt.

Spielmaterial
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Verpflegung
Verschiedene Lokalitäten sind fußläufig (5 Min.) erreichbar.

Weitere Hinweise
Die Veranstalter freuen sich über jeden (leisen) Publikumsverkehr und gehen davon aus, dass alle Mitspieler sicher auch nichts dagegen einzuwenden haben.

Bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten und touristischen Wünschen Hamburg betreffend sind wir gerne behilflich.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit
Dr. René Gralla
Fabian Krahe
(Turnierleitung und Organisation)

Anhang:
Ausschreibung Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017
Teilnahmebedingungen Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Angemeldete Teilnehmer

  Nachname Vorname Nationalität Rang Elo
1 van der Lubbe Lex Netherlands 1 Dan 1748
2 Dardour Bilal Germany 2 Kyu 1599
3 Höhne Ritchy Netherlands 3 Kyu 1452
4 Faber Sebastien France 3 Kyu 1442
5 Chan Chung Man Hong Kong 3 Kyu 1390
6 Baldus Julian Germany 5 Kyu 1267
7 Gralla René Germany 6 Kyu 1225
8 Höhne Michael Netherlands 6 Kyu 1224
9 Krahe Fabian Germany 7 Kyu 1175
10 Frischmuth Uwe Deutschland 7 Kyu 1131
11 Grandmarre Antoine France 7 Kyu 1125
12 Müller Jens Germany 8 Kyu 1090
13 Dreier Konrad Germany 8 Kyu 1076
14 Baumgarth Michaela Germany 8 Kyu 1046
15 van Dalfsen Richard Netherlands 7 Kyu 1040
16 Hildebrand Volker Germany - 1019
17 Müller Markus Germany 13 Kyu 698
18 Müller Rolf Germany 15 Kyu 501
19 Pizarro Silva Loreto Netherlands 17 Kyu 476
20 Meinköhn Ian Germany 16 Kyu 462
21 Meinköhn Niels Germany - 416

Oh Yeah … Janggi goes TV!

Außerhalb Asiens dürfte es dafür wenig Konkurrenz geben: An der Hamburger Schule Grumbrechtstraße bringt Jürgen Woscidlo seinen Schachschülern neben Shôgi auch andere Versionen des Königlichen Spiels bei – und darunter eben auch das koreanische Janggi.

Das wiederum haben die Newsmacher vom südkoreanischen Auslands-TV-Sender Uri News – der seine Zentrale in Frankfurt/Main hat – derart ungewöhnlich gefunden, dass sie darüber ein Feature produziert und gesendet haben.

Hier der muntere Beitrag auf Youtube, der, obwohl in koreanischer Sprache ausgestrahlt, im Ergebnis self-explanatory ist … und in dem unter anderem auch Hamburgs Shôgi-Promoter René Gralla zu Wort kommt, um ein von ihm gebasteltes Janggi-Set mit 3D-Figuren-Szenario vorzustellen: