Bericht vom Hamburger Alstercup 2019

“Unverhofft kommt oft” – dieses Sprichwort scheint gut auf das Shôgi Turnier vom letzten Wochenende zu passen.
Da ist zuerst einmal der Vorlauf zu nennen. Wochenlang mit sich, widrigen Umständen und der Technik hadernd, hatte der Veranstalter schlichtweg alle notwendigen Abgabetermine schon verpasst: der Alstercup, als Pendant zum seit Jahren erfolgreich laufenden Kyu-Cup geplant und zum ersten Mal ausgespielt, konnte nicht mehr solide angekündigt und beworben werden.
In der Vergangenheit stets eine zuverlässige Kommunikations- und Informationsquelle Shôgi Hamburg betreffend, schmiss René Gralla sich kurz vor Ladenschluss noch durch vielfache Werbung extra ins Zeug. Tatsächlich fanden sich in buchstäblich letzter Minute – unverhofft – genügend Teilnehmer ein, sodass deren Zahl auf 8 geschraubt wurde; welche bequem die angekündigten 5 Runden gewährleistete.
Thomas Heshe aus Dänemark internationalisierte durch sein Kommen nicht nur den Teilnehmerkreis, sondern hob das durchschnittliche Spielstärkenniveau genau wie der aufgetauchte Richard Rödel aus Berlin unverhofft merklich nach oben. Eine kurzer Blick auf die Namensliste verrät die deutliche Kyu-Cup Spur, in dessen familienähnlichem Geist auch dieses Turnier stattfand.

Richard Rödel (l.) und Thomas Heshe (r.).

Richard Rödel (li.) und Thomas Heshe. Foto by Uwe Frischmuth

Der inzwischen zur Turniertradition entwickelten Erwartung, dass alle Teilnehmer auch aktiv an den vielen Vorbereitungen und den einzelnen Erfordernissen eines Turniers sich nicht nur bedienen lassen, sondern mithelfen und sogar mitgestalten, ist bei einem solchen Eintagesturnier mehr als nur eine angenehme Geste.
Batterien fehlen für die Uhren? – wurden sofort besorgt. Eine Uhr ist zudem nicht intakt? – ‘wird durch Tablett-Improvisation zeitweilig ersetzt. Wolfgang Reher ließ sich zum Beispiel nicht zweimal bitten, seine Shôgi-Uhr aus dem entfernten Bad Segeberg mal eben vorbeizubringen.
Da der Turnierleiter gesundheitlich angeschlagen war, versuchte sich Konrad Dreier an der Ansetzung der Runden und der schlussendlichen Auswertung; unter allgemeiner Beratung anderer Teilnehmer. Dieser leicht antiquierte Duktus hat in jedem Fall – auch in heutigen Zeiten noch – seinen unverhofften Charme. Hinzu kam der nicht enden wohlwollende Service des Konfuzius-Instituts in Person von Jonas. Alles in gewisser Weise unverhofft- selbst bei einer weitaus größeren Teilnehmerzahl hätten wir mit Sicherheit auch alle weiteren Probleme gelöst.

Konrad Dreier (li.) und René Gralla (r.).

Konrad Dreier (li.) und René Gralla. Foto by Uwe Frischmuth

Wobei wir beim Thema eines Shôgi Turniers wären: Probleme am Brett lösen. Ein tieferer Blick auf die Tabelle zeigt wieder einmal: dieses Spiel bleibt spannend. Richard Rödel gewann verdient und ungeschlagen mit 5 Punkten den Alstercup und bestätigte somit seine derzeitige Form. Auch Thomas Heshe und Uwe Frischmuth besetzten gemäß ihren Vorplatzierungen entsprechende Plätze.
Aber es gab auch Überraschungen. So ist in erster Linie der Sieg von Konrad Dreier gegen Thomas Heshe zu nennen, als er eine verlorene Stellung noch drehen konnte. An diesen unverhofften Punkt in diesem Match wird sich Konrad noch lange erinnern; schließlich hatte er in einem trickreichem Abspiel gegen einen formal weitaus stärkeren Spieler die Oberhand behalten. Thomas Heshe nahm es in seiner gewohnt souveränen Art wie immer sehr sportlich.

Martin Wolff (li.) und Thomas Heshe.

Martin Wolff (li.) und Thomas Heshe. Foto by Uwe Frischmuth

Auch der 5. Platz des Jugendpreisträgers Anton Borysov war kein Selbstgänger. Einem René Gralla den Punkt abzutrotzen, der beim letzten Kyu Cup Hamburg immerhin den 2. Platz belegt hatte, zeigt wachsendes Selbstbewusstsein und steigende Spielstärke am Brett an. René wurde so auch an einen eher abgeschlagenen Platz verdrängt. Antons weiterer Punkt gegen Martin Wolff, der immer für gefährliche Manöver gut ist, schien für Anton da nur ein folgerichtiges Zwischenergebnis in seiner Vorbereitung zur Teilnahme an der Jugend-Europameisterschaft 2019 Ende Juni in Wroclaw.
Unterlassen wir es, über den Turnierletzten mit 0 Punkten zu sprechen? Natürlich nicht! Masaomi Ishii wird in unser aller Hamburger Shôgi Gedächtnis bleiben. Schließlich ist er der Mitbegründer der erneuerten Shôgiszene im Norden, die er mit René Gralla u.A. wiederbelebte. Da bei wachsender Anzahl von Turnierteilnehmern und Spielstärke eigene Niederlagen nicht ausbleiben können, ist so ein Turnierergebnis verständlich. Es bleibt aber sein unermüdlicher Ehrgeiz festzuhalten, sich trotz übermächtiger Konkurrenz nicht den Spaß am Shôgi verderben zu lassen!
So sendet er unermüdliche Botschaften an andere, sich nicht aufzugeben. Groß!

Masaomi Ishii (li.) und René Gralla.

Masaomi Ishii (li.) und René Gralla. Foto by Uwe Frischmuth

Thomas Heshe hatte das Schlusswort. Trotz zweier Niederlagen ist er Zweiter geworden. Mit einem erleichterten Lächeln konnte er somit auf das am 25. und 26. Mai in Kopenhagen stattfindende Shôgi Turnier aufmerksam machen.
Dank an das Konfuzius Institut für die Bewirtung und Fotodoku durch Jonas. Außerdem wurden großzügig Preise gespendet.

Bis zum 2. Alstercup Hamburg 2020!

Uwe Frischmuth

Spielgemeinschaft Brettspiel Hamburg

Drei Likedeeler vom Team Hamburg auf Elo-Kaperfahrt steuerten Ludwigshafen an zum New Year’s Open

Von René Gralla

Die Hamburger sind gekommen, um zu bleiben. Die Rückkehr des Turnier-Shogi in den Norden jährt sich 2019 zum sechsten Mal, nach einem erfolgreichen Revival dank prominenten Supports durch den Kult-Youtuber Tomohide “Hidetchi” Kawasaki. Der charismatische Influencer hatte sich seinerzeit vom gebürtigen Elmshorner Journalisten René Gralla zur Teilnahme am Japantag 2013 im Asien-Afrika-Institut der Elbmetropole überreden lassen.

Und jetzt – in der quasi logischen Konsequenz eines längeren Anlaufs, der eben zur bodenständigen Mentalität der Menschen hinter sturmgepeitschten Deichen passt – lichten unerschrockene Küsten-Samurai immer häufiger die Anker für virtuelle Kaperfahrten. Um bei Wettkämpfen an anderen Plätzen der Republik plötzlich aufzutauchen und im Geiste eines Klaus Störtebeker verwegen die eine oder andere Ladung Elo-Zähler an Bord zu schaffen.

Entsprechend motiviert steuerten drei Freibeuter von der Waterkant das kurpfälzische Ludwigshafen an, zum 10. Kurpfalz New Year’s Open am 5. Januar 2019, und sackten wichtige Rating-Dukaten ein. Die ihnen den Weg bereiten können für nächste Attacken auf das Oberhaus, in dem sich die Üblichen Verdächtigen der etablierten Shogi-Elite verschanzt haben. Allerdings verlor der Vorzeige-Hanseat unter den Haya Ishida-Experten, “FrISHIDan” Uwe Frischmuth (3 Kyu), nach einer schmerzhaften Niederlage in der vierten Runde gegen den Newcomer Fabian Fichter (noch ohne Kyu-Grad!) den Kontakt zum Spitzenfeld (in dem schließlich Peter Pham, 1 Kyu, triumphierte vor Hendrik Jock, 2 Kyu), griff jedoch am Ende immerhin wertvolle 23 Elo-Points ab, die einen Kurs Richtung 2 Kyu verheißen.

Say Captain say what … : Shogi-Fahrensmann Uwe Frischmuth (li.) lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und hält Kurs auf 2 Kyu. Foto: Oliver Orschiedt

Say Captain say what … : Shogi-Fahrensmann Uwe Frischmuth (li.) lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und hält Kurs auf 2 Kyu. Foto: Oliver Orschiedt

Supertalent Anton Borysov aus dem Schleswig-Holsteinischen Norderstedt gab während seines zweiten Auftritts in Ludwigshafen im Abstand nur weniger Wochen (bereits nach dem dortigen Dojo-Day am 1. Dezember 2018 war der ehrgeizige 13-jährige mit der Promotion zum 8 Kyu im Gepäck heimgefahren) wieder richtig Gas. Das brachte fette 52 Wertungspunkte ein, so dass der Sprung auf 7 Kyu in Kürze locker gelingen sollte.

Nordisch by Nature: Anton Borysov (re.) und René Gralla (li.) wurden in der fünften Runde des Kurpfalz New Year`s Open 2019 gelost zum munteren und wechselseitigen Kielholen … als unverhoffter interner Showdown unter den Likedeelern vom Team Hamburg. Foto: Uwe Frischmuth

Nordisch by Nature: Anton Borysov (re.) und René Gralla (li.) wurden in der fünften Runde des Kurpfalz New Year`s Open 2019 gelost zum munteren und wechselseitigen Kielholen … als unverhoffter interner Showdown unter den Likedeelern vom Team Hamburg. Foto: Uwe Frischmuth

Im Vergleich dazu wird Hamburgs Shogi-Aktivist und Autor René Gralla (5 Kyu) noch etwas heftiger strampeln müssen, bevor er sich an der Klippe zum 4 Kyu festkrallen und hochhangeln kann. Immerhin machte auch er einen netten Schnapper: Die Beute war ein 30 Elo-Plus, und das könnte vielleicht doch der Einstand für die nächste Beförderung sein. Freilich verlangt das Einsatz volle Pulle und kräftigen Rückenwind, und um so gnadenloser muss sich René Gralla für jedes künftige Match eine tadellose sportliche Haltung ohne schlaffe Hänger selbst auferlegen. Indem er in quasi permanenter Hab-Acht-Stellung antritt …

… Stillgestanden! Die Gedanken unerschüttert fokussiert auf das eine Ziel, nämlich kontinuierlich an der Optimierung der persönlichen Performance zu arbeiten: die notwendige Selbstdisziplin hat der Autor René Gralla früher schon unter sehr speziellen Umständen trainieren dürfen … nämlich als (zeitweiliger) Hauptmann der Bundeswehrreserve (auf dem Bild nach einer Wehrübung im November 2000 vor der damaligen Wachstube am Tor zur Liliencron-Kaserne in Kellinghusen östlich Itzehoe; Foto: Ingrid Gralla).

… Stillgestanden! Die Gedanken unerschüttert fokussiert auf das eine Ziel, nämlich kontinuierlich an der Optimierung der persönlichen Performance zu arbeiten: die notwendige Selbstdisziplin hat der Autor René Gralla früher schon unter sehr speziellen Umständen trainieren dürfen … nämlich als (zeitweiliger) Hauptmann der Bundeswehrreserve (auf dem Bild nach einer Wehrübung im November 2000 vor der damaligen Wachstube am Tor zur Liliencron-Kaserne in Kellinghusen östlich Itzehoe; Foto: Ingrid Gralla).

Endtabelle

10. Kurpfalz New Year’s Open, Germany : 2019-01-05
Nr Name Vorname Nat Grade ELO 1 2 3 4 5 MMS Pts +/-
1 Pham Peter DE 1 Kyu 1728 2 4 5 -3 8+ 2 6 18
2 Jock Hendrik DE 2 Kyu 1566 -1 11 7 6 3+ 2 6 45
3 Engelmann Marc-Leon DE 2 Kyu 1574 -7 10 9 1 2- 2 5 22
4 Tsutsui Kensuke JP 1 Dan 1743 11 -1 -6 7 5+ 2 5 -5
5 Faber Sébastien FR 1 Kyu 1669 6 7 -1 12 4- 2 5 1
6 Chan Chung Man HK 2 Kyu 1549 -5 8 4 2- 11+ 2 5 39
7 Engelmann Jan-Lukas DE 2 Kyu 1598 3 -5 -2 -4 12+ 2 4 -8
8 Fichter Fabian DE NN 1541* 17+ 6- 14 9 -1 1 4
9 Frischmuth Uwe DE 3 Kyu 1392 19 13 -3 -8 15+ 1 4 23
10 Orschiedt Oliver DE 3 Kyu 1434 14 -3 18 11 0- 1 4 19
11 Engelhardt Alexander DE 2 Kyu 1489 -4 -2 13 -10 6- 2 3 -28
12 Orschiedt Leonard DE 4 Kyu 1300 -13 16 15 -5 7- 1 3 7
13 Suzuki Yutaka JP 3 Kyu 1439 12 -9 -11 -17 19+ 1 3 -23
14 Gralla René DE 5 Kyu 1259 -10 20 -8 19 18+ 0 3 30
15 Orschiedt Tristan DE 6 Kyu 1201 20 19 -12 16 9- 0 3 23
16 Keitsch Marcel DE 6 Kyu 1249 18 -12 19 -15 17+ 0 3 22
17 Fromm Veit DE 6 Kyu 1233 -8 -18 20 13 16- 0 2 7
18 Borysov Anton UA 8 Kyu 1046 -16 17 -10 20 14- 0 2 52
19 Krziwania Emil DE 5 Kyu 1304 -9 -15 -16 -14 13- 1 1 -66
20 Kampe Lorenz DE 8 Kyu 1034 -15 -14 -17 -18 0+ 0 1 -22

Promoting Pham Peter to 1 Dan
Promoting Keitsch Marcel to 5 Kyu
Promoting Fromm Veit to 5 Kyu

Nachwuchsstar Anton aus dem Norden punktet im Süden

Von René Gralla

Im Land an der Küste ist er die größte Nachwuchshoffnung im Shogisport: Der 13-jährige Anton Borysov stellte sich am ersten Adventssonnabend der unlängst ausgeklungenen Weihnachtssaison einem starken Feld während des 6. Dojo-Days, der anlässlich der 12. Ludwigshafener Stadtmeisterschaft veranstaltet wurde, und legte dort gleich einen bemerkenswerten Aufschlag hin. Denn dem Norderstedter Schüler genügten in der kurpfälzischen Metropole drei starke Punkte aus spielfreudig absolvierten neun Partien, um die Promotion zum 8 Kyu-Grad perfekt zu machen.

Team Hamburg in Ludwigshafen: Anton Borysov (hinten li.) und René Gralla (vorne li.) gegen das Familien-Duo Edgar Ohst (hinten re.) und Sohn Jan-Peter Ohst (vorne re.). Foto: Oliver Orschiedt

Team Hamburg in Ludwigshafen: Anton Borysov (hinten li.) und René Gralla (vorne li.) gegen das Familien-Duo Edgar Ohst (hinten re.) und Sohn Jan-Peter Ohst (vorne re.). Foto: Oliver Orschiedt

Das sorgte am besagten 1. Dezember 2018 für weniger festliche Stimmung unter der Konkurrenz im Süden der Republik, während sich Mitstreiter René Gralla knapp dreieinhalb Wochen vor der echten Bescherung eine deftige persönliche Bescherung per virtueller Rute und fieser Abreibungen gleich in Serie einhandelte. Zwar brachte der Hamburger Autor sowohl das Jung-Genie Marc-Leon Engelmann (2 Kyu) als auch Chung Man Chan (2 Kyu) jeweils an den Rand einer Niederlage, aber fast gewonnen ist eben trotzdem verloren, und am Ende des Tages verblieben dürftige zwei Punkten aus sechs Partien auf der Habenseite des Turnierkontos.

Was für den Betroffenen wenigstens zu einem schmerzhaften, aber unvermeidlichen Erkenntnisgewinn geführt hat: In den oberen Rängen können die Shogi-Schuhe für einen 5-Kyu-Lernenden recht groß sein.

Manche Schuhe sind einfach zu groß: Autor René Gralla bei einem (ausnahmsweise mal nicht Shogi-bezogenen) Feldversuch Mitte Oktober 2000 im kolumbianischen Cartagena.

Manche Schuhe sind einfach zu groß: Autor René Gralla bei einem (ausnahmsweise mal nicht Shogi-bezogenen) Feldversuch Mitte Oktober 2000 im kolumbianischen Cartagena.

Zum Turnierergebnis auf der FESA-Webseite

Bericht vom European Youth Shogi Championship 2018

Am 30. Juni und 1. Juli fand in der Polytechnischen Fakultät der Universität Wroclaw die diesjährige Shogiteam Jugend Europameisterschaft statt. Parallel dazu fand ein offenes Begleitturnier für Erwachsene statt.
Das Team aus Hamburg bestand aus dem Jugendspielern Ian und Niels Meinköhn und Anton Borysov, die von “Strippicus” Uwe Frischmuth und Jürgen Woscidlo begleitet wurden. Für das Hamburger Team war es das erste Turnier im Ausland. Allein die Anreise verlief nicht ohne Höhepunkte. Anton war bereits einen Tag vorher in Wroclaw eingetroffen.
Ian Meinköhn startete im Feld U12, Anton Borysov im Feld U15, Niels im Feld U18. Alle drei bekamen es neben deutschen Gegenspielern insbesondere mit denen aus Weißrussland zu tun. Die Partien waren durchweg kämpferisch bis zum letzten Zug. Das Ergebnis aber konnte sich am Ende sehen lassen: Anton Borysov belegte im Feld U12 den vierten, Ian Meinköhn den sechsten Platz. Damit bewiesen beide zum einem ihre Spielstärke, gaben andererseits auch einen Ausblick, welches Potential in ihnen noch schlummert.
Niels Meinköhn musste bis zum zweiten Turniertag warten, bis er zwei Siege einfahren konnte. Einen davon gegen einen “3 Kyu-Spieler”. Am Ende landete er auf Platz 14 und wurde mit einem 15. Kyu belohnt. Ein großer Erfolg. Herzlichen Glückwunsch ihnen allen.
Uwe Frischmuth und Jürgen Woscidlo hatten es auf dem Begleitturnier am ersten Tag durchweg mit den schweren Gegnern zu tun. Während Uwe Frischmuth immerhin einen Punkt holen konnte, ging Jürgen Woscidlo hier leer aus. Erst am Sonntag kam die Wende und es konnten Punkte eingefahren werden. Besonders die Partie Jürgen Woscidlo gegen Jacek Prochal wird lange in Erinnerung bleiben, denn bis zum letzten Zug stand die Partie auf des Messers Schneide, ehe Jürgen Woscidlo den Siegpunkt notieren konnte.
Herzliche Grüße an Jacek Prochal nach Krakau. Vielen Dank für diese spannende Partie. Am Ende kamen Uwe Frischmtuh auf Platz sieben, Jürgen auf Platz acht ein. Damit bewahrheitete sich Uwes Prognose, dass kein Hamburger Spieler mit null Punkten nach Hause fahren würde.
Am Samstag gab es dann ein kleines Janggiturnier. Während die Jugendlichen Fußball spielten, glühten im Turniersaal die Janggi Bretter. Die Pokale gingen nach Paris, Wroclaw und Warschau (Antonio Barry). Herzlichen Glückwunsch. Auch hier gingen die Hamburger Spieler (Uwe Frischmuth und Jürgen Woscidlo) nicht punktlos vom Platz. Jürgen Woscidlo gewann gegen Antonio Barra. Im Oktober 2017 war es noch umgekehrt.
Nach zwei Tagen ging die Shogi Jugend EM mit einer großen Siegerehrung zu Ende.
Was bleibt?
1) Der Eindruck von einem gut organisierten Turnier und freundlichen Gastgebern.
2) Die tollen Partien und guten Gesprächen zwischen den Partien und Samstagabend.
3) Die Begegnung mit Polen, die stets freundlich und hilfsbereit waren. Sie haben es wirklich schwer gemacht, sich fremd zu fühlen.
Besonderer Dank an dieser Stelle gilt Uwe Frischmuth. Mit der Planung der Reise und seinen Kenntnissen der polnischen Sprache hat er die erfolgreiche Teilnahme des Hamburger Teams erst ermöglicht. Dadurch stand ein Hamburger Team am Ende in Wroclaw.
Durch seine taktischen Tipps während des Turniers trug er viel zum positiven Abschneiden Hamburgs bei.
Hier die Links zu den Ergebnissen:
vom U12 Turnier
vom U15 Turnier
vom U18 Turnier

und vom offenen Begleitturnier