Verbeugung vor dem legendären Kommodore: Janggi auf dem Koreanischen Festival 2018 am 15. Dezember in Hamburg “MARKK” – Zum Gedenken an den 420. Todestag von Admiral Yi Sun-sin

Von René Gralla

Sowohl im Süden als auch im Norden der geteilten Halbinsel verehren ihn die Menschen als größten Helden Koreas: Admiral Yi Sun-sin, der Ende Oktober 1597 in der epochalen Seeschlacht von Myongnyang mit nur 13 Schiffen eine 27-fach (!) überlegene japanische Armada vernichtend schlug. Und weil sich der Todestag des brillanten Flottenführers am dritten Advent 2018 zum 420. Mal jährt, soll am unmittelbar vorausgehenden Sonnabend ein Event in der besonderen koreanischen Schachvariante Janggi, die zum Programm des Festivals “Uri Korea” (übersetzt: “Unser Korea”) in Hamburgs “Museum am Rothenbaum” (MARKK) gehört, an den legendären Kommodore erinnern.

Schließlich prägen überraschend modern anmutende und äußerst mobile Artillerieeinheiten das stets hoch spannende Geschehen auf den exakt 90 Brettpositionen des besagten Strategiespiels aus Fernost. Und jene “Kanonen”, wie sie heißen, schlagen derart heftig und effektiv zu, dass sie wie virtuelle Repliken der innovativen TURTLE SHIPS anmuten, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts das Rückgrat von Yi Sun-sins Seestreitkräften bildeten.

Entsprechend inspiriert Janggi zu einer spielerischen Begegnung mit einer wichtigen Phase in der Geschichte Koreas. Und deswegen möchten sich Jürgen Woscidlo und René Gralla, die am 15. Dezember 2018 diese vorweihnachtliche Aktion in K-Mindsports leiten, mit ihrer Initiative ausdrücklich verneigen vor dem genialen Yi Sun-sin. Zwischen 11 und 17 Uhr können “Uri Korea”-Besucher im Gewölbesaal des MARKK, das früher unter “Völkerkundemuseum” firmierte, an einem Janggi-Workshop teilnehmen. Außerdem werden, falls sich genügend Kandidaten finden, tolle Pokale in einem Schnellturnier ausgespielt.

Parallel rockt heißer K-Pop das Festival, und in den Pausen locken asiatische Leckereien aus meisterlicher Hand. Organisator ist die Deutsch-Koreanische Gesellschaft Hamburg; und die Community der Janggi-Fans dankt der Ehrenvorsitzenden Frau Okhoa Meyer von der Twer sowie Herrn Präsident Shin-Gyu Kang ausdrücklich dafür, im Rahmen des renommierten Kulturtages den traditionsreichen Denksport der Koreaner jetzt auch einem norddeutschen Publikum präsentieren zu dürfen.

Janggi auf dem Koreanischen Festival “Uri Korea” am Sonnabend, 15.12.2018, in Hamburgs “Museum am Rothenbaum” (MARKK), Rothenbaumchaussee 64 (Nähe U-Bahn Hallerstraße), 11 – 17 Uhr;

weitere Informationen zum Programm:

https://markk-hamburg.de/veranstaltungen/koreanisches-festival-2018/

Admiral Yi Sun-Sin

Historiker vergleichen ihn mit Britanniens Seehelden Lord Nelson: Koreas unvergessener Admiral Yi Sun-sin. In Hanseong, wie die damalige Hauptstadt (und das heutige Seoul) hieß, am 28. April 1545 geboren in eine adlige Familie, die sich aber von den Intrigen am Königshof der Joseon-Dynastie fernhielt. Und gefallen am 16. Dezember 1598 in der Schlussphase der Seeschlacht an der Noryang-Straße – die trotzdem von den Koreanern gewonnen wurde, weil der tödlich verwundete Yi Sun-sin seinem Stab ausdrücklich verboten hatte, die Flotte vor dem Ende des Kampfes über das Schicksal ihres Kommandanten zu informieren.

Nur das Original … ist das Original! Zweites Turnier im arabischen Protoschach “Shatranj” am letzten Oktobersamstag in Hamburg

Von René Gralla

Sprechen Ultras der Fanszene über die Liebe ihres Lebens, verwandeln sie sich fast zwangsläufig in quasi ferngesteuerte Nachfahren jenes ewigen Highlanders, von dem es bekanntlich “nur Einen” geben kann und darf. Weil nämlich die Betreffenden wie selbstverständlich und unisono von einer Prämisse ausgehen: Schach ist Schach, es kann nur DAS EINE geben, Amen.

Dabei ist das aus handelsüblichen Editionen bekannte Kräftemessen zweier Könige, die – assistiert von Usain Bolt-gleichen Avataren, vulgo “Läufern”, sowie einer hochmögenden und respektvoll “Dame” titulierten Begleiterin – um die Vorherrschaft ringen in einer radikal geschrumpften 64-Felder-Arena, bloß die abgewandelte Variante eines uralten Mind Sports, dessen Wurzeln bis ins Indien des fünften nachchristlichen Jahrhunderts zurückreichen.

Foto: Christian Borrmann

Foto: Christian Borrmann

Ein tiefgründiges und facettenreiches Spiel, das in der arabischen Welt unter dem Namen “Shatranj” vor gut 1300 Jahren eine regelrechte Welle auslöste. Mit spektakulären Duellen in den Palästen der Kalifen und umjubelten Champions, gegen deren glamourösen Promistatus heute selbst ein Magnus Carlsen, der von den Medien in der Gegenwart zum Popstar im modernen Standardschach stilisiert worden ist, leicht blässlich wirkt – abgesehen davon, dass sich der sonst eine betont relaxte Boy-Next-Door-Pose kultivierende norwegische Weltmeister obendrein noch im Schweiße seines Angesichts ab dem 9. November 2018 in London eines deutlich weniger fashionablen, dafür aber nervtötend zähen Herausforderers Fabiano Caruana aus den USA erwehren muss.

Dem einschlägigen Original des ehrwürdigen Game of Thrones, das “Elefanten” und “Wesire” statt der erwähnten “Läufer” und “Damen” aufbietet, wird nun schon zum zweiten Mal ein Turnier in Deutschlands Hafenmetropole im Norden gewidmet, nach der viel beachten Premiere in der Hansestadt während der Arabischen Kulturwochen 2016.

Beste Frau beim ersten Shatranj-Turnier 2016 in Hamburg: Asia Haidar (li.). Tunesiens Konsulin Sonia Ben Amor (Mitte), Nachwuchstalent Ananya Mathapati (2.v.re.) und Initiator René Gralla (re.) zollen Respekt. Foto: Bernd-Jürgen Fischer.

Beste Frau beim ersten Shatranj-Turnier 2016 in Hamburg: Asia Haidar (li.). Tunesiens Konsulin Sonia Ben Amor (Mitte), Nachwuchstalent Ananya Mathapati (2.v.re.) und Initiator René Gralla (re.) zollen Respekt. Foto: Bernd-Jürgen Fischer.

Neben anderen Medien hatte die Berliner Tageszeitung TAZ darüber berichtet, und zwar in Form eines Interviews mit dem seinerzeitigen Cheforganisator René Gralla.

“Bewahrer des Kalifen-Schachs” – Bericht in der Berliner TAZ vom 24. Oktober 2016 (PDF-Download)

Und jetzt startet im Rahmen der diesjährigen Arabischen Kulturwochen das “2. Sa’id Ibn Jubair-Shatranj-Memorial” am 27. Oktober 2018 um 12 Uhr im Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Dammtor.

Der legendäre Namensgeber des Wettkampfes im eng getakteten 15-Minuten-Modus (pro Teilnehmer und Partie) stammte aus dem muslimischen Einflussbereich in Afrika und machte Karriere als Richter. Vor allem aber hat sich Sa’id Ibn Jubair (665-714) ewigen Nachruhm mit einer besonderen Gabe gesichert: Der Meister mit dem Megahirn schlug die Konkurrenz gerne ohne Ansicht des Brettes und gilt deswegen als erster Blindspieler unter den Denkathleten.

Der Leistungsvergleich im Protoschach Shatranj, an dessen Geschichten aus Tausendundeiner Nacht derart legendäre Persönlichkeiten gestrickt haben, ist am letzten Sonnabend des Goldenen Herbstmonats eingebettet in einen Tunesientag, der seinerseits regelmäßig zu den Highlights der Arabischen Kulturwochen zählt.

Das Original mit Elefanten, aber ohne Damen: Turnier im arabischen Protoschach Shatranj auf dem Tunesientag 2018 in Hamburg.

Das Original mit Elefanten, aber ohne Damen: Turnier im arabischen Protoschach Shatranj auf dem Tunesientag 2018 in Hamburg.

Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Frau Konsulin Sonia Ben Amor übernommen, die offizielle Repräsentantin der Tunesischen Republik an Elbe und Alster. Gesponsert wird das Event von der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft e.V. (DTG), insbesondere dank des Engagements von Gabriele Kamensky, DTG-Sektionsleiterin in Hamburg.

All Smiles für das Comeback des Klassikers: Auf das zweite Turnier in Arabiens traditioneller Schachversion Shatranj freuen sich Tunesiens Konsulin Sonia Ben Amor (Mitte), Schirmherrin des Wettbewerbs, und Gabriele Kamensky (li.) von der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft. Zum Supporter-Team gehört auch Journalist René Gralla (re.), der kongenial unterstützt vom Hamburger Schachlehrer Jürgen Woscidlo (hier nicht auf dem Bild) den aktuellen Shatranj-Relaunch auf den Weg gebracht hat.

All Smiles für das Comeback des Klassikers: Auf das zweite Turnier in Arabiens traditioneller Schachversion Shatranj freuen sich Tunesiens Konsulin Sonia Ben Amor (Mitte), Schirmherrin des Wettbewerbs, und Gabriele Kamensky (li.) von der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft. Zum Supporter-Team gehört auch Journalist René Gralla (re.), der kongenial unterstützt vom Hamburger Schachlehrer Jürgen Woscidlo (hier nicht auf dem Bild) den aktuellen Shatranj-Relaunch auf den Weg gebracht hat.

Kandidaten, die sich der Herausforderung stellen wollen, richten eine entsprechende Email an Turnierdirektor Jürgen Woscidlo oder melden sich persönlich im Turniersaal an spätestens eine halbe Stunde, bevor die erste Runde freigegeben wird.

Zur Einstimmung kann sogar passende Musik aus dem Web runtergeladen werden: eine Hymne auf Beirut, neben Tunesiens Kapitale Tunis eines der kosmopolitischen Zentren an den Ufern des Mittelmeers.

Besagter Song ist das Gemeinschaftsprojekt zweier Aficionados, die gerade auch für die Mattkunst brennen. Die Melodie zu “Cool Moon Of Beirut” hat Rainer Schnelle komponiert, ein Jazzmusiker und Ligasportler aus dem Schleswig-Holsteinischen Barmstedt; die Lyrics texte der Autor René Gralla. Für den Hamburger Journalisten, der zusammen mit dem Sinstorfer Schachlehrer Jürgen Woscidlo (seines Zeichens amtierender Ansprechpartner für das “2. Sa’id Ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2018″) das lange in Vergessenheit geratene Spiel vom Hof der Kalifen endlich verstärkt in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit rücken möchte, ist die Wiederentdeckung des Kulturguts aus den Schatzkammern des Orients eine Herzensangelegenheit. Schließlich könne auf diese Weise ein wertvoller Beitrag zur Integrationspolitik geleistet werden: “Geflüchtete aus dem Arabischen Raum dürfen voller Stolz erfahren, dass einem Spiel, das ihre Ahnen gepflegt haben, in Deutschland neue Wertschätzung entgegengebracht wird.” Das sei ein höchst wirksames Tool, um den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu fördern.
Das Beirut-Lied wird übrigens gesungen von den hinreißenden “4 Cats”, einer der erfolgreichsten Girl-Bands im Nahen Osten.
Das Revival des Shatranj zu den heißen Beats der 4 Cats – who can stop that now?!


“2. Sa’id Ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2018″ am 27. Oktober 2018 in Hamburg, Asien-Afrika-Institut der Universität, Hauptgebäude / Flügel Ost (Raum 121), Edmund-Siemers-Allee 1 (Nähe Bahnhof Dammtor); Beginn 12:00 Uhr (voraussichtliches Ende gegen 17:30 Uhr); Voranmeldungen per Email an <jwoscidlo@msn.com> oder direkte Anmeldung vor Ort am Wettkampftag im Turniersaal bis spätestens 11:30 Uhr.


Programm der Arabischen Kuturwochen 2018 als PDF zum Download

Ausschreibung: 5. Kyu-Cup Hamburg

shogi-steineShogi Turnier am Samstag, den 03. November in Hamburg
Die „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“ richtet den
Kyu-Cup Hamburg 2018 im Shogi (Japanisches Schach) aus.

Dieses Turnier wird in Kooperation mit unserem Partner veranstaltet, dem

konfuzius-institut-logoTurnierausschreibung

Der Kyu-Cup richtet sich insbesondere an alle SpielerInnen, die aufgrund ihrer Spielstärke sich eher den spielschwächeren Regionen zurechnen. Deshalb sind von reinen Anfängern bis zu Spielern mit einem Rang nicht stärker als 1. Kyu alle willkommen.

Für spielstärkere Spieler (Meisterklasse) wird es nach Bedarf einen eigenen Turniermodus geben, der sich nach der Zahl der Anmeldungen am Spielort um 09.30 Uhr ergibt.

Für alle Jugendspieler, die

-unter 14 Jahre (u 14 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.2004 geboren sind)

-unter 18 Jahre (u 18 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.2000 geboren sind)

wird es jeweils Sonderpreise zu gewinnen geben. Inwieweit Jugendspieler im Hauptturnier spielen oder untereinander bleiben, wird vor Ort entschieden.

Termin:
Samstag, der 03. November 2018
Anmeldeschluss: 09.30 Uhr vor Ort

Spielmodus:
Offenes Haupt-Turnier: fünf Runden im Schweizer System bzw. Mac Mahon.
Meisterklasse bzw. Separates Jugendturnier: Organisationsform je nach Anmeldungen

Spielzeit: 30 Minuten + 30 Sekunden Byoyomi für alle Turnierformen

Zeitplan

09.00 h – 09.30 h Anmeldung

09.30 h – 09.45 h Begrüßung
10.00 h – 11.30 h Runde 1
11.45 h – 13.15 h Runde 2

13.15 h – 13.45 h Mittagspause

13.45 h – 15.15 h Runde 3
15.30 h – 17.00 h Runde 4
17.15 h – 18.45 h Runde 5

Ca. 19.00 h Siegerehrung

Anmeldung:
Die persönliche Registrierung vor Ort kann für Teilnehmer, die sich bis zum Freitag, den 02. November 2018 vorangemeldet haben, bis unmittelbar vor Turnierbeginn um 10:00 Uhr erfolgen. Dies könnte Anreisewege von größeren Distanzen ermöglichen.

Startgeld:
10.- Euro für Erwachsene; 3,00 .- Euro für Jugendliche u.a.

Schiedsgericht:
Dieses Turnier wird ausgewertet für die Rangliste der FESA.
Das Schiedsgericht wird noch bestimmt.

Spielmaterial:
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Preisränge:
1. Platz: Trophäe und Sachpreis
Ab 2. Platz: Sachpreise
Weitere Preise möglich

Die Anzahl der Preise in den Jugendsektionen richten sich nach den Teilnehmerzahlen.
Garantiert werden aber in der Sektion (u 14) und (u18) jeweils
1. Platz: Medaille und Sachpreis
2. Platz: Sachpreise

Spielort :
Das Konfuzius-Institut der Universität Hamburg ist ein erprobter Veranstalter. Wir freuen uns auf diese weitere Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut in dessen Räumlichkeiten, die dieses Jahr aufgrund baulicher Maßnahmen an einem anderen Ort stattfinden werden !!

Alle Interessenten für dieses Turnier begeben sich bitte zum Konfuzius-Institut der Universität Hamburg in die Max-Brauer-Allee 60, 22765 Hamburg, 1.Stock
(Nähe S-Bahn Station Altona)

Alle Spieler würden gegen (leisen) Publikumsverkehr bei Ihren Partien wenig einzuwenden haben, da derartige Veranstaltungen auch immer der weiteren Bekanntmachung und Verbreitung des japanischen Schachs dienen, welches jeweils am letzten Donnerstag des Monats im Konfuzius-Institut gespielt wird.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit; Voranmeldungen sind erwünscht.

Uwe Frischmuth
Turnierorganisator; Leiter der „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“
Kontakt: Uwe Frischmuth, uwefrischmuth@gmx.de
Festnetz: 040-87 0 85 182 ; Mobil: 0163/79 86 436
Aktuelle Informationen auch auf www.shogideutschland.de

Bei Unterbringungsvorschlägen und touristischen Wünschen Hamburg betreffend sind wir gerne behilflich.

Uwe Frischmuth
Hamburg, den 23. Oktober 2018

Kyu Cup 2018-Ausschreibung als PDF zum Download

Japanfestival am 26. Mai 2018 in Hamburg: Programm ist da!

26. Mai 2018 ab 12:00 UhrJapanfestival 2018 Flyer Seite 1

 Programm

  • 12:00-12:20 Uhr: Eröffnung – Taiko Trommeln (Wiese)
  • 12:20-12:30 Uhr: Offizielle Begrüßung (Steg)
  • 12:30-12:45 Uhr: musikalischer Beitrag mit der Shakuhachi (Steg)
  • 12:45-13:30 Uhr: geschlossene Tee-Zeremonie (Teehaus)
  • 13:30-14:30 Uhr: Musik aus Okinawa mit Gitarren- & Sanshin-Begleitung (Steg)
  • 14:30-14:45 Uhr: Musikalischer Beitrag mit der Shakuhachi (Steg)
  • 14:45-15:45 Uhr: Öffentliche Tee-Zeremonie (Teehaus)
  • 14:55-15:35 Uhr: 2x japanische Kampfsport-Demonstrationen: Sojutsu & Kendo (Wiese)
  • 15:45-16:20 Uhr: Traditionell japanischer Tanz (Steg)
  • 16:20-17:10 Uhr: 2x japanische Kampfsport-Demonstrationen: Kyudo & Aikido (Steg)

Gänztägiges Programm

Um den Teich:

  • Accessories & Süßes
  • Infos zu Japan
  • Landestypische Köstlichkeiten – süß & herzhaft
  • Infos zu Bonsai-Bäumen
  • Kalligraphie- und Oshibana – Workshops
  • 19. Japan Filmfest Hamburg
  • Shôgi – Workshop

Japanfestival 2018 Flyer Seite 2Runde Wiesenfläch:

  • Workshops & Grüner Tee:
  • Origami
  • Basteln japanischer Puppen
  • Yukata – Anprobe ©Ichiro Mizutani
  • Furoshiki
  • Postkarten und Lesezeichen mit Japan-Motiven
  • Japanisches Spielzeug

Änderungen vorbehalten

 

 

Der Flyer zum Japan Festival 2018 in Hamburg als PDF

Das Programm zum Japan Festival 2018 in Hamburg als PDF

Drama in Thailand vor 250 Jahren – wird an der Uni Hamburg diskutiert … und Thaischach ist auch dabei! Mit dem One-Day-Gedenkturnier “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial”

Von René Gralla

Kleine Kegel stehen Spalier, wie aus dem Experimentierkasten eines Pagodenbaumeisters. Dazwischen die Köpfe stolzer Pferde, die sich gerade zu sammeln scheinen für einen flotten Aufgalopp. Hinweg über Reihen runder Stolpersteine, die offenbar die Grenzen zweier Territorien markieren.

Startaufstellung im Thaischach - die verblüffende Assoziationen weckt: Haben unbekannte Einflüsterer aus Japans Shogi-Szene einst gute Tipps gegeben?! Foto: Christoph Harder

Startaufstellung im Thaischach – die verblüffende Assoziationen weckt: Haben unbekannte Einflüsterer aus Japans Shogi-Szene einst gute Tipps gegeben?! Foto: Christoph Harder

Gleich wird Bewegung kommen in dieses dreidimensionale Stillleben, das die Gedanken zu verträumten Tempeln fliegen lässt, an den Ufern von Mekong und Chao Phraya. Während aus anderen Sphären sanfte Melodien rüberwehen, die allein der Betrachter hören kann. Sehnsuchtsvoll und hitzeschwer, und der Wunsch wird schier übermächtig, dass dieser süße Schmerz nie vergehen möge.
Und dabei wird hier doch eigentlich nur Schach verhandelt. Allerdings ist an diesem frühwinterlichen Sonnabend in der Universität Hamburg eben gerade nicht die handelsübliche Standardversion das Thema: Am 9. Dezember 2017 im Afrika-Asien-Institut versammeln sich Enthusiasten und spontan Motivierte, die gemeinsam eine spezielle Version der Mattkunst zelebrieren wollen – nämlich das hierzulande beinahe unbekannte, in seiner Heimat jedoch äußerst beliebte “Makruk”, aus dem viel zitierten Land des Lächelns. Und das hat auch ein bisschen mit Shogi (!!) zu tun … aber dazu später mehr.

Foto: Christoph Harder

Foto: Christoph Harder

Passender Anlass ist der Thai-Tag 2017, der Wissenschaftler, Studenten und Menschen, die sich aus beruflichen oder privaten Gründen für Politik, Wirtschaft und Kultur im südostasiatischen Raum interessieren, in der Vorweihnachtszeit zum Zentralkomplex der hansestädtischen Alma Mater führen wird, wenige Schritte entfernt vom Bahnhof Dammtor an der Edmund-Siemers-Allee.

Nach der Katastrophe nie mehr aufgebaut: Wat Chai Watthanaram in den Ruinen von Ayutthaya

Nach der Katastrophe nie mehr aufgebaut: Wat Chai Watthanaram in den Ruinen von Ayutthaya

Schließlich ist die Veranstaltung einem turbulenten Zeitabschnitt gewidmet, der vor 250 Jahren eine dramatische Zäsur in der Geschichte des Königreiches markiert hat: die Zerstörung der einst prachtvollen Hauptstadt Ayutthaya nach der Besetzung durch die Burmesen am 7. April 1767 – ein Desaster, das im kollektiven Gedächtnis der stolzen Nation bis heute nachhallt – ; und der überraschende Gegenschlag wenige Monate später, als eine neu formierte thailändische Armee am 6. November 1767 bei Thonburi triumphierte und die Wende im Dauerkonflikt mit dem benachbarten Myanmar einleitete.

Ort der Wiedergeburt von Siam: Thonburi, das in der Gegenwart zu Bangkok gehört.

Ort der Wiedergeburt von Siam: Thonburi, das in der Gegenwart zu Bangkok gehört.

Held von Thonburi war der damalige General und spätere König Taksin. Und weil der geniale Feldherr – dessen Name allein per Zufall ähnlich klingt wie der Exilpolitiker Thaksin Shinawatra in der Gegenwart – neben überragenden militärischen Fähigkeiten obendrein auch am Brett der traditionell siamesischen Schachvariante Makruk seine Herausforderer cool abstrafte, soll nun während des Hamburger Thai-Tages 2017 folgerichtig ein entsprechendes Turnier an die epochalen Ereignisse vor einem Vierteljahrtausend erinnern. Unter einem Leitmotiv, das dem Anlass gerecht wird: “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial”.

Hamburger Wettkampf im Thaischach zu Ehren des Retters von Siam: Taksin der Große (1734-1782).

Hamburger Wettkampf im Thaischach zu Ehren des Retters von Siam: Taksin der Große (1734-1782).

Abgesehen vom biographischen Bezug zum Mann, der Siam wieder aus dem Tal der Tränen führte, gibt es überdies auch einen ohne Übertreibung genuin militärtheoretischen Grund, jetzt ausgerechnet mit einem Wettkampf im Makruk an den erfolgreichen Sturm der Taksin-loyalen Verbände auf das von Burma-Kollaborateuren besetzte Fort Thonburi zu erinnern. Dem brillanten Taktiker Taksin gelang der legendäre Coup primär deswegen, weil er die 5000 Soldaten seiner Armee mit schlanken Flussschiffen den Chao Phraya hochfahren ließ – und im Szenario des Makruk, das der gewiefte Troupier als eine Art Trockenübung schätzte, sind explizit und passend “Boote” die kampfstärksten Einheiten (deren Part übernehmen im internationalen Schach die vergleichsweise fantasy-like konzipierten “Türme”).


>> Thaischach ist eine amphibische Battle – wie die Makruk-Aktivisten Jürgen Woscidlo und René Gralla an einem Mega-Set (aus der Heimwerkstatt Gralla) vorführen, während eines Testmatches, das am 16. April 2017 in Sinstorf ausgefochten wurde.

Vor diesem Hintergrund bietet das “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” die unverhoffte Gelegenheit, Taksins Vorstoß Richtung Thonburi quasi als Versuchsanordnung im verkleinerten Maßstab nachzustellen.

Per Schiff zum Sieg gleiten - im Szenario des Makruk, das beeinflusst ist von der Topographie Südostasiens, wo Wasserwege oft die besten Verkehrsverbindungen sind (ein armiertes und bemanntes rotes Boot ankert oben rechts im Theatre of Operations ). Foto: Christoph Harder

Per Schiff zum Sieg gleiten – im Szenario des Makruk, das beeinflusst ist von der Topographie Südostasiens, wo Wasserwege oft die besten Verkehrsverbindungen sind (ein armiertes und bemanntes rotes Boot ankert oben rechts im Theatre of Operations ). Foto: Christoph Harder

Das Turnier verwandelt sich gewissermaßen in eine Geschichtswerkstatt; ein pädagogischer Aspekt, der augenfällig wird vor einem Set, das der Verfasser dieser Zeilen (der Autor René Gralla) gefertigt hat und im Spielsaal installieren wird. Semi-realistische Optik (unter Verwendung von Playmobil-und Legofiguren) ersetzt das abstrakte Design des Originals.

Was eine Partie Makruk wirklich darstellt: Hauen und Stechen in überschwemmten Reisfeldern; im Bild ein entsprechendes Reenactment im Bonsai-Format mit dem von "Ayutthaya-Thonburi-Memorial"-Planer René Gralla produzierten Showroom-Set. Foto: Christoph Harder

Was eine Partie Makruk wirklich darstellt: Hauen und Stechen in überschwemmten Reisfeldern; im Bild ein entsprechendes Reenactment im Bonsai-Format mit dem von “Ayutthaya-Thonburi-Memorial”-Planer René Gralla produzierten Showroom-Set. Foto: Christoph Harder

Eine blau eingefärbte Fläche symbolisiert Überschwemmungsgebiete – wie sonst könnten maritime Einheiten zum Makruk-Arsenal gehören?! – , und über mehrere Planquadrate zieht sich der schicksalhafte Schriftzug “Thonburi”, in thailändischen Lettern.

Schach aus dem alten Siam im Playmobil- und Lego-Look an der Universität Hamburg: eine  interaktive Geschichtswerkstatt, um den in Thailand unvergessenen Tag von Thonburi (6. November 1767) nachzuspielen, siehe der weiße Schriftzug in der Mitte des Spielplans. René Gralla (li.) stellt sich dem Makruk-Talent Paul Geißler (2. v. re.), während die Jungstars Ghreesham Manjunath (2. v. li.) und Konrad-Leo Adler (re.) wertvolle Tipps geben. Foto: Christoph Harder

Schach aus dem alten Siam im Playmobil- und Lego-Look an der Universität Hamburg: eine interaktive Geschichtswerkstatt, um den in Thailand unvergessenen Tag von Thonburi (6. November 1767) nachzuspielen, siehe der weiße Schriftzug in der Mitte des Spielplans. René Gralla (li.) stellt sich dem Makruk-Talent Paul Geißler (2. v. re.), während die Jungstars Ghreesham Manjunath (2. v. li.) und Konrad-Leo Adler (re.) wertvolle Tipps geben. Foto: Christoph Harder

Makruk-Partien simulieren im Ergebnis amphibische Operationen, im Fahrwasser des Siegers von Thonburi. Aber damit nicht genug: Das Siamschach-Event im Rahmen des Thai-Tages 2017 weist last not least eine spannende spielhistorische Komponente auf. Denn der sperrige Denksport in seiner aktuellen Form, wie sie zu Beginn des dritten Millenniums sogar Chefredakteure von Lifestyle-Magazinen neugierig macht – ein Verdienst des trendbewussten norwegischen Weltmeisters Magnus Carlsen, der im Nebenjob als Posterboy für G-Star-Jeans posiert – , ist in Wahrheit bloß die radikal veränderte Fassung jenes Originals, das vor gut 1500 Jahren in Indien erfunden wurde. Die Regeln des ehrwürdigen “Chaturanga” vom Subkontinent kamen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kompromisslos auf den Prüfstand; eine Initiative spanischer und italienischer Revoluzzer, die freilich im fernen Siam ohne Resonanz blieb.
Im Makruk fehlen zwei Figuren, die Amateure am modernen Normaloschach oft abturnt: die gnadenlose Killer-Queen und die schnellen Läufer. Stattdessen begleiten den Siamkönig ein bescheidener Adjutant und zwei wuchtige, wenngleich langsame Elefanten; eine respektvolle Verbeugung vor den Vätern des indischen Prototyps Chaturanga.
Aber worin besteht eigentlich die eingangs erwähnte Shogi-Connection? Der Elefant aus dem Makruk verfügt über denselben Aktionsradius wie der Silbergeneral im Shogi, und die jeweils um eine Reihe vorgeschobenen Ausgangsstellungen der Makruk-Soldaten decken sich mit den ähnlich exponierten Startpositionen der Shogi-Infanterie.
Vielleicht haben sich ja die Communities der Gamer in beiden Ländern vor etlichen Generationen lebhaft miteinander ausgetauscht?! Zumal Anfang des 17. Jahrhunderts ein japanischer Bezirk in Siams Kapitale Ayutthaya prosperierte. Die Zone gewann eine Autonomiestatus unter dem Abenteurer Yamada Nagamasa (1590-1630), den es in den Süden verschlagen hatte aus der Hafenstadt Numazu, in der Präfektur Shizuoka auf Nippons Hauptinsel Honshu. Ein Expatriate, der zur Legende wurde als “Samurai von Ayutthaya”, indem er für Siams König Songtham (1590-1628) ein Freiwilligenkorps rekrutierte, das mutig an der Seite thailändischer Verbände focht.

Das “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” öffnet demnach das Stargate zu einem mentalen Trip, der die Gesetze von Zeit und Raum überwindet: Das Open, bei dem auch Neueinsteiger willkommen sind, vermittelt echtes Schach-Feeling pur aus einer Vergangenheit, die sich als verblüffend präsent erweist.

Cool Cat versus Kid: Sumet "Thon" Kraiphlaeng (li.) vor einem knallharten Duell contra Konrad-Leo Adler (re.). In einer vorentscheidenden Runde des "PTT King Naresuan The Great Tournament" 2015, dem Vorläuferturnier zum diesjährigen "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" im Afrika-Asien-Institut der Universität Hamburg. Foto: Christoph Harder

Cool Cat versus Kid: Sumet “Thon” Kraiphlaeng (li.) vor einem knallharten Duell contra Konrad-Leo Adler (re.). In einer vorentscheidenden Runde des “PTT King Naresuan The Great Tournament” 2015, dem Vorläuferturnier zum diesjährigen “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” im Afrika-Asien-Institut der Universität Hamburg. Foto: Christoph Harder

Gaming back to the roots – eine intellektuelle Wellnesskur ohne nervige Nebenwirkungen: Selbst Anfänger halten routinierten Gegnern lange genug stand, um Niederlagen nicht als demütigend zu empfinden. Im Einklang mit der thailändischen Mentalität, die peinlichen Gesichtsverlust tunlichst zu vermeiden sucht. Langeweile ist trotzdem ausgeschlossen: Den Rundentakt diktiert ein Blitz-Modus (zehn Minuten pro Partie und Kandidat/-in), in Anlehnung an das hohe Tempo, das Siams Retter Taksin seinen Leuten abverlangte.
Mit dem “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” zum Auftakt des zweiten Adventswochenendes 2017 organisieren der Sinstorfer Schachlehrer Jürgen Woscidlo und der Hamburger Journalist René Gralla den dritten Leistungsvergleich in Siams populärem Mind Sport. Die Mini-Turnierserie feierte Premiere im Mai 2012 an der Universität Hamburg. Die Fortsetzung folgte am 13. Juni 2015 als “PTT King Naresuan The Great Makruk Tournament”, das an den 460. Geburtstag des Kriegerkönigs Somdet Phra Naresuan Maharat (1555-1605) erinnerte. Der Herrscher – dessen Agenda gewisse Ähnlichkeiten aufwies zur Lebensleistung von Amtsnachfolger Taksin rund zwei Jahrhunderte später – wehrte burmesische Expansionsversuche ab und schätzte privat ebenfalls das Makruk als strategische Übung.

Erdöl liefert Energie für Makruk: Thailands Staatskonzern PTT steuerte Hauptpreis und Spielsets bei für das "PTT King Naresuan The Great Tournament" 2015 an der Universität Hamburg (zur Freude des Orga-Duos Jürgen Woscidlo, li., und René Gralla, re., die mit dem avisierten "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" im ausklingenden Jahr 2017 schon ihr drittes Thaischach-Event auf die Beine stellen). Foto: Christoph Harder

Erdöl liefert Energie für Makruk: Thailands Staatskonzern PTT steuerte Hauptpreis und Spielsets bei für das “PTT King Naresuan The Great Tournament” 2015 an der Universität Hamburg (zur Freude des Orga-Duos Jürgen Woscidlo, li., und René Gralla, re., die mit dem avisierten “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” im ausklingenden Jahr 2017 schon ihr drittes Thaischach-Event auf die Beine stellen). Foto: Christoph Harder

Wichtiger Supporter des 2015′er Makruk-Memorials war Thailands staatlicher Erdölkonzern PTT, der in seinem Stammland häufig Meisterschaften ausrichtet. Die Marketingabteilung stiftete den Hauptpreis, ein Deko-Set aus Kristall (räumte der 53-jährige Weeraphon Junrasatpanich ab), plus diverse Spielsätze.

Wird Weeraphon Junrasatpanich (vorne re.) auch beim "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" ins Rennen gehen? Dann dürfte der "Präsident", das ist sein stilgerechter Kampfname, in den heiligen Hallen der hansestädtischen Hochschule ähnlich souverän die Konkurrenz auf Distanz halten wie 2015 am selben Ort beim "PTT King Naresuan The Great Tournament" (hier im präsidialen Thaischach-Dialog mit Sumet "Thon" Kraiphlaeng, li.). Foto: Christoph Harder

Wird Weeraphon Junrasatpanich (vorne re.) auch beim “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” ins Rennen gehen? Dann dürfte der “Präsident”, das ist sein stilgerechter Kampfname, in den heiligen Hallen der hansestädtischen Hochschule ähnlich souverän die Konkurrenz auf Distanz halten wie 2015 am selben Ort beim “PTT King Naresuan The Great Tournament” (hier im präsidialen Thaischach-Dialog mit Sumet “Thon” Kraiphlaeng, li.). Foto: Christoph Harder

Die Co-Sponsorin Naresuan University schickte aus dem thailändischen Phitsanulok eine Statuette ihres royalen Patrons und vereinbarte zugleich – nach hartnäckiger Lobbyarbeit durch Makruk-Aficionado René Gralla – eine Kooperation mit Hamburgs Afrika-Asien-Institut. Ehrgeizige Projekte sind inzwischen auf den Weg gebracht: eine Studie, die nach den Wurzeln des Makruk schürft und die Verankerung des Spiels im Kontext der thailändischen Gesellschaft analysiert; und begleitend eine ambitionierte praktische Aktion, die Makruk in entlegene Dörfer bringen soll. Die Planer möchten die Generationen im Spiel vereinen: Kinder aus benachteiligten Familien gewinnen mathematisches Verständnis, ohne auf teure Unterrichtsmaterialien angewiesen zu sein; und Senioren, die per Makruk mit den Kids kommunizieren, bleiben geistig fit und beugen Demenzerkrankungen vor.

Chess Siam-style verbindet die Generationen: Paul Geißler (re.) misst sich 2015 im "PTT King Naresuan The Great Tournament" mit Surasak "Pi Woey" Pradaenschat (li.), und ähnliche Zusammentreffen wird es natürlich auch 2017 beim "Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial" geben. Foto: Christoph Harder

Chess Siam-style verbindet die Generationen: Paul Geißler (re.) misst sich 2015 im “PTT King Naresuan The Great Tournament” mit Surasak “Pi Woey” Pradaenschat (li.), und ähnliche Zusammentreffen wird es natürlich auch 2017 beim “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial” geben. Foto: Christoph Harder

Generationendialog und unterhaltsame Entwicklungshilfe: Makruk macht’s möglich. “Wir haben eine lange und herausfordernde Reise begonnen”, schreibt Professor Dr. Volker Grabowsky, Dekan des Hamburger Fachbereichs Thaiistik und Hausherr des Thailand-Tages 2017, in einem Grußwort zum “Ayutthaya-Thonburi-1767-Makruk-Memorial”.
Spielen und Dinge bewegen, kann es eine glücklichere Kombination geben?!
Die ersten Schritte sind leicht getan: persönlich einchecken zum Thaischach-Turnier am 9. Dezember 2017 bis spätestens 13:00 Uhr in Hamburgs Afrika-Asien-Institut, Edmund-Siemers-Allee 1, Ostflügel, Raum 121.
Makruk?! Makruk! Mehr geht nicht!

Daumen hoch für das dritte Thaischach-Turnier in Hamburg: Co-Organisator René Gralla (Foto: Quang Nguyen-Chi).

Daumen hoch für das dritte Thaischach-Turnier in Hamburg: Co-Organisator René Gralla (Foto: Quang Nguyen-Chi).r

Hamburg Thai Tag 2017 Flyer.pdf

Time Schedule-Symposium-Ayutthaya_final.pdf

Turnierausschreibung: 1. Hamburger Open im koreanischen Schach – Janggi

Janggi Steine

JANGGI – Turnier am Samstag, den 14. Oktober 2017
1. Hamburger Open im koreanischen Schach – Janggi
Die „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“ ist sehr erfreut, ein erstes Turnier im Janggi (Koreanisches Schach) auszurichten.


Dieses Turnier soll der vorläufigen Höhepunkt der vorausgegangenen Aktivitäten der „Spielgemeinschaft Brettspiel Hamburg von 1989“ sein.
Seit einigen Monaten widmet sich die Spielgemeinschaft dem koreanischen Schach Janggi, welches in Korea eine lange Spieltradition als lokales Schachspiel aufweist. Besonders stolz sind wir auf die bereits erhaltenen Zusagen von Teilnehmern aus Russland und Polen, welches uns veranlasste, das Turnier offen für alle Interessenten als OPEN zu veranstalten.

Turnierausschreibung

Termin:
Samstag, der 14. Oktober 2017
Anmeldeschluss: 09.30 Uhr vor Ort

Spielmodus:

Offenes Haupt-Turnier: 5 Runden im Schweizer System
Jugendturnier nach Bedarf (U18); ebenfalls über 5 Runden

Spielzeit
30 Minuten + 30 Sekunden Byoyomi für alle Turnierformen

Zeitplan:

09.00 h – 09.30 h Anmeldung

09.30 h – 09.45 h Begrüßung
10.00 h – 11.30 h Runde 1
11.45 h – 13.15 h Runde 2

13.15 h – 13.45 h Mittagspause

13.45 h – 15.15 h Runde 3
15.30 h – 17.00 h Runde 4
17.15 h – 18.45 h Runde 5

Ca. 19.00 h Siegerehrung

Anmeldung:
Die persönliche Registrierung vor Ort kann für Teilnehmer bis unmittelbar vor Turnierbeginn um 10:00 Uhr erfolgen, sofern sich diese bis zum Freitag, den 13. Oktober 2017 vorangemeldet haben. Dies könnte Anreisewege auch von größeren Distanzen ermöglichen.
Es gibt bereits eine ausreichende Anzahl an vorangemeldeten Teilnehmern.
Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit.

Startgeld:
Dies ist ein reines Amateurturnier, deren Ausgaben ohne weitere Geldgeber aus den Startgeldern bestritten werden müssen.
Die erwachsenen Teilnehmer finanzieren mit ihrem Beitrag die Ausgaben für den Jugendbereich mit.

Erwachsene: 10.- Euro ; Reduzierungen möglich
Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahre: kein Startgeld
Teilnehmer aus dem Ausland: kein Startgeld

Schiedsgericht:
Dieses Turnier wird ausgewertet anhand der bereits bestehenden Rangliste für europäische Spieler. Es werden die derzeit gültigen Regeln der Korea Janggi Association angewandt, nach denen es in einer Partie immer eine siegreiche Partei gibt.
(siehe auch https://en.wikipedia.org/wiki/Janggi)
Hauptschiedsrichter ist Uwe Frischmuth, der im Vorfeld des Turniers die wichtigsten Regeln im Turnier-Janggi erklären wird.

Spielmaterial:
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Preisränge:
1. Platz Trophäe, Sachpreis, Urkunde
2. Platz Sachpreise und Urkunde
Weitere Preise, insbesondere für die Jugendsektionen U14 und U18, sind möglich

Spielort:

Dieses Turnier wird in Kooperation mit unserem Partner veranstaltet, demJohannes-Brahms-Konservatoriumwelches unter anderem eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

In den Wochen vor dem eigentlichen Turnier wird es an gleicher Stelle noch Gelegenheit geben, an Workshops zum koreanischen Schach seine Kenntnisse in diesem traditionsreichen Spiel zu vertiefen.

Teilnehmer aller Veranstaltungen zum koreanischen Schach Janggi begeben sich zum:

Johannes-Brahms-Konservatorium, Ebertallee 55, 22607 Hamburg Nähe S Bahn Othmarschen A-7 Ausfahrt Bahrenfeld – Metrobus I – Bus 186 – Schnellbus 37 http://www.brahms-konservatorium.de/index.php?id=home

Voranmeldungen und Anregungen bitte an die Turnierorganisatoren im Namen der „Spielgemeinschaft Brettspiel Hamburg von 1989“

Kontakt:

Jürgen Woscidlo, jwoscidlo@msn.com, Mobil: 0175 – 75 63 860, bzw.

Dr. Rene Gralla, renegralla@gmx.net, Mobil: 0173 – 230 87 15, bzw.

Uwe Frischmuth, uwefrischmuth@gmx.de, Mobil: 0163 – 79 86 436

Flyer 1. Hamburger Open im Janggi 2017

Janggi Workshops im Sommer

Janggi Brett

Liebe Janggi-Freunde,

am 14.10.2017 wird in Hamburg ein Janggi-Turnier stattfinden.

Es wird dafür zwei Vorbereitungs-Workshops geben, am

  • Donnerstag, 27.07.2017,16:00-18:00 Uhr, und am
  • Donnerstag, 17.08.2017,16:00-18:00 Uhr.

Die Teilnehmeranzahl ist auf maximal 10 Personen begrenzt; eine Anmeldung ist daher erforderlich. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Eingänge berücksichtigt. Schüler der Grundschule Grumbrechtstraße sind bevorzugt Teilnahmeberechtigt.

Es wird um frühzeitige Anmeldung per E-Mail gebeten an:
Jürgen Woscidlo
jwoscidlo@msn.com

Ort:
Gemeindehaus der Ev.-luth. Kirchengemeinde Sinstorf
Sinstorfer Kirchweg 21
21077 Hamburg

Ausschreibung: Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Wappen der Toyotomi

Wappen der Toyotomi

11. März 2017 in Hamburg
Die Hamburger Shôgi-Spieler laden mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Zentralbibliothek zum Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Ort und Zeitplan
Zentralbibliothek
Hühnerposten 1 (Eingang: Arno-Schmidt-Platz), 20097 Hamburg
in Gruppenraum 2.2 (Ebene 2, gegenüber der Sachgruppe F ‚Soziologie‘
5 Gehminuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt

Registrierung 11:00 – 11:20 Uhr
Auslosung 11:20 – 11:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnungsworte 11:30 – 11:45 Uhr
Runde 1 11:45 – 13:15 Uhr
Mittagspause 13:15 – 13:45 Uhr
Runde 2 13:45 – 15:15 Uhr
Runde 3 15:15 – 16:45 Uhr
Runde 4 16:45 – 18:15 Uhr
Siegerehrung 18:30 Uhr

Hinweis: Die Zentralbibliothek öffnet erst um 11:00 Uhr. Vorher gibt es keinen Einlass.

Startgeld
Es wird kein Startgeld erhoben

Spielmodus/-zeit
- Offenes Turnier, vier Runden in zwei oder mehr Mac-Mahon-Gruppen
- 30 Minuten pro Spieler, plus 30 Sekunden Byoyomi
- Weitere Regeln, Haftungs- und Urheberrechte siehe Anhang (PDF-Dokument: Teilnahmebedingungen Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017)

Anmeldung
Zur besseren Planung bitte frühzeitig voranmelden, per Email an renegralla@gmx.net.
Bei der Anmeldung bitte angeben: Name, Vorname, Nationalität und falls vorhanden Elo-Zahl und Kyu-/Dan-Grad. Bei Kindern/Jugendlichen bitte auch das Geburtsjahr angeben. Danke.

Schiedsgericht
Dieses Turnier wird ausgewertet für die Rangliste der FESA.
Das Schiedsgericht wird noch bestimmt.

Spielmaterial
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Verpflegung
Verschiedene Lokalitäten sind fußläufig (5 Min.) erreichbar.

Weitere Hinweise
Die Veranstalter freuen sich über jeden (leisen) Publikumsverkehr und gehen davon aus, dass alle Mitspieler sicher auch nichts dagegen einzuwenden haben.

Bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten und touristischen Wünschen Hamburg betreffend sind wir gerne behilflich.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit
Dr. René Gralla
Fabian Krahe
(Turnierleitung und Organisation)

Anhang:
Ausschreibung Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017
Teilnahmebedingungen Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Angemeldete Teilnehmer

  Nachname Vorname Nationalität Rang Elo
1 van der Lubbe Lex Netherlands 1 Dan 1748
2 Dardour Bilal Germany 2 Kyu 1599
3 Höhne Ritchy Netherlands 3 Kyu 1452
4 Faber Sebastien France 3 Kyu 1442
5 Chan Chung Man Hong Kong 3 Kyu 1390
6 Baldus Julian Germany 5 Kyu 1267
7 Gralla René Germany 6 Kyu 1225
8 Höhne Michael Netherlands 6 Kyu 1224
9 Krahe Fabian Germany 7 Kyu 1175
10 Frischmuth Uwe Deutschland 7 Kyu 1131
11 Grandmarre Antoine France 7 Kyu 1125
12 Müller Jens Germany 8 Kyu 1090
13 Dreier Konrad Germany 8 Kyu 1076
14 Baumgarth Michaela Germany 8 Kyu 1046
15 van Dalfsen Richard Netherlands 7 Kyu 1040
16 Hildebrand Volker Germany - 1019
17 Müller Markus Germany 13 Kyu 698
18 Müller Rolf Germany 15 Kyu 501
19 Pizarro Silva Loreto Netherlands 17 Kyu 476
20 Meinköhn Ian Germany 16 Kyu 462
21 Meinköhn Niels Germany - 416

Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016

Die Originalversion des Schachspiels, nämlich Shatranj, das Schach der Kalifen, kommt zurück anlässlich eines Revival-Turniers am Sonnabend, 22. Oktober 2016, in Hamburg, Germany. Anlass sind die “Arabischen Kulturwochen 2016″, die bis Mitte Dezember 2016 in Hamburg und Bremen stattfinden.

Shatranj-Brett und Figuren by René Gralla

Shatranj-Brett und Figuren by René Gralla

Das historische Turnier, das realisiert wird mit freundlicher Unterstützung des Tunesischen Konsulats in Hamburg sowie der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft, wird eingebettet in einen “Tunesischen Tag”, der zum breit gefächerten Programm der “Arabischen Kulturwochen 2016″ gehört. Der Ort des Turniers im Asien-Afrika-Institut liegt verkehrsgünstig in der Nähe der S-Bahn-Station Hamburg-Dammtor (wo auch Fernzüge halten).

Warum kann man dieses Turnier ohne Übertreibung “historisch” nennen?

Shatranj, das ehrwürdige Schach der Kalifen, ist die Originalversion jenes Schachspiels, nach dessen Regeln über 800 Jahre lang Menschen ihre Partien austrugen weltweit überall dort , wo die Kunst des Mattsetzens gepflegt wurde. Und zwar sowohl in der muslimisch geprägten Hemisphäre als auch im christlichen Abendland, von Bagdad bis Rom, vom maurischen Granada bis nach Paris und Worms im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

https://en.wikipedia.org/wiki/File:A_treatise_on_chess_2.jpg

An illustration from a Persian manuscript “A treatise on chess” The Ambassadors from India present the Chatrang to Khosrow I Anushirwan, “Immortal Soul”, King of Persia; 14th century

Einer der ersten prominenten Fans des besagten Shatranj – in dem “Elefanten” statt “Läufer” das 64-Felder-Brett unsicher machten und diskrete “Wesire” statt dominanter “Damen” ihre Fäden sponnen (siehe Foto oben) – war der berühmte muslimische General ‘Amr ibn al-’As (ca. 585-664), der Ende 639 in Ägypten einmarschierte und im Sturmlauf die Oströmer vertrieb.
Wenige Jahrzehnte später staunten die Zeitgenossen über Sai’id ibn Jubair (665-714), den ersten Champion der Schachgeschichte, der seine Matches quasi “blind”, nämlich ohne Ansicht des Brettes, austragen konnte. Und daher wird jetzt auch das Hamburger Shatranj-Revival-Turnier 2016 zu Ehren des legendären Meisters veranstaltet.

Die ersten Aliyat – die Ehrenbezeichnung ist das Gegenstück zum modernen Titel des Großmeisters – wurden ab 819 von den Kalifen persönlich ernannt, daher kann man das Shatranj mit Fug und Recht auch das Schach der Kalifen nennen. Berühmte Aliyat und Autoren waren al-Adli, ar-Razi und as-Suli, die im 9. und 10. Jahrhundert epochale Lehrbücher publizierten über Taktiken und Strategien im Shatranj.
Dieser reichhaltige kulturelle Schatz ist für die meisten Menschen jedoch leider in Vergessenheit geraten, weil Schach seit dem Ende des 15. Jahrhunderts nicht mehr nach den Regeln des Shatranj gespielt wird. Schließlich wurden im Gefolge massiver Regeländerungen, und zwar ausgehend von Spanien und Italien, im Szenario der 64 Felder die bereits erwähnten “Elefanten”, die aus orientalischen Träumen zu kommen schienen, durch Läufer ersetzt sowie die “Wesire”, die zuvor spielerisch in Geschichten aus Tausendundeiner Nacht entführt hatten, zu Gunsten der Damen in die (denk-)sportgeschichtliche Versenkung geschickt. So dass fortan höchstens noch Spezialisten die inspirierende Schönheit des versunkenen Shatranj-Universums kannten.
Aber jetzt – anlässlich der “Arabischen Kulturwochen 2016″ – erlebt Shatranj, die arabische Originalversion des Schachspiels, ihr längst überfälliges Revival in Gestalt des “Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016” in Hamburg, Germany.

Dann wird auf diese Weise in der Hansestadt an der Elbe ein Stück moderner (Denk-)Sportgeschichte geschrieben – zumal das bevorstehende Turnier noch aus einem anderen Grund äußerst symbolträchtig ist. Denn schon vor gut 100 Jahren, und zwar von 1913 bis 1915, wurde in Deutschland ein erster Anlauf genommen, um das Shatranj wiederzubeleben: mit einem Korrespondenzturnier, das die renommierten Fachmagazine “Deutsches Wochenschach” und “Berliner Schachzeitung” gemeinsam ausschrieben und an dem damalige Topleute wie Walther Freiherr von Holzhausen (1876-1935) teilnahmen.
An jenen Vorstoß vor gut 100 Jahren knüpft im frühen 3. Jahrtausend nun das “Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016″ in Hamburg an. Bereits im November 2015 wurde ein Testlauf, in Form eines Schülerturniers an der Hamburger Grundschule Grumbrechtstraße gestartet. Jetzt wird dem im Rahmen der “Arabischen Kulturwochen 2016″ eine quasi offizielle Note verliehen. Mit dem erklärten Ziel der Organisatoren René Gralla, Jürgen Woscidlo – die unterstützt werden von Hamburgs Shôgi-Webmaster Fabian Krahe – das großartige Originalschach “Shatranj” endlich den Kindern Arabiens zurückzugeben und damit natürlich auch dem Rest der Welt!

Und das wiederum hat zusätzlich eine ganz besondere Bedeutung in diesen Tagen – da ja nach Deutschland viele Menschen aus dem arabischen Kulturraum gekommen sind, und jetzt dürfen diese Menschen mit Stolz erfahren, dass Arabiens Originalschach Shatranj gerade hierzulande neue Wertschätzung erfährt.

Wer sich kurzfristig dazu entschließt, das Shatranj im bevorstehenden Hamburger Turnier auszuprobieren (ein Startgeld wird nicht erhoben!), meldet sich per Email an unter jwoscidlo@msn.com oder renegralla@gmx.net (oder spontan am Turniertag vor Ort im Turniersaal bis spätestens 11.45 Uhr).

Das Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016
ist ein eintägiges Shatranj-Turnier
nach Schnellschach-Regeln / 15 Minuten pro Spieler und Partie,
an der Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg,
Raum 121; Beginn: 12:00 Uhr
Es wird kein Startgeld erhoben


Übrigens nehmen Schachhistoriker eben auch an, dass Shôgi seine Wurzeln gerade nicht in Chinas Xiangqi hat, sondern in Thailands Makruk – und damit eben auch im Shatranj – weil der “Silbergeneral” im Shôgi dem “Khon” im Makruk entspricht, und weil die letztgenannte Figur aus dem Makruk eine Weiterentwicklung des “Elefanten” des Shatranj ist; und außerdem Xiangqi allein der “Wagen” – nicht jedoch der “General” im Xiangqi – genau so zieht wie die Gegenstücke in Shôgi, Makruk und Shatranj.

René Gralla

Ausschreibung: 3. Kyu Cup Hamburg

shogi-steineShogi Turnier am Samstag, den 29. Oktober 2016 in Hamburg
Die „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“ richtet den
Kyu-Cup Hamburg 2016 im Shogi (Japanisches Schach) aus.

Dieses Turnier wird in Kooperation mit unserem Partner veranstaltet, dem

konfuzius-institut-logoTurnierausschreibung

Der Kyu-Cup richtet sich insbesondere an alle SpielerInnen, die aufgrund ihrer Spielstärke sich eher den spielschwächeren Regionen zurechnen. Deshalb sind von reinen Anfängern bis zu Spielern mit einem Rang nicht stärker als 1. Kyu alle willkommen.

Für spielstärkere Spieler (Meisterklasse) wird es nach Bedarf einen eigenen Turniermodus geben, der sich nach der Zahl der Anmeldungen am Spielort um 09.30 Uhr ergibt.

Für alle Jugendspieler, die

-unter 14 Jahre (u 14 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.2001 geboren sind)

-unter 18 Jahre (u 18 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.1997 geboren sind)

wird es jeweils Sonderpreise zu gewinnen geben. Inwieweit Jugendspieler im Hauptturnier spielen oder untereinander bleiben, wird vor Ort entschieden.

Termin:
Samstag, der 29. Oktober 2016
Anmeldeschluss: 09.30 Uhr vor Ort

Spielmodus:
Offenes Haupt-Turnier: fünf Runden im Schweizer System bzw. Mac Mahon.
Meisterklasse bzw. Separates Jugendturnier: Organisationsform je nach Anmeldungen

Spielzeit: 30 Minuten + 30 Sekunden Byoyomi für alle Turnierformen

Zeitplan

09.00 h – 09.30 h Anmeldung

09.30 h – 09.45 h Begrüßung
10.00 h – 11.30 h Runde 1
11.45 h – 13.15 h Runde 2

13.15 h – 13.45 h Mittagspause

13.45 h – 15.15 h Runde 3
15.30 h – 17.00 h Runde 4
17.15 h – 18.45 h Runde 5

Ca. 19.00 h Siegerehrung

Anmeldung:
Die persönliche Registrierung vor Ort kann für Teilnehmer, die sich bis zum Freitag, den 28. Oktober 2016 vorangemeldet haben, bis unmittelbar vor Turnierbeginn um 10:00 Uhr erfolgen. Dies könnte sogar weitere Anreisewege ermöglichen.

Startgeld:
5.- Euro für Erwachsene; 2,50,- Euro für Jugendliche u.a..

Schiedsgericht:
Dieses Turnier wird ausgewertet für die Rangliste der FESA.
Das Schiedsgericht wird noch bestimmt.

Spielmaterial:
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Preisränge:
1. Platz Trophäe, Geldpreis und Urkunde
2. Platz Geldpreis und Urkunde
Ab dem 3. Platz werden Sachpreise vergeben.

Die Anzahl der Preise in den Jugendsektionen richten sich nach den Teilnehmerzahlen.
Garantiert werden aber in der Sektion (u 14) und (u18) jeweils
1. Platz Medaille, Geldpreis und Urkunde
2. Platz Sachpreis und Urkunde

Spielort :

Copyright by: Guanzhong Gao , guanzhonggao@yahoo.de

Copyright by: Guanzhong Gao , guanzhonggao@yahoo.de

Das Konfuzius-Institut im Chinesischen Teehaus ist ein erprobter Veranstalter.
Wir freuen uns auf diese weitere Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut in dessen
– wie oben unschwer zu erkennen ist – attraktiven Räumlichkeiten.

Alle Interessenten für dieses Turnier begeben sich bitte in die Feldbrunnenstraße 68, 20148 Hamburg, hinter dem Museum für Völkerkunde.
(Nähe U-Bahn Station Hallerstraße)

Alle Spieler würden gegen (leisen) Publikumsverkehr bei Ihren Partien wenig einzuwenden haben, da derartige Veranstaltungen auch immer der weiteren Bekanntmachung und Verbreitung des japanischen Schachs dienen, welches jeweils am letzten Donnerstag des Monats im Konfuzius-Institut gespielt wird.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit; Voranmeldungen sind erwünscht.

Uwe Frischmuth
Turnierorganisator; Leiter der „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“
Kontakt: Uwe Frischmuth, uwefrischmuth@gmx.de
Mobil: 0152/28 63 96 43 oder 0163/79 86 436
Aktuelle Informationen auch auf www.shogideutschland.de

Bei Unterbringungsvorschlägen und touristischen Wünschen Hamburg betreffend sind wir gerne behilflich.

Hinweis: Der Punkt “Anmeldung” ist am 21.09.2016 geändert worden.

Ausschreibung Kyu Cup 2016 als PDF-Datei zum Download
Ausschreibung Kyu Cup 2016 als PDF-Datei zum Download mit Änderung vom 21.09.2016

Aktuelle Anmeldeliste

Nr. Name Club/Ort Grade Elo
1 Thomas Heshe Dänemark 1. Kyu 1730
2 Ryohei Yamaguchi Darmstadt N.N. 1541
3 Bilal Dardour Frankfurt 3. Kyu 1440
4 Shinnosuke Katsumura Lübeck 4. Kyu 1356
5 Chung Man Chan Darmstadt 6. Kyu 1348
6 Fabian Krahe Hamburg 7. Kyu 1142
7 René Gralla Hamburg 7. Kyu 1130
8 Guido Freyer Steinwiesen 8. Kyu 1083
9 Konrad Dreier Hamburg 8. Kyu 1065
10 Uwe Frischmuth Hamburg 8. Kyu 1053
11 Martin Wolff Hamburg 10 Kyu 933
12 Oliver Richter Berlin 13 Kyu 793
13 Masaomi Ishii Hamburg 14. Kyu 648
14 Niels Meinköhn Hamburg N.N. 616
15 Rolf Müller Lübeck 15 Kyu 499
16 Ian Meinköhn Hamburg 19 Kyu 273
17 Masanori Hosaka Hamburg N.N. N.N.
18 Marcel Keitsch Dortmund N.N. N.N.