Bericht vom Shôgi Kyu Cup am 4. November 2017 in Hamburg

Berlin vor Hamburg und Düsseldorf. So banal könnte man das Endergebnis des Shôgi Kyu-Cups 2017 beschreiben, welcher dieses Jahr nun schon zum 4.Mal in Hamburg als Eintagesturnier ausgetragen wurde. 8 Teilnehmer waren im Hauptturnier gegeneinander angetreten, 6 davon mit einer annähernd gleicher Leistungsdichte.

Berlin vor Hamburg und Düsseldorf

Berlin vor Hamburg und Düsseldorf

Richard Rödel entführte die Siegerpferd-Trophäe des Hauptturniers mit der möglichen Höchstpunktzahl von 5 Siegen aus 5 Partien erneut nach Berlin, der Stadt mit den meisten Kyu Cup Siegern. Hamburg dürfte über den 2. Platz von Uwe Frischmuth in diesem Turnier auch nicht unglücklich sein – festigte er doch seine spielerische Position in der Hansestadt gegenüber der durchweg gleichwertigen Konkurrenz aus Wolfsburg, Düsseldorf und dem eigenen Lager. Marcel Keitsch durfte sich über seinen dritten Platz freuen. Immerhin hatte er sich gegen Rene Gralla und Ingo Köhler durchgesetzt. Seine Düsseldorfer Kollegen haben ihn auch online sogleich beglückwünscht.

Obgleich die Höchstpunktzahl sehr überzeugend wirkt, musste Richard Rödel als 2. Kyu ausgerechnet gegen Volker Hildebrand- einem 9. Kyu aus Wolfsburg – alles geben, um den Punkt einzufahren. In der letzten Partie behielt Richard trotz Dauerfeuers auf seinen nackten König seine Nervenstärke und Übersicht; setzte sich am Ende mit erfahrenerem Spiel durch. Auffällig für Aussenstehende: er schaute sich stets genau die Möglichkeiten des Gegners mit dessen “Hand” an, um Gegenchancen abzuschätzen. Mit Erfolg!

Richard Rödel bot mit nacktem König seinem vermeintlichem Schicksal die Stirn

Richard Rödel bot mit nacktem König seinem vermeintlichem Schicksal die Stirn

Volker als Unterlegener brauchte sich nicht zu grämen, zeigte er doch eine beachtliche Leistungssteigerung in diesem Spiel, welche trotz seines vermeintlich mageren Endergebnisses von einem Punkt berechtigt auf bessere Zeiten hoffen lässt. Konrad Dreier zeigte auch in diesem Turnier erneut seine stetige Präsenz. Er wurde nur durch die Feinwertung auf den vierten Platz verdrängt. René Gralla aus Hamburg und Ingo Köhler aus Wolfsburg schienen diesmal von ihrer Bestform entfernt. Sie ließen auf ihrem Weg den einen oder anderen Punkt einfach liegen. Unser lokales Urgewächs und hoch geachteter Ur-Trainer Ishii Masaomi musste sich angesichts starker Konkurrenz mit dem letzten Platz zufrieden geben.

Angenehme Atmosphäre beim Kyu Cup 2017

Angenehme Atmosphäre beim Kyu Cup 2017

Auffällig war die gute Stimmung, die bei dieser Veranstaltung von insgesamt 14 Teilnehmern herrschte. Dies war zu einem Gutteil der Teilnahme unserer zweiten Turnierhälfte geschuldet – der Shôgi Boys-Group. Um den krassen Spielunterschieden nicht zuviel Raum zu geben, wurde das Turnier kurzerhand in zwei eigenständige Gruppen unterteilt. 5 Kinder und Jugendliche aus Hamburg und Lübeck setzten sich zusammen mit Rolf Müller ans Brett – und verbreiteten ständig gute Laune. Rolf musste schnell zur Kenntnis nehmen, dass die Jungs ziemlich gefährlich waren- einen Punkt haben sie ihm gnädig gelassen.

Gute Laune bei den Teilnehmern des B-Turniers

Gute Laune bei den Teilnehmern des B-Turniers

Sein Sohn Markus Müller sorgte dagegen mit 4 Punkten aus 5 Spielen ebenso wie der Harburger Niels Meinköhn für den ersten Stichkampf bei einem Kyu Cup. Dieser wurde mit jeweils 8 Minuten und 10 Sekunden Byôyomi pro Spieler vor den kiebitzenden Teilnehmern des Hauptturniers ausgespielt. Niels Meinköhn behielt hierbei letztlich die Oberhand und wurde Sieger des B-Turniers; alles für die Nachwelt auf youtube festgehalten. Einhelliger Kommentar der Beiwohnenden: Kein schlechtes spielerisches Niveau, welches hier zu sehen war! Die Lübecker konnten mit dem 2. Platz in der Tasche stolz nach Hause fahren.

Spannung pur beim Stichkampf der Boys-Group

Spannung pur beim Stichkampf der Boys-Group

Während der Spielpausen zeigte sich die Boys-Group von ihrer besten Seite. Sie hörten einfach nicht auf, gut gelaunt Shôgi zu spielen. Da scheint etwas heranzuwachsen, welches wohl eine “Jugendsparte Nord” begründet. Letztlich spricht auch die hohe Leistungsdichte untereinander eine klare Sprache.

Kurz vor Turnierende eine Überraschung: Norbert Schäfer, ein Hamburger Shôgi-Urgestein mit einer von 2010 gelisteten 2.Kyu-Wertung, stand plötzlich im Turniersaal. In der Hand hielt er mehrere Shôgibücher, die er als Geschenk an die Turnierteilnehmer überreichte. Diese stockten sogleich den Preisfond auf.

Das Konfuzius Institut Hamburg erwies sich wieder einmal als Partner mit idealem Veranstaltungsort, nicht nur wegen der zur Verfügung gestellten Getränke. Die erfolgreiche Zusammenarbeit bei anstehenden Turnieren schlägt sich in Vielem nieder, welches an anderen Veranstaltungsorten ungleich schwerer zu bekommen ist. Das fängt bei den Räumlichkeiten selber an bis zu den gestifteten Preisen für die Teilnehmer. Am wichtigsten ist aber der unterstützende Geist, der auftauchende Probleme sofort im Keim erstickt. Vielen Dank für die Unterstützung!

Bei der Siegerehrung wurden mehrere Dinge angekündigt:
Zum Einen die erneute Durchführung eines zweiten jährlichen Shôgi-Turniers, welches sich in Hamburg zu etablieren scheint. Außerdem der Plan, ein weiteres Turnier in Hamburg anzubieten: als geschlossenes Turnier nur für Dan-Spieler, parallel zum Kyu Cup! Da die Elozahlen allerdings oft genauere Sprache sprechen was die aktuelle Spielstärkeneinstufung betrifft, müssen wir mit den genauen Bedingungen der Ausschreibung noch warten.
Als letzte Ankündigung bleibt – die Ausrichtung des Kyu Cups 2018!

Rene Gralla und Uwe Frischmuth

Turnierleitung


Die Ergebnisse

Shogi Kyu Cup Hamburg 2017 Ergebnisse 30 min Grundbedenkzeit plus 30 sek Byoyomi 5 Runden Schweizer System
Hauptturnier
Startnr. Name Nationalty Rank Elo 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte Platzierung
1 Rudolf Rödel DE 2 kyu 1589 xx 1 1 1 x 1 x 1 5 1
2 Rene Gralla DE 6 kyu 1211 0 xx x 0 1 0 1 x 2 5 Feinwertung
3 Ingo Köhler DE 6 kyu 1178 0 x xx 0 0 x 1 1 2 6 Feinwertung
4 Uwe Frischmuth DE 7 kyu 1161 0 1 1 xx x 1 x 1 4 2
5 Konrad Dreier DE 7 kyu 1117 x 0 1 x xx 0 1 1 3 4 Feinwertung
6 Marcel Keitsch UA 7 kyu 1088 0 1 x 0 1 xx 1 x 3 3 Feinwertung
7 Ishii Masaomi J 12 kyu 704 x 0 0 x 0 0 xx 0 0 8
8 Volker Hildebrand DE 9 kyu 1090 0 x 0 0 0 x 1 xx 1 7
Sieger des Kyu Cups Hamburg 2017 – Rudolf Rödel aus Berlin
Uwe Frischmuth
Spielvereinigung Brettspiel Hamburg von 1989
Turnierleitung
Shogi Kyu Cup Hamburg 2017 Ergebnisse 30 min Grundbedenkzeit plus 30 sek Byoyomi 5 Runden Schweizer System
B-Turnier
Startnr. Name Nationalty Rank Elo 1 2 3 4 5 6 Punkte Platzierung
1 Markus Müller DE 12 kyu 710 xx 1 1 1 1 0 4 2 Stichkampf
2 Niels Meinköhn DE 16 kyu 530 0 xx 1 1 1 1 4 1 Stichkampf
3 Ian Meinköhn DE 15 kyu 509 0 0 xx 1 1 1 3 4 Feinwertung
4 Rolf Müller DE 15 kyu 499 0 0 0 xx 1 0 1 5
5 Sven Meinköhn DE non non 0 0 0 0 xx 0 0 6
6 Anton Borysov UA non 601 1 0 0 1 1 xx 3 3 Feinwertung
Sieger des B-Turniers beim Kyu Cup Hamburg 2017 – Niels Meinköhn aus Hamburg/Harburg
Uwe Frischmuth
Spielgemeinschaft Brettspiel Hamburg von 1989
Turnierleitung

Bericht: Shôgi, Xiangqi und Janggi auf dem Europäischen Go Congress in Oberhof vom 26.-30. Juli 2017

Bericht über die Präsentation und die Organisation eines jeweiligen Turniers von Shôgi, Xiangqi und Janggi beim Europäischen Go Congress in Oberhof vom 26. bis 30. Juli 2017


Die Organisatoren der Europäischen Go Kongresses hatten im Vorfeld angefragt, ob wir nicht asiatische Schachvarianten für die über 800 Kongress-Teilnehmer in irgendeiner Weise während der zwei Wochen des Kongresses anbieten wollen. Schließlich befänden sich unter den vielen internationalen Go Spielern mit Sicherheit einige, die mit Sicherheit eines der drei Spiele – Shôgi, das japanische Schach bzw. Xiangqi, das chinesische Schach oder Janggi, das koreanische Schach – mächtig sind und zur Abwechslung vielleicht eines von Ihnen am Rande des Hauptturniers spielen möchten?!

Dieses Angebot passte in das von mir als “Füllhorn” beschriebene Programm des europäischen Go-Kongresses, der nicht nur eine Unsumme an GoVarianten turniermäßig angebot, sondern durchaus auch Go-fremde Brettspiele für die Teilnehmer mit im Programm hatte.

Der jährliche europäische Go Kongress bietet, ähnlich wie die Europameisterschaft im Shôgi, eine geschlossene und eine offene Europameisterschaft als deren Hauptturniere an. Da jeden Tag nur eine Partie gespielt wird, ist jede Menge Platz für allerlei weiterer Disziplinen in diesen zwei Wochen; nicht immer nur Go betreffend.

Im Rahmen des “The Siblings Of Go” Informationszirkels sollte ein Infostand alle drei Schachvarianten erklären. Japan, China und Korea als große Go Nationen mit einer entsprechenden Anzahl von Teilnehmern am Open hatten jeweils auch eine eigene Schachvariante kultiviert, die ich nicht uneigennützig auch mithilfe eines kleines Turnier am Wochenende vorstellen bzw. im Rahmen eines kleinen Turniers spielen lassen wollte.


Shôgi – japanisches Schach

Jochen Drechsler, Präsident von Shôgi Deutschland, baute seinen Informationsstand für einen Mittwoch vor Ort auf und musste vieles Vielen erklären; was ihm als geübter Shôgi-Spieler und -Pädagoge aber mühelos gelang. Er hatte eine verbesserte Anfängerversion des Spiels mitgebracht, auf deren Steine jeweils eines der japanischen Schriftzeichen mit den Gangart der jeweiligen Steine zusammen aufgebracht war. Eine sehr nützliche Ausgabe, mit denen wir auch als geübte Spieler gerne gespielt haben.

Angekündigt war auf der Webseite des Kongresses (EGC) neben dem Xiangqi- und Janggi- auch das Shôgi-Turnier, in dem der Kongress als Veranstalter und Preisverleiher auftrat; mit entsprechenden Ehrungen bei der Abschlussfeier.

Da ich den Infostand noch zwei weitere Tage alleine weiterbetrieben habe, konnte ich auf dem Registrierzettel für das Turnier den Interessepegel ablesen. Bis auf einen japanischen 1Dan Amateurspieler, der begeistert gleich seine Teilnahme am Go-Wochenend-Turnier absagte, war niemand bis Freitag abend auf der Liste eingetragen.

Zu meiner Überraschung änderte sich dies am Samstag morgen. Bis 11.00 Uhr hatten sich über Nacht zwölf Leute eingetragen, die alle erschienen sind. Die meisten davon hatten Shôgi erst am Infostand gelernt.
Erstaunlich und erfreulich war dies umso mehr, da es am Wochenende für GoSpieler attraktive Veranstaltungen gab, die man entsprechend verpasste.

KRM2017С_07305559Den Spielstärken nach hatten sich besagter japanischer 1 Dan, zwei 6 Kyu Spieler und eine 9 Kyu Spielerin aus Deutschland, eine 15 Kyu Japanerin und einige Anfänger aus Deutschland und Holland, aber auch 2 japanische Rentnerinnen, in die Liste eingeschrieben. Diese gaben mir vor dem Turnier zu verstehen, dass sie beide die Regeln für Shôgi gar nicht kennen würden, aber trotzdem teilnehmen wollten. Das Bild, wie zwei japanische Rentnerinnen mit den deutschen Erklärungstafeln für die Zugfolgen in der Hand ein Turnier spielen – dies alles in einem Saal voll von Go-Spielern – hat sich als Unikum bei mir eingebrannt. Glück für uns: der japanische 1 Dan konnte mich/uns mit den Vorgaberegeln vertraut machen. Die wurden auch sogleich nach seinen Vorstellungen für das 5 rundige Turnier angewandt. Einer der Kongresshelfer nahm die Auslosungen vor. Ich spielte zwar mit, aber außer Konkurrenz, denn auf dem eigenen Turnier Buchpreise abzuräumen fand ich nicht angebracht. So kam es, dass in der offiziellen Liste ein holländischer Anfänger mit 5:0 das Turnier gewann, vor dem Japaner und der 9kyu Spielerin Birgit, die vor Jahren einmal eine Shôgi-Frauenmeisterschaft in Deutschland gewonnen hatte. Meine Vorgabepartie gegen den 1 Dan (er gab mir Turm und Läufer vor) habe ich zwar gewonnen, aber es war angesichts seiner drei Tokins, die er mirakulös bilden konnte, harte Arbeit für mich. Ein schaler Sieg.

Ein Shôgi Roll-up-Banner wurde mehrfach lobend erwähnt. Ich hatte es dekorativ neben das Turnierfeld gestellt. Die Stimmung war familiär und ausgezeichnet. Die vier japanischen TeilnehmerInnen bedankten sich mehrmals herzlich für diese Gelegenheit, Shôgi spielen zu können. Ich hoffe, sie erzählen zuhause kräftig davon.

Die drei Erstplazierten im Shôgi-Turnier:

Mandemaker, Jorik – NL
Utaka, Kiyoshi – JP
Petri, Birgit – D

Im Vorfeld hatte ich einige der reichlich anwesenden Japaner auf Shôgi angesprochen. Als ich mehrere japanische Herren vor dem Abendbrot auf Shôgi ansprach, fragten sie mich nach einigen Fachausdrücken. Jedesmal, wenn ich “tokin” , “furigoma” oder “anaguma” sagte, fingen sie vor Vergnügen an zu lachen. Als ich ihre Frage nach der Anzahl von aktiven Shôgi-Spielern in Deutschland mit ca. 250 angab, klatschten sie sich am lautesten auf die Schenkel. Am Ende des Kongresses kam der offensichtliche Leiter dieser Gruppe auf mich zu. Er freue sich für mein Interesse für Shôgi und gab mir seine Visitenkarte. Sollten sich unsere Wege noch einmal kreuzen würde er dafür sorgen, dass es genügend Shôgi-Spieler bei unserm nächsten Treffen gäbe. Er war sehr angetan. Ich habe ihm sofort eine Kontaktmail gesandt. Wahrscheinlich sehen wir uns wieder beim nächsten Go Kongress in Pisa, Ende Juli bis Mitte August 2018…


Xiangqi – chinesisches Schach Die Erfahrungen mit Xiangqi wären ähnlicher Natur. Noch mehr als Shôgi wurde Xiangqi am Infostand angefragt. Es gab reichlich zu tun im Erklären und Probespielen. Einige deckten sich auch mit neuem Material ein. Das Turnier am Sonntag kam zwar ebenfalls zustande – mit 8 Teilnehmern – litt aber ein wenig unter dem ungünstigen Zeitpunkt, zu dem es angeboten worden war. Es hätte definitiv die meisten Teilnehmer zusammen bekommen. Als Novum führte ich auch hier Vorgaben ein, da die Spielstärkenunterschiede doch arg waren. Es hat keinen Teilnehmer gestört. Gewonnen hat denn auch ein Anfänger dieses Spiel, in dem er seine Schacherfahrung unter Beweis stellen konnte. Obwohl er nebenbei noch die Auslosungen übernahm ! Nachdem er seinen Preis gleich in ein neues Xiangqi Set investiert hatte, wurde abends reichlich weiter gezockt. KRM2017С_07305555

Die Gewinnerreihe im Xiangqi-Turnier:

1. Horatschek, Martin – D
2. Chen, Feiyang – D
3. Grzeschmiok, Anton – D

Bei abendlichen Xiangqi-Zockrunden stellte sich der spätere Gewinner im Janggi Turnier, Liang Zhijie


Janggi – koreanisches Schach

Markus Kottke und Anton Grzeschniok, beides Go Spieler die auch an Xiangqi Turnieren teilnehmen, bildeten eines der Gespanne, die letztlich – zu meiner großen Überraschung – auch noch das Janggi-Turnier mit 10 Teilnehmern möglich machten.
Auch hier wurde im Vorfeld reichlich erklärt und trainiert; in einem Spiel, was für mich auch immer noch relativ neu ist. Aber findige App-Sucher fanden denn auch gleich die entsprechenden elektronischen Trainer im Janggi.

Ich trat erneut als Organisator und Schiedsrichter auf, auch, um Erfahrungen für das kommende Janggi-Turnier am 14. Oktober 2017 in Hamburg zu sammeln.

Zwei Chinesen, zwei Koreaner, ein Vietnamese und die restlichen fünf deutschen Teilnehmer machten ein äußerst spannendes Janggi Turnier möglich. Die Endrunde wurde sogar im Zweikampfmodus ausgetragen, in der Markus Kottke knapp dem chinesischen Sieger Liang Zhijie aus Peking den Vortritt lassen musste. Dritter wurde schon erwähnter Martin Horatschek, der seine neuen Xiangqi-Künste auch im Janggi unter Beweis stellen konnte.

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Das erste Erwachsenenturnier im Janggi in Deutschland war ausgespielt.

Die ersten drei im Janggi-Turnier

1. Liang, Zhijie – Chi
2. Kottke, Markus – D
3. Horatschek, Martin – D

Bei der Schlussfeier am ersten Sonntag wurden die Preise vom Kongress als offizieller Veranstalter auf der Bühne überreicht.
Ich durfte dann auch noch ein paar Worte an die mehreren hundert Anwesenden richten, in dem ich auf die jeweiligen “Geschwister des Go” in Japan, China und Korea aufmerksam machte.


Ausblick

Ich hatte Gelegenheit, mit Italienern – den Organisatoren des nächsten Kongresses – zu sprechen. Diese “Siblings Of Go ” Erfahrung hat mir sehr gut gefallen; ich würde sie fortführen wollen.

Die Italiener würden mir ebenfalls nächstes Jahr die Möglichkeit geben, die drei Schachvarianten vorzustellen. Es ist auch von ihnen aus eine Schach&Go Turnier-Variante geplant, da Schach sehr stark in Pisa und Italien vertreten ist.

Mit ausreichender Vorbereitung würde es also möglich sein, in beiden Szenen für alle drei Varianten zu werben.

In jedem Fall war es für alle ein großes Vergnügen, sich mit den Siblings und ihren Spielerinnen und Spielern zu beschäftigen.

Wohlan!

Uwe Frischmuth
Promoter of “The Siblings Of Go”

Verbeugung am 81-Felder-Brett vor dem großen Daimyo: Bilal Dardour gewinnt das “Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017″ in Hamburg

Japan bestimmt die2017-02-07 Toyotomi Plakat Nachrichtenlage in Deutschlands Norden während der ersten Frühlingswochen. Denn das Kaiserreich ist Partnerland der diesjährigen CeBIT in Hannover vom 20. bis 24. März 2017, und im Zuge dessen wird der aus Tokio angereiste Premier Shinzo Abe auch der Hansestadt Hamburg einen Besuch abstatten.
Quasi als Einstimmung darauf haben die Nippon-Fans einen besonders spannenden Beitrag, den Japan zum Weltkulturerbe geleistet hat, am 11. März 2017 mit einem speziellen Event gewürdigt: 24 Freunde der äußerst dynamischen Schachversion, die auf dem fernöstlichen Archipel entwickelt worden ist, trugen in den Räumen der Hamburger Bücherhallen das “Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017″ aus. Nach vier Runden setzte sich der Frankfurter Bilal Dardour, 2 Kyu, in einem internationalen Teilnehmerfeld durch; neben Spielern, die unter den Farben der Bundesrepublik antraten, gingen Titelanwärter aus den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Türkei und sogar Hongkong ins Rennen.

Die wohl spannendste Partie des Turniers: Bilal Dardour (l.) gegen Julian Baldus (r.) in der letzten Runde

Die wohl spannendste Partie des Turniers: Bilal Dardour (l.) gegen Julian Baldus (r.) in der letzten Runde.

Das Turnier war neben der sportlichen Seite zugleich auch eine Verbeugung vor dem genialen Feldherrn Toyotomi Hideyoshi (1537-1598), der im 16. Jahrhundert die Grundlagen legte für die Beendigung selbstzerstörerischer Bürgerkriege, die damals das Kaiserreich zerrissen. Und da der unvergessene Daimyo, dessen Geburtstag sich am 17. März 2017 zum 480. Mal gejährt hat, zugleich auch das regionale Schach seiner Heimat nach den Berichten der Chronisten sehr schätzte, gedachte folgerichtig und stilgerecht am 81-Felder-Brett die Shôgi-Gemeinde dieser Tage ihres legendären Vorkämpfers, der vom einfachen Bauern zum allseits gefürchteten und respektierten Truppenführer aufgestiegen war.
Ein interaktiver Dialog mit Japans Geschichte, der unter besagtem Leitmotiv jetzt angeknüpft hat an die vor neun Monaten organisierte Auftaktveranstaltung der entsprechend gestarteten kleinen Eventserie in der Elbmetropole: Am 4. Juni 2016 lud die örtliche Shôgi-Community zum “Tokugawa Ieyasu Shogi Memorial 2016″ ins Asien-Afrika-Institut der Universität ein, und zwar als Reverenz an den 500. Todestag jenes Mannes, der die von seinem Vorgänger Toyotomi Hideyoshi begonnene Befriedung Japans vollenden sollte – und der außerdem, weil ebenfalls bekennender Liebhaber der Mattkunst, 1612 das Profiwesen im Shôgisport begründete.

Angespanntes Nachdenken in der Hamburger Bücherhalle.

Angespanntes Nachdenken in der Hamburger Bücherhalle.

Ein Wettbewerb im Nipponschach, um die Besucher der öffentlichen Bücherhallen neugierig zu machen auf das Thema Japan: Dieses Konzept hatte die Bibliotheksleistung davon überzeugt, ihr Haus nun eben für das “Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017″ zu öffnen. Und so verwandelte sich das Zentrum des Wissens, das in Sichtweite des Hamburger Hauptbahnhofes liegt, am zweiten Sonnabend im März in einen Ort, an dem die mentale Variante der fernöstlichen Martial Arts absolut fair – wofür nicht zuletzt Turnierdirektor Fabian Krahe sorgte – und in freundschaftlichem Geist, aber trotzdem auch leidenschaftlich und voller Ehrgeiz zelebriert wurde.

Zum ersten Mal fand ein Shôgi-Turnier in der Hamburger Zentralbibliothek statt. Vor dem Turnierraum konnten Partien analysiert werden und interessierte Besucher der Bücherhalle sich über das japanische Schach informieren

Zum ersten Mal fand ein Shôgi-Turnier in der Hamburger Zentralbibliothek statt. Vor dem Turnierraum konnten Partien analysiert werden und interessierte Besucher der Bücherhalle sich über das japanische Schach informieren.

Mit der Folge, dass auch der eine oder andere Favorit schmerzhaft Federn lassen musste. Der Däne Thomas Heshe, 1 Kyu, der noch im Frühsommer 2016 das “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″ dominiert hatte, kam beim “Toyotomi Hideyoshi”-Nachfolgeturnier über den undankbaren 4. Platz nicht hinaus. Und der niederländische Topfavorit Lex van der Lubbe, 1 Dan, landete überraschend auf dem 6. Platz.

Siegerehrung durch René Gralla. Für die Sieger der 1. und 2. McMahon-Gruppen und den besten Jugendlichen gab es einen Pokal.

Siegerehrung durch René Gralla. Für die Sieger der 1. und 2. McMahon-Gruppen und den besten Jugendlichen gab es einen Pokal.

Dagegen schlug das Team Düsseldorf gleich zweimal zu: Julian Baldus, 5 Kyu, kämpfte sich vor auf den geteilten zweiten Platz (gleichauf mit Hongkongs Vertreter Chung Man Chan, 3 Kyu), und Michaela Baumgarth, 8 Kyu, gewann die Damenkonkurrenz. Volker Hildebrand setzte sich als Sieger der 2. McMahon-Gruppe durch. Jürgen Woscidlo als Sieger der 3. McMahon-Gruppe.

Uwe Frischmuth (r.), bester Hamburger Spieler im Spiel gegen Michael Höhne (l.)

Uwe Frischmuth (r.), bester Hamburger Spieler im Spiel gegen Michael Höhne (l.)

Und noch jemand durfte kräftig jubeln: der 15-jährige Niels Meinköhn, 17 Kyu, hängte die übrigen Jugendspieler ab und bewies, dass sein vergleichbarer Erfolg vor einem Dreivierteljahr nach dem Zieleinlauf des “Tokugawa Ieyasu Memorials 2016″ (Bester der U-18-Wertung) kein One-Day-Wonder gewesen war. Dem Shôgi-Daimyo Toyotomi Hideyoshi, virtueller Patron des 2017-er Memorials in seinem Namen, hätte das gewiss gefallen. Kerem Kuruca als absoluter Neuling, er erlernte die Regel erst vor einigen Wochen, schlug sich tapfer, aber belegte den letzten Platz. Uwe Frischmuth wurde mit einem zehnten Platz bester Hamburger Spieler.
Da haben wir Hamburger noch einige Shôgi-Lektionen aufzuholen. Schließlich hätte es für eine derart schlappe Performance vom Shôgi-Daimyo Toyotomi Hideyoshi beim Morgenappell garantiert einen gewaltigen Anschiss gegeben.

René Gralla und Fabian Krahe

Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017, Germany : 2017-03-11

Nr Name Nat Grade ELO 1 2 3 4 Pts +/-
1 Dardour Bilal DE 2 Kyu 1599 6+ 2+ 5+ 3- 5 +16
2 Chan Chung Man HK 3 Kyu 1390 4+ 1- 11+ 5+ 5 +79
3 Baldus Julian DE 5 Kyu 1267 9+ 5- 7+ 1+ 5 +100
4 Heshe Thomas DK 1 Kyu 1737 2- 17+ 8+ 6+ 5 -4
5 Höhne Ritchy NL 3 Kyu 1452 7+ 3+ 1- 2- 4 +7
6 van der Lubbe Lex NL 1 Dan 1748 1- 15+ 12+ 4- 4 -26
7 Faber Sébastien FR 3 Kyu 1442 5- 10+ 3- 12+ 4 -14
8 Hildebrand Volker DE 1019 14+ 13+ 4- 16+ 4 +71
9 Höhne Michael NL 6 Kyu 1224 3- 12- 17+ 10+ 4 +11
10 Frischmuth Uwe DE 7 Kyu 1131 11+ 7- 13+ 9- 3 +30
11 Krahe Fabian DE 7 Kyu 1175 10- 14+ 2- 19+ 3 +3
12 Dreier Konrad DE 8 Kyu 1076 23+ 9+ 6- 7- 3 +41
13 Köhler Ingo DE 6 Kyu 1219 17- 8- 10- 20+ 3 -41
14 Baumgarth Michaela DE 8 Kyu 1046 8- 11- 22+ 18+ 3 +12
15 Müller Jens DE 8 Kyu 1090 18+ 6- 20- 17+ 3 +24
16 Woscidlo Jürgen DE 921* 24+ 21+ 18+ 8- 3
17 Gralla René DE 6 Kyu 1225 13+ 4- 9- 15- 2 -14
18 Grandmarre Antoine FR 7 Kyu 1125 15- 19+ 16- 14- 2 -44
19 Meinköhn Niels DE 416 22+ 18- 21+ 11- 2 +114
20 Pizarro Silva Loreto NL 17 Kyu 476 21- 24+ 15+ 13- 2 +185
21 Müller Markus DE 13 Kyu 698 20+ 16- 19- 23+ 2 +12
22 Meinköhn Ian DE 16 Kyu 462 19- 23+ 14- 24+ 2 +47
23 Müller Rolf DE 15 Kyu 501 12- 22- 24+ 21- 1 +10
24 Kuruca Kerem TR 1* 16- 20- 23- 22- 0

Promoting Baldus Julian to 4 Kyu
Promoting Hildebrand Volker to 9 Kyu
Promoting Krahe Fabian to 6 Kyu
Promoting Dreier Konrad to 7 Kyu
Promoting Müller Jens to 7 Kyu
Promoting Meinköhn Niels to 16 Kyu
Promoting Pizarro Silva Loreto to 14 Kyu
Promoting Müller Markus to 12 Kyu
Promoting Meinköhn Ian to 15 Kyu

Bilal Dardour (m.), Turniersierger mit den beiden Organisatoren René Gralla (l.) und Fabian Krahe (r.). Foto by Michaela Baumgarth

Bilal Dardour (m.), Turniersierger mit den beiden Organisatoren René Gralla (l.) und Fabian Krahe (r.). Foto by Michaela Baumgarth

Ein geteilter zweiter Platz ging an Chung Man Chan (l.) und Julian Baldus (r.).  Foto von Michaela Baumgarth

Ein geteilter zweiter Platz ging an Chung Man Chan (l.) und Julian Baldus (r.). Foto von Michaela Baumgarth

Bester Jugendspieler wurde Niels Meinköhn (r.). Foto von Michaela Baumgarth

Bester Jugendspieler wurde Niels Meinköhn (r.). Foto von Michaela Baumgarth

Mehr Fotos vom Turnier gibt es auf der Facebook-Seite von Shôgi Düsseldorf: https://www.facebook.com/ShogiDuesseldorf/.

Macht Hamburg zu unserer Shogi-Perle: Uwe Frischmuth (re.), der für seine Platzierung als bester Hanseat beim Toyotomi Hideyoshi Shogi-Memorial von Turnier-Co-Organisator René Gralla (li.) in St. Georgs Szene-Café "Uhrlaub" (wo häufig die elbstädtischen 81-Felder-Zocker mit ihrem Nighttrain einen Stopp einlegen) nachträglich ausgezeichnet wurde mit Urkunde und dem Nordic Daimyo-Ren (in der rechten Hand von René Gralla).

Macht Hamburg zu unserer Shôgi-Perle: Uwe Frischmuth (re.), der für seine Platzierung als bester Hanseat beim Toyotomi Hideyoshi Shogi-Memorial von Turnier-Co-Organisator René Gralla (li.) in St. Georgs Szene-Café “Uhrlaub” (wo häufig die elbstädtischen 81-Felder-Zocker mit ihrem Nighttrain einen Stopp einlegen) nachträglich ausgezeichnet wurde mit Urkunde und dem Nordic Daimyo-Ren (in der rechten Hand von René Gralla).

Im Zeichen des Nordlichts: das Nordic Daimyo-Ren (gestiftet von Ingrid Gralla) als  Auszeichnung und künftiger Glücksbringer für den besten Hamburger Uwe Frischmuth beim Toyotomi Hideyoshi Shogi Memorial 2017. Foto: Uwe Frischmuth

Im Zeichen des Nordlichts: das Nordic Daimyo-Ren (gestiftet von Ingrid Gralla) als Auszeichnung und künftiger Glücksbringer für den besten Hamburger Uwe Frischmuth beim Toyotomi Hideyoshi Shogi Memorial 2017. Foto: Uwe Frischmuth

Epilog: Die freundliche Stifterin des Sonderpreises für den besten Hamburger beim Toyotomi Hideyoshi Memorial 2017, die Shogi-Förderin Ingrid Gralla, ist leider am 27. August 2017 (und damit wenige Tage nach Vollendung ihres 86. Lebensjahres) in Elmshorn verstorben. Foto: Familienarchiv

Epilog: Die freundliche Stifterin des Sonderpreises für den besten Hamburger beim Toyotomi Hideyoshi Memorial 2017, die Shogi-Förderin Ingrid Gralla, ist leider am 27. August 2017 (und damit wenige Tage nach Vollendung ihres 86. Lebensjahres) in Elmshorn verstorben. Foto: Familienarchiv

Ausschreibung: Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Wappen der Toyotomi

Wappen der Toyotomi

11. März 2017 in Hamburg
Die Hamburger Shôgi-Spieler laden mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Zentralbibliothek zum Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Ort und Zeitplan
Zentralbibliothek
Hühnerposten 1 (Eingang: Arno-Schmidt-Platz), 20097 Hamburg
in Gruppenraum 2.2 (Ebene 2, gegenüber der Sachgruppe F ‚Soziologie‘
5 Gehminuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt

Registrierung 11:00 – 11:20 Uhr
Auslosung 11:20 – 11:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnungsworte 11:30 – 11:45 Uhr
Runde 1 11:45 – 13:15 Uhr
Mittagspause 13:15 – 13:45 Uhr
Runde 2 13:45 – 15:15 Uhr
Runde 3 15:15 – 16:45 Uhr
Runde 4 16:45 – 18:15 Uhr
Siegerehrung 18:30 Uhr

Hinweis: Die Zentralbibliothek öffnet erst um 11:00 Uhr. Vorher gibt es keinen Einlass.

Startgeld
Es wird kein Startgeld erhoben

Spielmodus/-zeit
- Offenes Turnier, vier Runden in zwei oder mehr Mac-Mahon-Gruppen
- 30 Minuten pro Spieler, plus 30 Sekunden Byoyomi
- Weitere Regeln, Haftungs- und Urheberrechte siehe Anhang (PDF-Dokument: Teilnahmebedingungen Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017)

Anmeldung
Zur besseren Planung bitte frühzeitig voranmelden, per Email an renegralla@gmx.net.
Bei der Anmeldung bitte angeben: Name, Vorname, Nationalität und falls vorhanden Elo-Zahl und Kyu-/Dan-Grad. Bei Kindern/Jugendlichen bitte auch das Geburtsjahr angeben. Danke.

Schiedsgericht
Dieses Turnier wird ausgewertet für die Rangliste der FESA.
Das Schiedsgericht wird noch bestimmt.

Spielmaterial
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Verpflegung
Verschiedene Lokalitäten sind fußläufig (5 Min.) erreichbar.

Weitere Hinweise
Die Veranstalter freuen sich über jeden (leisen) Publikumsverkehr und gehen davon aus, dass alle Mitspieler sicher auch nichts dagegen einzuwenden haben.

Bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten und touristischen Wünschen Hamburg betreffend sind wir gerne behilflich.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit
Dr. René Gralla
Fabian Krahe
(Turnierleitung und Organisation)

Anhang:
Ausschreibung Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017
Teilnahmebedingungen Toyotomi Hideyoshi Shôgi Memorial 2017

Angemeldete Teilnehmer

  Nachname Vorname Nationalität Rang Elo
1 van der Lubbe Lex Netherlands 1 Dan 1748
2 Dardour Bilal Germany 2 Kyu 1599
3 Höhne Ritchy Netherlands 3 Kyu 1452
4 Faber Sebastien France 3 Kyu 1442
5 Chan Chung Man Hong Kong 3 Kyu 1390
6 Baldus Julian Germany 5 Kyu 1267
7 Gralla René Germany 6 Kyu 1225
8 Höhne Michael Netherlands 6 Kyu 1224
9 Krahe Fabian Germany 7 Kyu 1175
10 Frischmuth Uwe Deutschland 7 Kyu 1131
11 Grandmarre Antoine France 7 Kyu 1125
12 Müller Jens Germany 8 Kyu 1090
13 Dreier Konrad Germany 8 Kyu 1076
14 Baumgarth Michaela Germany 8 Kyu 1046
15 van Dalfsen Richard Netherlands 7 Kyu 1040
16 Hildebrand Volker Germany - 1019
17 Müller Markus Germany 13 Kyu 698
18 Müller Rolf Germany 15 Kyu 501
19 Pizarro Silva Loreto Netherlands 17 Kyu 476
20 Meinköhn Ian Germany 16 Kyu 462
21 Meinköhn Niels Germany - 416

Shôgi-Schulturnier: Grundschule Grumbrechtstraße vs. japanische Grundschule Halstenbek

Von Jürgen Woscidlo

Im November spielten die Schüler der Schach-AG der Grundschule Grumbrechtstraße zum fünften Male gegen die Schüler der japanischen Grundschule Halstenbek. Diesmal waren die Heimfelder ABC-Schützen zu Gast in Halstenbek. Mit dabei waren erfahrene Spieler wie Adriano Americo, Elefterios Petridis, Paul Geißler, Ian Meinköhn, Konrad Leo Adler und einige Neuzugänge wie Efe Ferad und Peter Große, die auf ihre Art für ein gelungenes Turnier sorgten. Mit Enrico Ruccio kehrte ein Urgestein des Shôgis an der Grumbrechtstraße auf die Turnierbühne zurück. Trotz langer Pause holte Enrico zwei wichtige Punkte und errang einen verdienten, geteilten fünften Platz. Efe Ferad, der erst vor kurzem Shôgi erlernte, spielte furchtlos und wurde mit einem Punkt belohnt. Mit zunehmender Spielerfahrung und Training wird er sicher zu einer starken Stütze der Mannschaft werden. Peter Große hatte zwar nicht das Spielglück auf seiner Seite, dafür aber hatte er mit seinen Gegenspielerinnen immer Partien, wo es fröhlich zuging. Diese Fröhlichkeit wirkte sich sehr positiv auf die Atmosphäre aus und dafür gebührt ihm Dank. Die Routiniers spielten sehr durchwachsen.
Paul Geisler spielte ein schwungvolles Angriffsspiel; hatte jedoch in den Runden zwei und drei das Pech unkooperativer Gegner. Mit drei Punkten aus fünf Runden kam er schließlich auf einen geteilten vierten Platz. Elefterios Petridis spielte ein gutes Turnier, blieb aber doch unter seiner eigentlichen Stärke. Schließlich fand er sich in einem Stichkampf um Platz vier mit Mori Hirotomo wieder, als Herr Shibakuki, ein Lehrer der japanischen Schule, welcher als Schiedsrichter zusammen mit Herrn Ishi und Herrn Woscidlo wirkte, in die Partie eingriff. Er zeigte Elefterios Petridis den Gewinnzug. Darauf wurde die Partie abgebrochen. Schließlich einigte sich das Schiedsrichter Trio darauf, den vierten Platz zu teilen. So fanden sich Mori Hirotomo, Elefterios Petridis und Paul Geißler auf dem geteilten vierten Platz wieder. Adriano Americo spielte ein sehr konstantes Turnier, sehr konzentriert und gab lediglich in Runde vier einen Punkt ab: ausgerechnet gegen Ian Meinköhn. Die Belohnung für dieses konzentrierte Spiel war ein verdienter dritter Platz.

Das Spitzenduo dieses Turniers bildeten Ian Meinköhn und Konrad Leo Adler. Beide zogen mit fünf aus fünf Punkten am gesamten Feld vorbei. Ein Stichkampf musste in der sechsten Runde die Entscheidung bringen. Die Partie war kurz, heftig und endete mit einem Sieg für Ian Meinköhn, der damit den ersten Platz belegte. Die japanische Mannschaft verfügte mit Mori Hirotomo über einen brandgefährlichen Spieler. Er agiert sehr geschickt und nutzt jeden Fehler des Gegners sofort aus. Einige Heimfelder Spieler mussten dies sehr schmerzhafte erfahren. Matsui Shotarou und Yanagi Eika spielten ebenfalls mit viel taktischem Geschick und es fehlte manchmal nicht viel zum Sieg. Dadurch waren sie für ihre Mannschaft ein großer Rückhalt. Insgesamt hatte die japanische Mannschaft – gegenüber dem letzten Turnier – an Spielstärke gewonnen. Leider aber werden genau diese Spielerinnen und Spieler im März 2017 die Schule verlassen, womit der Schule eine kampfstarke, sympathische Mannschaft verloren geht.
All unseren japanischen Shôgi-Freunden wünschen wir eine gute Heimkehr nach Japan!

Die Turnierteilnehmer. Foto von Jürgen Woscidlo

Die Turnierteilnehmer. Foto von Jürgen Woscidlo

Großer Dank gebührt den Eltern der japanischen Schule. Diese hatten ein richtiges Buffet auf die Beine gestellt und das gemeinsame Mittagessen war in der Tat so, als säße man bei alten Freunden. Die gesamte warmherzige Atmosphäre der japanischen Schule war einfach wundervoll. Im Juni 2017 erfolgt der Gegenbesuch der japanischen Schule in der Grundschule Grumbrechtstraße.
Denn nach dem Turnier, ist vor dem Turnier!

Grumbrechtstraße vs. Halstenbek 2016-11 – Endtabelle
Nr.: Name 1 2 3 4 5 6 Bemerkungen Endstand Platzierung
1 Paul Geißler 1 0 0 1 1   Geteilter 4. Platz 3 4
2 Ian Meinköhn 1 1 1 1 1 1 1. Plaz nach Stichkampf mit Konrad-Leo Adler 6 1
3 Elefterios Petridis 1 0 1 0 1 Geteilter 4. Platz; Abbruch des Stichkampfes mit Hirotomo Mori, wegen Eingriffs des Schiedsrichters 3 4
4 Adriano Americo 1 1 1 0 1   4 3
5 Efe Ferad 0 0 1 0 0   Geteilter 6. Platz 1 6
7 Peter Große 0 0 0 0 0     0 7
8 Konrad Leo Adler 1 1 1 1 1 0 2. Platz nach Stichkampf mit Ian Meinköhn 5 2
9 Enrico Ruccia 1 0 0 0 1   Geteilter 5. Platz 2 5
10 Yosuke Tosaka 0 0 0 1 1   Geteilter 5. Platz 2 5
11 Shotarou Matsui 0 1 0 1 0   Geteilter 5. Platz 2 5
12 Haruna Ibaragi 0 0 0 1 0   Geteilter 6. Platz 1 6
13 Hana Takahashi 0 0 1 0 0   Geteilter 6. Platz 1 6
14 Hirotomo Mori 1 1 0 1 0   Geteilter 4. Platz; Abbruch des Stichkampfes mit Elefterios Petridis, wegen Eingriffs des Schiedsrichters 3 4
15 Eika Yanagi 0 1 1 0 0   Geteilter 5. Platz 2 5

Zweiter Sieg für den Dänen Thomas Heshe in Hamburg

Hamburg wird zum Vorgarten für Thomas Heshe: Nachdem der Gymnasiallehrer aus dem dänischen Kolding in der Hansestadt bereits vor gut vier Monaten im Frühsommer das “Tokugawa Ieyasu Shogi Memorial 2016″ gewonnen hatte, entschied er jetzt auch den 3. Kyu Cup am 29. Oktober 2016 für sich. Der Leistungsvergleich in der herbstlichen Elbmetropole íst mittlerweile zum festen Bestandteil des Turnierkalenders geworden. Dieses Mal traten im stimmungsvollen chinesischen Teehaus Yu Garden Shôgispieler aus fünf Nationen gegeneinander an, wobei Hamburgs Altmeister Masaomi Ishii-sensei einen Überraschungscoup landete: Er kämpfte sich an starker Konkurrenz vorbei auf den dritten Rang.

René Gralla

Nr Name Nat Grade ELO 1 2 3 4 5 Pts +/-
1 Heshe Thomas DK 1 Kyu 1730 5+ 10- 2+ 11+ 12+ 4 -5
2 Chan Chung Man HK 4 Kyu 1370 12+ 5+ 1- 10+ 14+ 4 67
3 Ishii Masaomi JP 14 Kyu 648 16+ 17+ 8- 4+ 18+ 4 56
4 Meinköhn Ian DE 19 Kyu 273 17+ 18+ 9+ 3- 16+ 4 189
5 Dardour Bilal DE 2 Kyu 1604 1- 2- 10+ 6+ 11+ 3 -8
6 Freyer Guido DE 8 Kyu 1083 14+ 12- 13+ 5- 7+ 3 49
7 Keitsch Marcel DE 960 8- 14+ 16+ 15+ 6- 3 42
8 Wolff Martin DE 10 Kyu 933 7+ 15- 3+ 14- 9+ 3 28
9 Borysov Anton UA 611* 18+ 16+ 4- 17+ 8- 3
10 Katsumura Shinnosuke JP 4 Kyu 1356 11+ 1+ 5- 2- 13- 2 40
11 Hosaka Masanori JP 1311* 10- 13+ 12+ 1- 5- 2
12 Krahe Fabian DE 7 Kyu 1142 2- 6+ 11- 13+ 1- 2 33
13 Gralla René DE 7 Kyu 1130 15+ 11- 6- 12- 10+ 2 46
14 Dreier Konrad DE 8 Kyu 1065 6- 7- 15+ 8+ 2- 2 11
15 Frischmuth Uwe DE 8 Kyu 1053 13- 8+ 14- 7- 17+ 2 -12
16 Meinköhn Niels DE 416* 3- 9- 7- 18+ 4- 1
17 Müller Rolf DE 15 Kyu 499 4- 3- 18+ 9- 15- 1 2
18 Srinath Manish IN 1* 9- 4- 17- 16- 3- 0

Promoting Ishii Masaomi to 12 Kyu
Promoting Meinköhn Ian to 16 Kyu
Promoting Freyer Guido to 7 Kyu
Promoting Keitsch Marcel to 10 Kyu
Promoting Wolff Martin to 9 Kyu

Duell der Verfolger: In der 4. Runde entscheidet sich zwischen Shinnosuke Katsumura (am Brett li.) und Chungman Chan (am Brett re.), wer von den beiden aufschließen kann zum Frontrunner Thomas Heshe (nicht im Bild). Eine hart ausgekämpfte Begegnung, die fasziniert verfolgt wird von (in der hinteren Reihe stehend v. li. nach re.) Hosaka Masanori, René Gralla, Marcel Keitsch und Anton Borysov. Foto: Fabian Krahe

Duell der Verfolger: In der 4. Runde entscheidet sich zwischen Shinnosuke Katsumura (am Brett li.) und Chungman Chan (am Brett re.), wer von den beiden aufschließen kann zum Frontrunner Thomas Heshe (nicht im Bild). Eine hart ausgekämpfte Begegnung, die fasziniert verfolgt wird von (in der hinteren Reihe stehend v. li. nach re.) Hosaka Masanori, René Gralla, Marcel Keitsch und Anton Borysov. Foto: Fabian Krahe

Vordergründig relaxte Atmosphäre, aber in Wahrheit brennt die Luft ... beim 3. Kyu-Cup in Hamburgs Chinesischem Teehaus Yu Garden. Während der 2. Runde versucht sich hier Niels Meinköhn (am Brett im Vordergrund, mit Blickrichtung zur Kamera) zu behaupten gegen Anton Borysov (ganz vorne am Brett, mit dem Rücken zur Kamera), einen hoch ambitionierten jungen Shogi-Neueinsteiger aus Norderstedt. Foto: Fabian Krahe

Vordergründig relaxte Atmosphäre, aber in Wahrheit brennt die Luft … beim 3. Kyu-Cup in Hamburgs Chinesischem Teehaus Yu Garden. Während der 2. Runde versucht sich hier Niels Meinköhn (am Brett im Vordergrund, mit Blickrichtung zur Kamera) zu behaupten gegen Anton Borysov (ganz vorne am Brett, mit dem Rücken zur Kamera), einen hoch ambitionierten jungen Shogi-Neueinsteiger aus Norderstedt. Foto: Fabian Krahe

Das Spitzentrio nach fünf spannenden Runden: Sieger Thomas Heshe (in der Mitte) wird flankiert vom Zweitplatzierten Chungman Chan (li.) und Hamburgs Altmeister Masaomi Ishii (re.). Foto: Fabian Krahe

Das Spitzentrio nach fünf spannenden Runden: Sieger Thomas Heshe (in der Mitte) wird flankiert vom Zweitplatzierten Chungman Chan (li.) und Hamburgs Altmeister Masaomi Ishii (re.). Foto: Fabian Krahe

Bericht: “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″

Der Geist der Geschichte über dem “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″ in Hamburg: Thomas Heshe aus Dänemark gewinnt das Gedenkturnier für den großen Shôgun

renevsbudi_001Traditionsbewusste Japaner haben sich in diesem Jahr 2016, das bald zu Ende gehen wird, voller Respekt und Dankbarkeit erinnert an jenen Mann, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine lange Epoche blutiger Bürgerkriege beendete und die fernöstliche Nation vereinigte: Tokugawa Ieyasu, der große Shôgun. Und da dieser geniale Stratege neben seinen vielfältigen und oft äußerst herausfordernden Staatsgeschäften dennoch Zeit und Muße fand, das zuvor allein von Liebhabern gepflegte Shôgi bereits 1612 in einen echten Profisport zu verwandeln, wurde jetzt anlässlich des Gedenkens an den 400. Todestag von Tokugawa Ieyasu dem berühmten Feldherrn am 4. Juni 2016 in Hamburg das “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″ gewidmet.

2016-06-01 Tokugawa Shogi Memorial WebversionZur Eröffnung des ambitionierten Turniers, das mit freundlicher Unterstützung des Japanischen Generalkonsulats im Rahmen des “Japan Festivals 2016″ im Asien-Afrika-Instutut der Universität Hamburg realisiert wurde, verlas Initiator und Co-Organisator René Gralla eine Reihe von Grußworten, die ihm anlässlich des historischen Wettkampfes aus dem Reich des Tennô übermittelt worden waren. Darunter sogar die persönliche Botschaft eines direkten Nachfahren des fast schon mythischen Daimyo. “Einen erfolgreichen und wunderbaren Tag” wünschte Herr Tokugawa Iehiro, Sohn des derzeitigen 18. Oberhauptes des Hauses Tokugawa (mehr dazu hier). Dem schloss sich an Herr Katsuyuki Mizuno, derzeitiger Chef des Hauses Mizuno (weitere Einzelheiten hier). Schließlich hat die besagte Familie seit dem Aufstieg von Tokugawa Ieyasu an die Spitze des Staates enge Beziehungen unterhalten zum Klan des legendären Shôgun; so war keine Geringere als Lady Odai-no-kata, die Mutter des Tokugawa Ieyasu, eine Tochter des Samurai-Lords Mizuno Tadamasa.

Dank der Unterstützung von Frau Monika Mizuno Bereuter, die selber Angehörige des angesehenen Hauses Mizuno ist (li.), konnte Turnierinitiator René Gralla (re.) zur Eröffnung des Tokugawa Ieyasu-Shogi-Gedenkturniers eine Reihe von Grußworten verlesen, die prominente Persönlichkeiten der japanischen Gesellschaft - allen voran Herr Tokugawa Iehiro, Sohn des derzeitigen 18. Oberhauptes des Hauses Tokugawa - übermittelt hatten. Foto: Rolf Müller

Dank der Unterstützung von Frau Monika Mizuno Bereuter, die selber Angehörige des angesehenen Hauses Mizuno ist (li.), konnte Turnierinitiator René Gralla (re.) zur Eröffnung des Tokugawa Ieyasu-Shogi-Gedenkturniers eine Reihe von Grußworten verlesen, die prominente Persönlichkeiten der japanischen Gesellschaft – allen voran Herr Tokugawa Iehiro, Sohn des derzeitigen 18. Oberhauptes des Hauses Tokugawa – übermittelt hatten. Foto: Rolf Müller

Gewissermaßen im Geiste wandelnd auf den Spuren der stolzen Lady Odai-no-kata drückte ergänzend Frau Mizuno Kayoko, ihrerseits Tochter von Herrn Katsuyuki Mizuno, per Grußwort ihre Freude aus über diese Gedenkveranstaltung zu Ehren von Tokugawa Ieyasu “sogar im fernen Hamburg … in der Form dieses Shôgievents” (siehe auch hier).

Shôgi teaches History starring Shôgun Tokugawa Ieyasu & Family & Friends – wie übrigens auch der Hamburger Wolfgang Geise mit einem wenige Monate zuvor produzierten Shôgi-Clip schon demonstrierte (und zwar nach einem gemeinsam mit René Gralla entwickelten Konzept): Denn natürlich hat dann auch in dieser von Musik der J-Pop-Gruppe Shanadoo unterlegten und frei assoziierten Bilderfolge der Shôgun und Shôgi-Kenner Tokugawa Ieyasu mit einem kurzen Gastauftritt nicht fehlen dürfen (in einer Szene aus einem japanischen Leinwandopus, siehe den Clip bei 2:52 Minuten):

Last not least zeigte sich Herr Uchida Yasuhiro, der Bürgermeister von Okazaki – das ist der Geburtsort von Tokugawa Ieyasu -, in einer Message an die Turnierveranstalter dermaßen begeistert über das Memorial, dass er die Hamburger Shôgigruppe einlud zu einem Besuch in die geschichtsträchtige Stadt (siehe auch hier).

Und der große General wachte über allem: Turnierplakat mit einem Tokugawa Ieyasu zu Pferd (basierend auf einem Foto, das aufgenommen worden war während einer Reenactment-Parade mit Laiendarstellern im April 2013 in Okazaki, der Geburtsstadt des Shogun; Produktion des Plakats: Fabian Krahe) über den Pokalen, die vom Japanischen Generalkonsulat in Hamburg gestiftet worden waren für das "Tokugawa Ieyasu Shogi Memorial 2016". Foto: Rolf Müller

Und der große General wachte über allem: Turnierplakat mit einem Tokugawa Ieyasu zu Pferd (basierend auf einem Foto, das aufgenommen worden war während einer Reenactment-Parade mit Laiendarstellern im April 2013 in Okazaki, der Geburtsstadt des Shogun; Produktion des Plakats: Fabian Krahe) über den Pokalen, die vom Japanischen Generalkonsulat in Hamburg gestiftet worden waren für das “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″. Foto: Rolf Müller

Souveräner Sieger des Turniers war Thomas Heshe. Der 49-jährigen Südskandinavier aus dem jütländischen Kolding, der hauptberuflicher Gymnasiallehrer ist  und der im Go den 3. Dan trägt, dominierte alle Gegner und holte in seinen Partien 100 Prozent der möglichen Punkte.

Den zweiten Platz belegte der 36-jährige Hamburger Konrad Dreier, 11 Kyu, zu dem der 24-jährige Düsseldorfer Julian Baldus (noch ohne Grad) sensationell aufschloss und sich auf den dritten Rang vorschob. Den Newcomerpreis räumte verdient die 25-jährige Düsseldorferin Michaela Baumgarth ab.

Überraschend der Absturz des für Lübeck antretenden Japaners Shinnosuke Katsumura, 4 Kyu, der noch vor Turnierbeginn als Geheimfavorit gehandelt wurde. Er musste sich dreimal geschlagen geben und überquerte als enttäuschender Elfter die Ziellinie. Und auch der erfahrene Wolfsburger Ingo Köhler, 6 Kyu, sowie der stets brandgefährliche Hamburger Sebastian Mellert, 6 Kyu, die beide ebenfalls bloß jeweils einen Punkt holten und abgeschlagen auf den Plätzen 12 und 13 landeten, blieben weit unter ihren Möglichkeiten.

Konzentrierte Spieler beim "Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016"

Konzentrierte Spieler beim “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″

Hingegen sorgte der Hamburger Schüler Niels Meinköhn für einen kleinen Knalleffekt: Der 14-jährige entschied die Jugendwertung für sich und ließ, obwohl selber noch ohne Grad, die nach der Buchform deutlich stärkeren Shinnosuke Katsumura, Ingo Köhler und Sebastian Mellert hinter sich.

Allerdings hatten die solcherart düpierten drei Kyu-Routiniers ausgesprochenes Pech, während Lucky Niels profitieren durfte von den manchmal überraschenden Paarungen, die das digitale Turnierprogramm vorgab: Dank Freilos kassierte Magic Meinköhn einen satten Zähler ein, und den zweiten Punkt knöpfte er seinem jüngeren Bruder Ian ab.

Das Leben und das Shôgi sind ohne Zweifel voller Überraschungen – zumal virtuelle Intelligenzen offenbar manchmal auch ihren eigenen Sinn für Humor haben …

René Gralla

Für Turnierleitung und Organisation waren Fabian Krahe und René Gralla verantwortlich.


Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016 – Hamburg, Germany : 2016-06-04

Nr Name Nat Grade ELO 1 2 3 4 Pts +/-
1 Heshe Thomas DK 2 Kyu 1608 5+ 11+ 6+ 7+ 4 +16
2 Dreier Konrad DE 11 Kyu 947 7+ 14+ 12+ 8+ 4 +118
3 Baldus Julian DE 1080 10+ 17+ 9+ 16+ 4 +20
4 Baumgarth Michaela DE 860 17+ 15+ 10+ 9+ 4 +38
5 Dardour Bilal DE 4 Kyu 1363 1- 12+ 11+ 6+ 3 +31
6 Krahe Fabian DE 7 Kyu 1088 12+ 13+ 1- 5- 2 +54
7 Gralla René DE 8 Kyu 1097 2- 8+ 13+ 1- 2 +33
8 Wolff Martin DE 11 Kyu 928 14+ 7- 16+ 2- 2 +5
9 Woscidlo Jürgen DE 663* 0+ 16+ 3- 4- 2
10 Meinköhn Niels DE 616* 3- 0+ 4- 15+ 2
11 Katsumura Shinnosuke JP 4 Kyu 1379 13+ 1- 5- 12- 1 -23
12 Köhler Ingo DE 6 Kyu 1201 6- 5- 2- 11+ 1 +4
13 Mellert Sebastian DE 6 Kyu 1284 11- 6- 7- 14+ 1 -43
14 Müller Markus DE 15 Kyu 594 8- 2- 15+ 13- 1 +25
15 Meinköhn Ian DE 20 Kyu 170 16+ 4- 14- 10- 1 +103
16 Müller Rolf DE 16 Kyu 514 15- 9- 8- 3- 0 -15
17 Americo Adriano IT 1* 4- 3- 0- 0- 0

Promoting Dreier Konrad to 8 Kyu
Promoting Baldus Julian to 9 Kyu
Promoting Baumgarth Michaela to 11 Kyu
Promoting Gralla René to 7 Kyu
Promoting Wolff Martin to 10 Kyu
Promoting Müller Markus to 14 Kyu
Promoting Meinköhn Ian to 19 Kyu
Promoting Müller Rolf to 15 Kyu

Ausschreibung: 3. Kyu Cup Hamburg

shogi-steineShogi Turnier am Samstag, den 29. Oktober 2016 in Hamburg
Die „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“ richtet den
Kyu-Cup Hamburg 2016 im Shogi (Japanisches Schach) aus.

Dieses Turnier wird in Kooperation mit unserem Partner veranstaltet, dem

konfuzius-institut-logoTurnierausschreibung

Der Kyu-Cup richtet sich insbesondere an alle SpielerInnen, die aufgrund ihrer Spielstärke sich eher den spielschwächeren Regionen zurechnen. Deshalb sind von reinen Anfängern bis zu Spielern mit einem Rang nicht stärker als 1. Kyu alle willkommen.

Für spielstärkere Spieler (Meisterklasse) wird es nach Bedarf einen eigenen Turniermodus geben, der sich nach der Zahl der Anmeldungen am Spielort um 09.30 Uhr ergibt.

Für alle Jugendspieler, die

-unter 14 Jahre (u 14 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.2001 geboren sind)

-unter 18 Jahre (u 18 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.1997 geboren sind)

wird es jeweils Sonderpreise zu gewinnen geben. Inwieweit Jugendspieler im Hauptturnier spielen oder untereinander bleiben, wird vor Ort entschieden.

Termin:
Samstag, der 29. Oktober 2016
Anmeldeschluss: 09.30 Uhr vor Ort

Spielmodus:
Offenes Haupt-Turnier: fünf Runden im Schweizer System bzw. Mac Mahon.
Meisterklasse bzw. Separates Jugendturnier: Organisationsform je nach Anmeldungen

Spielzeit: 30 Minuten + 30 Sekunden Byoyomi für alle Turnierformen

Zeitplan

09.00 h – 09.30 h Anmeldung

09.30 h – 09.45 h Begrüßung
10.00 h – 11.30 h Runde 1
11.45 h – 13.15 h Runde 2

13.15 h – 13.45 h Mittagspause

13.45 h – 15.15 h Runde 3
15.30 h – 17.00 h Runde 4
17.15 h – 18.45 h Runde 5

Ca. 19.00 h Siegerehrung

Anmeldung:
Die persönliche Registrierung vor Ort kann für Teilnehmer, die sich bis zum Freitag, den 28. Oktober 2016 vorangemeldet haben, bis unmittelbar vor Turnierbeginn um 10:00 Uhr erfolgen. Dies könnte sogar weitere Anreisewege ermöglichen.

Startgeld:
5.- Euro für Erwachsene; 2,50,- Euro für Jugendliche u.a..

Schiedsgericht:
Dieses Turnier wird ausgewertet für die Rangliste der FESA.
Das Schiedsgericht wird noch bestimmt.

Spielmaterial:
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Preisränge:
1. Platz Trophäe, Geldpreis und Urkunde
2. Platz Geldpreis und Urkunde
Ab dem 3. Platz werden Sachpreise vergeben.

Die Anzahl der Preise in den Jugendsektionen richten sich nach den Teilnehmerzahlen.
Garantiert werden aber in der Sektion (u 14) und (u18) jeweils
1. Platz Medaille, Geldpreis und Urkunde
2. Platz Sachpreis und Urkunde

Spielort :

Copyright by: Guanzhong Gao , guanzhonggao@yahoo.de

Copyright by: Guanzhong Gao , guanzhonggao@yahoo.de

Das Konfuzius-Institut im Chinesischen Teehaus ist ein erprobter Veranstalter.
Wir freuen uns auf diese weitere Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut in dessen
– wie oben unschwer zu erkennen ist – attraktiven Räumlichkeiten.

Alle Interessenten für dieses Turnier begeben sich bitte in die Feldbrunnenstraße 68, 20148 Hamburg, hinter dem Museum für Völkerkunde.
(Nähe U-Bahn Station Hallerstraße)

Alle Spieler würden gegen (leisen) Publikumsverkehr bei Ihren Partien wenig einzuwenden haben, da derartige Veranstaltungen auch immer der weiteren Bekanntmachung und Verbreitung des japanischen Schachs dienen, welches jeweils am letzten Donnerstag des Monats im Konfuzius-Institut gespielt wird.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit; Voranmeldungen sind erwünscht.

Uwe Frischmuth
Turnierorganisator; Leiter der „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“
Kontakt: Uwe Frischmuth, uwefrischmuth@gmx.de
Mobil: 0152/28 63 96 43 oder 0163/79 86 436
Aktuelle Informationen auch auf www.shogideutschland.de

Bei Unterbringungsvorschlägen und touristischen Wünschen Hamburg betreffend sind wir gerne behilflich.

Hinweis: Der Punkt “Anmeldung” ist am 21.09.2016 geändert worden.

Ausschreibung Kyu Cup 2016 als PDF-Datei zum Download
Ausschreibung Kyu Cup 2016 als PDF-Datei zum Download mit Änderung vom 21.09.2016

Aktuelle Anmeldeliste

Nr. Name Club/Ort Grade Elo
1 Thomas Heshe Dänemark 1. Kyu 1730
2 Ryohei Yamaguchi Darmstadt N.N. 1541
3 Bilal Dardour Frankfurt 3. Kyu 1440
4 Shinnosuke Katsumura Lübeck 4. Kyu 1356
5 Chung Man Chan Darmstadt 6. Kyu 1348
6 Fabian Krahe Hamburg 7. Kyu 1142
7 René Gralla Hamburg 7. Kyu 1130
8 Guido Freyer Steinwiesen 8. Kyu 1083
9 Konrad Dreier Hamburg 8. Kyu 1065
10 Uwe Frischmuth Hamburg 8. Kyu 1053
11 Martin Wolff Hamburg 10 Kyu 933
12 Oliver Richter Berlin 13 Kyu 793
13 Masaomi Ishii Hamburg 14. Kyu 648
14 Niels Meinköhn Hamburg N.N. 616
15 Rolf Müller Lübeck 15 Kyu 499
16 Ian Meinköhn Hamburg 19 Kyu 273
17 Masanori Hosaka Hamburg N.N. N.N.
18 Marcel Keitsch Dortmund N.N. N.N.

 

Endtabelle Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016

Wir haben nun endlich die FESA-Auswertung bekommen und veröffentlichen nachfolgend die Endtabelle für das

Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016 – Hamburg, Germany : 2016-06-04

Nr Name Nat Grade ELO 1 2 3 4 Pts +/-
1 Heshe Thomas DK 2 Kyu 1608 5+ 11+ 6+ 7+ 4 +16
2 Dreier Konrad DE 11 Kyu 947 7+ 14+ 12+ 8+ 4 +118
3 Baldus Julian DE 1080 10+ 17+ 9+ 16+ 4 +20
4 Baumgarth Michaela DE 860 17+ 15+ 10+ 9+ 4 +38
5 Dardour Bilal DE 4 Kyu 1363 1- 12+ 11+ 6+ 3 +31
6 Krahe Fabian DE 7 Kyu 1088 12+ 13+ 1- 5- 2 +54
7 Gralla René DE 8 Kyu 1097 2- 8+ 13+ 1- 2 +33
8 Wolff Martin DE 11 Kyu 928 14+ 7- 16+ 2- 2 +5
9 Woscidlo Jürgen DE 663* 0+ 16+ 3- 4- 2
10 Meinköhn Niels DE 616* 3- 0+ 4- 15+ 2
11 Katsumura Shinnosuke JP 4 Kyu 1379 13+ 1- 5- 12- 1 -23
12 Köhler Ingo DE 6 Kyu 1201 6- 5- 2- 11+ 1 +4
13 Mellert Sebastian DE 6 Kyu 1284 11- 6- 7- 14+ 1 -43
14 Müller Markus DE 15 Kyu 594 8- 2- 15+ 13- 1 +25
15 Meinköhn Ian DE 20 Kyu 170 16+ 4- 14- 10- 1 +103
16 Müller Rolf DE 16 Kyu 514 15- 9- 8- 3- 0 -15
17 Americo Adriano IT 1* 4- 3- 0- 0- 0

Promoting Dreier Konrad to 8 Kyu
Promoting Baldus Julian to 9 Kyu
Promoting Baumgarth Michaela to 11 Kyu
Promoting Gralla René to 7 Kyu
Promoting Wolff Martin to 10 Kyu
Promoting Müller Markus to 14 Kyu
Promoting Meinköhn Ian to 19 Kyu
Promoting Müller Rolf to 15 Kyu

Ausschreibung: Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016

Wappen des ShogunatsTokugawa 徳川家 家紋

Wappen der Tokugawa
徳川家 家紋

4. Juni 2016 in Hamburg
Die Shogi-Community von Hamburg lädt mit freundlicher Unterstützung des Generalkonsulats von Japan in Hamburg zum Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016 im Rahmen des Japan Festivals 2016 am Sonnabend, 4. Juni 2016, nach Hamburg.

Ort und Zeitplan
Afrika-Asien-Institut der Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Registrierung 11:00 – 11:20 Uhr
Auslosung 11:20 – 11:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnungsworte 11:30 – 11:45 Uhr
Runde 1 11:45 – 13:15 Uhr
Mittagspause 13:15 – 13:45 Uhr
Runde 2 13:45 – 15:15 Uhr
Runde 3 15:15 – 16:45 Uhr
Runde 4 16:45 – 18:15 Uhr
Siegerehrung 18:30 Uhr

Startgeld
Es wird kein Startgeld erhoben

Spielmodus/-zeit
- Offenes Turnier, vier Runden im Schweizer System
- 30 Minuten pro Spieler, plus 30 Sekunden Byoyomi
- Weitere Regeln, Haftungs- und Urheberrechte siehe hier (pdf-Dokument)

Anmeldung
Zur besseren Planung bitte frühzeitig voranmelden, per Email an renegralla@gmx.net
Bei Kindern bitte das Geburtsjahr angeben. Danke.

Angemeldete Teilnehmer

Nachname Vorname Nationalität Rang Elo
1 Dardour Bilal Germany 4 Kyu 1363
2 Krahe Fabian Germany 7 Kyu 1088
3 Gralla René Germany 8 Kyu 1097
4 Mellert Sebastian Germany 6 Kyu 1284
5 Katsumura Shinnosuke Japan 4 Kyu 1379
6 Müller Rolf Germany 16 Kyu 514
7 Müller Markus Germany 15 Kyu 594
8 Woscidlo Jürgen Germany N.N. N.N.
9 Wolff Martin Germany 11 Kyu 928
10 Adler Konrad-Leo Germany 13 Kyu 740
11 Baldus Julian Germany N.N. 1080
12 Köhler Ingo Germany 6 Kyu 1201
13 Dreier Konrad Germany 11 Kyu 947
14 Baumgarth Michaela Germany N.N. 860
15 Americo Adriano Italy N.N. N.N.
16 Meinköhn Ian Germany 20 kyu 170
17 Meinköhn Niels Germany N.N. N.N.