Bericht: “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″

Der Geist der Geschichte über dem “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″ in Hamburg: Thomas Heshe aus Dänemark gewinnt das Gedenkturnier für den großen Shôgun

renevsbudi_001Traditionsbewusste Japaner haben sich in diesem Jahr 2016, das bald zu Ende gehen wird, voller Respekt und Dankbarkeit erinnert an jenen Mann, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine lange Epoche blutiger Bürgerkriege beendete und die fernöstliche Nation vereinigte: Tokugawa Ieyasu, der große Shôgun. Und da dieser geniale Stratege neben seinen vielfältigen und oft äußerst herausfordernden Staatsgeschäften dennoch Zeit und Muße fand, das zuvor allein von Liebhabern gepflegte Shôgi bereits 1612 in einen echten Profisport zu verwandeln, wurde jetzt anlässlich des Gedenkens an den 400. Todestag von Tokugawa Ieyasu dem berühmten Feldherrn am 4. Juni 2016 in Hamburg das “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″ gewidmet.

2016-06-01 Tokugawa Shogi Memorial WebversionZur Eröffnung des ambitionierten Turniers, das mit freundlicher Unterstützung des Japanischen Generalkonsulats im Rahmen des “Japan Festivals 2016″ im Asien-Afrika-Instutut der Universität Hamburg realisiert wurde, verlas Initiator und Co-Organisator René Gralla eine Reihe von Grußworten, die ihm anlässlich des historischen Wettkampfes aus dem Reich des Tennô übermittelt worden waren. Darunter sogar die persönliche Botschaft eines direkten Nachfahren des fast schon mythischen Daimyo. “Einen erfolgreichen und wunderbaren Tag” wünschte Herr Tokugawa Iehiro, Sohn des derzeitigen 18. Oberhauptes des Hauses Tokugawa (mehr dazu hier). Dem schloss sich an Herr Katsuyuki Mizuno, derzeitiger Chef des Hauses Mizuno (weitere Einzelheiten hier). Schließlich hat die besagte Familie seit dem Aufstieg von Tokugawa Ieyasu an die Spitze des Staates enge Beziehungen unterhalten zum Klan des legendären Shôgun; so war keine Geringere als Lady Odai-no-kata, die Mutter des Tokugawa Ieyasu, eine Tochter des Samurai-Lords Mizuno Tadamasa.

Dank der Unterstützung von Frau Monika Mizuno Bereuter, die selber Angehörige des angesehenen Hauses Mizuno ist (li.), konnte Turnierinitiator René Gralla (re.) zur Eröffnung des Tokugawa Ieyasu-Shogi-Gedenkturniers eine Reihe von Grußworten verlesen, die prominente Persönlichkeiten der japanischen Gesellschaft - allen voran Herr Tokugawa Iehiro, Sohn des derzeitigen 18. Oberhauptes des Hauses Tokugawa - übermittelt hatten. Foto: Rolf Müller

Dank der Unterstützung von Frau Monika Mizuno Bereuter, die selber Angehörige des angesehenen Hauses Mizuno ist (li.), konnte Turnierinitiator René Gralla (re.) zur Eröffnung des Tokugawa Ieyasu-Shogi-Gedenkturniers eine Reihe von Grußworten verlesen, die prominente Persönlichkeiten der japanischen Gesellschaft – allen voran Herr Tokugawa Iehiro, Sohn des derzeitigen 18. Oberhauptes des Hauses Tokugawa – übermittelt hatten. Foto: Rolf Müller

Gewissermaßen im Geiste wandelnd auf den Spuren der stolzen Lady Odai-no-kata drückte ergänzend Frau Mizuno Kayoko, ihrerseits Tochter von Herrn Katsuyuki Mizuno, per Grußwort ihre Freude aus über diese Gedenkveranstaltung zu Ehren von Tokugawa Ieyasu “sogar im fernen Hamburg … in der Form dieses Shôgievents” (siehe auch hier).

Shôgi teaches History starring Shôgun Tokugawa Ieyasu & Family & Friends – wie übrigens auch der Hamburger Wolfgang Geise mit einem wenige Monate zuvor produzierten Shôgi-Clip schon demonstrierte (und zwar nach einem gemeinsam mit René Gralla entwickelten Konzept): Denn natürlich hat dann auch in dieser von Musik der J-Pop-Gruppe Shanadoo unterlegten und frei assoziierten Bilderfolge der Shôgun und Shôgi-Kenner Tokugawa Ieyasu mit einem kurzen Gastauftritt nicht fehlen dürfen (in einer Szene aus einem japanischen Leinwandopus, siehe den Clip bei 2:52 Minuten):

Last not least zeigte sich Herr Uchida Yasuhiro, der Bürgermeister von Okazaki – das ist der Geburtsort von Tokugawa Ieyasu -, in einer Message an die Turnierveranstalter dermaßen begeistert über das Memorial, dass er die Hamburger Shôgigruppe einlud zu einem Besuch in die geschichtsträchtige Stadt (siehe auch hier).

Und der große General wachte über allem: Turnierplakat mit einem Tokugawa Ieyasu zu Pferd (basierend auf einem Foto, das aufgenommen worden war während einer Reenactment-Parade mit Laiendarstellern im April 2013 in Okazaki, der Geburtsstadt des Shogun; Produktion des Plakats: Fabian Krahe) über den Pokalen, die vom Japanischen Generalkonsulat in Hamburg gestiftet worden waren für das "Tokugawa Ieyasu Shogi Memorial 2016". Foto: Rolf Müller

Und der große General wachte über allem: Turnierplakat mit einem Tokugawa Ieyasu zu Pferd (basierend auf einem Foto, das aufgenommen worden war während einer Reenactment-Parade mit Laiendarstellern im April 2013 in Okazaki, der Geburtsstadt des Shogun; Produktion des Plakats: Fabian Krahe) über den Pokalen, die vom Japanischen Generalkonsulat in Hamburg gestiftet worden waren für das “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″. Foto: Rolf Müller

Souveräner Sieger des Turniers war Thomas Heshe. Der 49-jährigen Südskandinavier aus dem jütländischen Kolding, der hauptberuflicher Gymnasiallehrer ist  und der im Go den 3. Dan trägt, dominierte alle Gegner und holte in seinen Partien 100 Prozent der möglichen Punkte.

Den zweiten Platz belegte der 36-jährige Hamburger Konrad Dreier, 11 Kyu, zu dem der 24-jährige Düsseldorfer Julian Baldus (noch ohne Grad) sensationell aufschloss und sich auf den dritten Rang vorschob. Den Newcomerpreis räumte verdient die 25-jährige Düsseldorferin Michaela Baumgarth ab.

Überraschend der Absturz des für Lübeck antretenden Japaners Shinnosuke Katsumura, 4 Kyu, der noch vor Turnierbeginn als Geheimfavorit gehandelt wurde. Er musste sich dreimal geschlagen geben und überquerte als enttäuschender Elfter die Ziellinie. Und auch der erfahrene Wolfsburger Ingo Köhler, 6 Kyu, sowie der stets brandgefährliche Hamburger Sebastian Mellert, 6 Kyu, die beide ebenfalls bloß jeweils einen Punkt holten und abgeschlagen auf den Plätzen 12 und 13 landeten, blieben weit unter ihren Möglichkeiten.

Konzentrierte Spieler beim "Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016"

Konzentrierte Spieler beim “Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016″

Hingegen sorgte der Hamburger Schüler Niels Meinköhn für einen kleinen Knalleffekt: Der 14-jährige entschied die Jugendwertung für sich und ließ, obwohl selber noch ohne Grad, die nach der Buchform deutlich stärkeren Shinnosuke Katsumura, Ingo Köhler und Sebastian Mellert hinter sich.

Allerdings hatten die solcherart düpierten drei Kyu-Routiniers ausgesprochenes Pech, während Lucky Niels profitieren durfte von den manchmal überraschenden Paarungen, die das digitale Turnierprogramm vorgab: Dank Freilos kassierte Magic Meinköhn einen satten Zähler ein, und den zweiten Punkt knöpfte er seinem jüngeren Bruder Ian ab.

Das Leben und das Shôgi sind ohne Zweifel voller Überraschungen – zumal virtuelle Intelligenzen offenbar manchmal auch ihren eigenen Sinn für Humor haben …

René Gralla

Für Turnierleitung und Organisation waren Fabian Krahe und René Gralla verantwortlich.


Tokugawa Ieyasu Shôgi Memorial 2016 – Hamburg, Germany : 2016-06-04

Nr Name Nat Grade ELO 1 2 3 4 Pts +/-
1 Heshe Thomas DK 2 Kyu 1608 5+ 11+ 6+ 7+ 4 +16
2 Dreier Konrad DE 11 Kyu 947 7+ 14+ 12+ 8+ 4 +118
3 Baldus Julian DE 1080 10+ 17+ 9+ 16+ 4 +20
4 Baumgarth Michaela DE 860 17+ 15+ 10+ 9+ 4 +38
5 Dardour Bilal DE 4 Kyu 1363 1- 12+ 11+ 6+ 3 +31
6 Krahe Fabian DE 7 Kyu 1088 12+ 13+ 1- 5- 2 +54
7 Gralla René DE 8 Kyu 1097 2- 8+ 13+ 1- 2 +33
8 Wolff Martin DE 11 Kyu 928 14+ 7- 16+ 2- 2 +5
9 Woscidlo Jürgen DE 663* 0+ 16+ 3- 4- 2
10 Meinköhn Niels DE 616* 3- 0+ 4- 15+ 2
11 Katsumura Shinnosuke JP 4 Kyu 1379 13+ 1- 5- 12- 1 -23
12 Köhler Ingo DE 6 Kyu 1201 6- 5- 2- 11+ 1 +4
13 Mellert Sebastian DE 6 Kyu 1284 11- 6- 7- 14+ 1 -43
14 Müller Markus DE 15 Kyu 594 8- 2- 15+ 13- 1 +25
15 Meinköhn Ian DE 20 Kyu 170 16+ 4- 14- 10- 1 +103
16 Müller Rolf DE 16 Kyu 514 15- 9- 8- 3- 0 -15
17 Americo Adriano IT 1* 4- 3- 0- 0- 0

Promoting Dreier Konrad to 8 Kyu
Promoting Baldus Julian to 9 Kyu
Promoting Baumgarth Michaela to 11 Kyu
Promoting Gralla René to 7 Kyu
Promoting Wolff Martin to 10 Kyu
Promoting Müller Markus to 14 Kyu
Promoting Meinköhn Ian to 19 Kyu
Promoting Müller Rolf to 15 Kyu

Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016

Die Originalversion des Schachspiels, nämlich Shatranj, das Schach der Kalifen, kommt zurück anlässlich eines Revival-Turniers am Sonnabend, 22. Oktober 2016, in Hamburg, Germany. Anlass sind die “Arabischen Kulturwochen 2016″, die bis Mitte Dezember 2016 in Hamburg und Bremen stattfinden.

Shatranj-Brett und Figuren by René Gralla

Shatranj-Brett und Figuren by René Gralla

Das historische Turnier, das realisiert wird mit freundlicher Unterstützung des Tunesischen Konsulats in Hamburg sowie der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft, wird eingebettet in einen “Tunesischen Tag”, der zum breit gefächerten Programm der “Arabischen Kulturwochen 2016″ gehört. Der Ort des Turniers im Asien-Afrika-Institut liegt verkehrsgünstig in der Nähe der S-Bahn-Station Hamburg-Dammtor (wo auch Fernzüge halten).

Warum kann man dieses Turnier ohne Übertreibung “historisch” nennen?

Shatranj, das ehrwürdige Schach der Kalifen, ist die Originalversion jenes Schachspiels, nach dessen Regeln über 800 Jahre lang Menschen ihre Partien austrugen weltweit überall dort , wo die Kunst des Mattsetzens gepflegt wurde. Und zwar sowohl in der muslimisch geprägten Hemisphäre als auch im christlichen Abendland, von Bagdad bis Rom, vom maurischen Granada bis nach Paris und Worms im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

https://en.wikipedia.org/wiki/File:A_treatise_on_chess_2.jpg

An illustration from a Persian manuscript “A treatise on chess” The Ambassadors from India present the Chatrang to Khosrow I Anushirwan, “Immortal Soul”, King of Persia; 14th century

Einer der ersten prominenten Fans des besagten Shatranj – in dem “Elefanten” statt “Läufer” das 64-Felder-Brett unsicher machten und diskrete “Wesire” statt dominanter “Damen” ihre Fäden sponnen (siehe Foto oben) – war der berühmte muslimische General ‘Amr ibn al-’As (ca. 585-664), der Ende 639 in Ägypten einmarschierte und im Sturmlauf die Oströmer vertrieb.
Wenige Jahrzehnte später staunten die Zeitgenossen über Sai’id ibn Jubair (665-714), den ersten Champion der Schachgeschichte, der seine Matches quasi “blind”, nämlich ohne Ansicht des Brettes, austragen konnte. Und daher wird jetzt auch das Hamburger Shatranj-Revival-Turnier 2016 zu Ehren des legendären Meisters veranstaltet.

Die ersten Aliyat – die Ehrenbezeichnung ist das Gegenstück zum modernen Titel des Großmeisters – wurden ab 819 von den Kalifen persönlich ernannt, daher kann man das Shatranj mit Fug und Recht auch das Schach der Kalifen nennen. Berühmte Aliyat und Autoren waren al-Adli, ar-Razi und as-Suli, die im 9. und 10. Jahrhundert epochale Lehrbücher publizierten über Taktiken und Strategien im Shatranj.
Dieser reichhaltige kulturelle Schatz ist für die meisten Menschen jedoch leider in Vergessenheit geraten, weil Schach seit dem Ende des 15. Jahrhunderts nicht mehr nach den Regeln des Shatranj gespielt wird. Schließlich wurden im Gefolge massiver Regeländerungen, und zwar ausgehend von Spanien und Italien, im Szenario der 64 Felder die bereits erwähnten “Elefanten”, die aus orientalischen Träumen zu kommen schienen, durch Läufer ersetzt sowie die “Wesire”, die zuvor spielerisch in Geschichten aus Tausendundeiner Nacht entführt hatten, zu Gunsten der Damen in die (denk-)sportgeschichtliche Versenkung geschickt. So dass fortan höchstens noch Spezialisten die inspirierende Schönheit des versunkenen Shatranj-Universums kannten.
Aber jetzt – anlässlich der “Arabischen Kulturwochen 2016″ – erlebt Shatranj, die arabische Originalversion des Schachspiels, ihr längst überfälliges Revival in Gestalt des “Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016” in Hamburg, Germany.

Dann wird auf diese Weise in der Hansestadt an der Elbe ein Stück moderner (Denk-)Sportgeschichte geschrieben – zumal das bevorstehende Turnier noch aus einem anderen Grund äußerst symbolträchtig ist. Denn schon vor gut 100 Jahren, und zwar von 1913 bis 1915, wurde in Deutschland ein erster Anlauf genommen, um das Shatranj wiederzubeleben: mit einem Korrespondenzturnier, das die renommierten Fachmagazine “Deutsches Wochenschach” und “Berliner Schachzeitung” gemeinsam ausschrieben und an dem damalige Topleute wie Walther Freiherr von Holzhausen (1876-1935) teilnahmen.
An jenen Vorstoß vor gut 100 Jahren knüpft im frühen 3. Jahrtausend nun das “Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016″ in Hamburg an. Bereits im November 2015 wurde ein Testlauf, in Form eines Schülerturniers an der Hamburger Grundschule Grumbrechtstraße gestartet. Jetzt wird dem im Rahmen der “Arabischen Kulturwochen 2016″ eine quasi offizielle Note verliehen. Mit dem erklärten Ziel der Organisatoren René Gralla, Jürgen Woscidlo – die unterstützt werden von Hamburgs Shôgi-Webmaster Fabian Krahe – das großartige Originalschach “Shatranj” endlich den Kindern Arabiens zurückzugeben und damit natürlich auch dem Rest der Welt!

Und das wiederum hat zusätzlich eine ganz besondere Bedeutung in diesen Tagen – da ja nach Deutschland viele Menschen aus dem arabischen Kulturraum gekommen sind, und jetzt dürfen diese Menschen mit Stolz erfahren, dass Arabiens Originalschach Shatranj gerade hierzulande neue Wertschätzung erfährt.

Wer sich kurzfristig dazu entschließt, das Shatranj im bevorstehenden Hamburger Turnier auszuprobieren (ein Startgeld wird nicht erhoben!), meldet sich per Email an unter jwoscidlo@msn.com oder renegralla@gmx.net (oder spontan am Turniertag vor Ort im Turniersaal bis spätestens 11.45 Uhr).

Das Sa’id ibn Jubair-Shatranj-Memorial 2016
ist ein eintägiges Shatranj-Turnier
nach Schnellschach-Regeln / 15 Minuten pro Spieler und Partie,
an der Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg,
Raum 121; Beginn: 12:00 Uhr
Es wird kein Startgeld erhoben


Übrigens nehmen Schachhistoriker eben auch an, dass Shôgi seine Wurzeln gerade nicht in Chinas Xiangqi hat, sondern in Thailands Makruk – und damit eben auch im Shatranj – weil der “Silbergeneral” im Shôgi dem “Khon” im Makruk entspricht, und weil die letztgenannte Figur aus dem Makruk eine Weiterentwicklung des “Elefanten” des Shatranj ist; und außerdem Xiangqi allein der “Wagen” – nicht jedoch der “General” im Xiangqi – genau so zieht wie die Gegenstücke in Shôgi, Makruk und Shatranj.

René Gralla

Shôgi in the Pubs!

20161012_004410 Night ShogiAusgehen auch mal anders: In beliebten Hang-outs wie dem Pub “Frau Möller” an der Langen Reihe in Hamburgs Szeneviertel St. Georg sind zu vorgerückter Stunde häufig die Shôgi-Aktivisten Uwe Frischmuth und René Gralla anzutreffen, wie sie dort eine Partie nach der anderen zocken – und das total gnadenlos, bis die freundlichen Tresenkräfte das Ende des Ausschanks ankündigen (siehe das Bilddokument, aufgenommen am frühen Morgen des 12. Oktober 2016 bei “Frau Möller”).
Wer spontan durchstarten möchte beim Shogi-Nighttrain durch die Hansestadt: einfach SMS senden an Uwe Frischmuth (fon cell 0163 7986 436) oder René Gralla (fon cell 0173 230 87 15).
SHÔGI IS FUN!
René Gralla

Bericht: Janggi-Präsentation in der Zentralbibliothek

Janggi BrettAm 8. Oktober 2016 haben die Freunde der koreanischen Variante des Königlichen Spiels als Teil der Kulturveranstaltungen und Feierlichkeiten zu 570 Jahren “Hangeul”, das ist die koreanische Schrift, einen Janggi-Workshop in der Hamburger Zentralbibliothek angeboten. In Süd-Korea wird jährlich am 9. Oktober der Erfindung der koreanischen Schrift durch König Sejong (1397-1450) gedacht (in Nord-Korea dagegen bereits am 15. Januar). Eingebettet in ein facettenreiches Kulturprogramm – unter anderem rockte eine K-Pop-Band das Publikum! – erfreute sich der Workshop des regen Interesses zahlreicher Besucher und war deswegen ein voller Erfolg.

2016-10-08 Janggi Workshop 2Zwischen 13 und 18 Uhr standen René Gralla, Fabian Krahe, Jürgen Woscidlo, Wolfgang Reher und Hamburgs Jungstar Konrad-Leo Adler (der von seiner Mutter Dörte Adler begleitet wurde) für alle Interessierten bereit, um die Regeln des Janggi zu erklären und Testspiele durchzuführen. Besonders die Vorträge René Grallas über kulturelle Hintergründe und geschichtliche Entwicklung des Janggi trugen ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Frau Okhoa Meyer von der Twer, die uns namens der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft zur Teilnahme am Hangeul-Tag eingeladen hatte, sowie bei der Leitung der Hamburger Zentralbibliothek für die wunderbare Gelegenheit, das äußerst dynamische, in Deutschland bisher aber nur Insidern bekannte Janggi einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Fabian Krahe

Ausschreibung: 3. Kyu Cup Hamburg

shogi-steineShogi Turnier am Samstag, den 29. Oktober 2016 in Hamburg
Die „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“ richtet den
Kyu-Cup Hamburg 2016 im Shogi (Japanisches Schach) aus.

Dieses Turnier wird in Kooperation mit unserem Partner veranstaltet, dem

konfuzius-institut-logoTurnierausschreibung

Der Kyu-Cup richtet sich insbesondere an alle SpielerInnen, die aufgrund ihrer Spielstärke sich eher den spielschwächeren Regionen zurechnen. Deshalb sind von reinen Anfängern bis zu Spielern mit einem Rang nicht stärker als 1. Kyu alle willkommen.

Für spielstärkere Spieler (Meisterklasse) wird es nach Bedarf einen eigenen Turniermodus geben, der sich nach der Zahl der Anmeldungen am Spielort um 09.30 Uhr ergibt.

Für alle Jugendspieler, die

-unter 14 Jahre (u 14 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.2001 geboren sind)

-unter 18 Jahre (u 18 / alle TeilnehmerInnen, die nach dem 31.12.1997 geboren sind)

wird es jeweils Sonderpreise zu gewinnen geben. Inwieweit Jugendspieler im Hauptturnier spielen oder untereinander bleiben, wird vor Ort entschieden.

Termin:
Samstag, der 29. Oktober 2016
Anmeldeschluss: 09.30 Uhr vor Ort

Spielmodus:
Offenes Haupt-Turnier: fünf Runden im Schweizer System bzw. Mac Mahon.
Meisterklasse bzw. Separates Jugendturnier: Organisationsform je nach Anmeldungen

Spielzeit: 30 Minuten + 30 Sekunden Byoyomi für alle Turnierformen

Zeitplan

09.00 h – 09.30 h Anmeldung

09.30 h – 09.45 h Begrüßung
10.00 h – 11.30 h Runde 1
11.45 h – 13.15 h Runde 2

13.15 h – 13.45 h Mittagspause

13.45 h – 15.15 h Runde 3
15.30 h – 17.00 h Runde 4
17.15 h – 18.45 h Runde 5

Ca. 19.00 h Siegerehrung

Anmeldung:
Die persönliche Registrierung vor Ort kann für Teilnehmer, die sich bis zum Freitag, den 28. Oktober 2016 vorangemeldet haben, bis unmittelbar vor Turnierbeginn um 10:00 Uhr erfolgen. Dies könnte sogar weitere Anreisewege ermöglichen.

Startgeld:
5.- Euro für Erwachsene; 2,50,- Euro für Jugendliche u.a..

Schiedsgericht:
Dieses Turnier wird ausgewertet für die Rangliste der FESA.
Das Schiedsgericht wird noch bestimmt.

Spielmaterial:
Die Turnierleitung stellt ausreichend Spielmaterial zur Verfügung. Es ist aber für alle Beteiligten von Vorteil, eigenes Spielmaterial mitzubringen, um Überraschungen durch eventuell erhöhte Teilnehmerzahlen zu vermeiden.

Preisränge:
1. Platz Trophäe, Geldpreis und Urkunde
2. Platz Geldpreis und Urkunde
Ab dem 3. Platz werden Sachpreise vergeben.

Die Anzahl der Preise in den Jugendsektionen richten sich nach den Teilnehmerzahlen.
Garantiert werden aber in der Sektion (u 14) und (u18) jeweils
1. Platz Medaille, Geldpreis und Urkunde
2. Platz Sachpreis und Urkunde

Spielort :

Copyright by: Guanzhong Gao , guanzhonggao@yahoo.de

Copyright by: Guanzhong Gao , guanzhonggao@yahoo.de

Das Konfuzius-Institut im Chinesischen Teehaus ist ein erprobter Veranstalter.
Wir freuen uns auf diese weitere Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut in dessen
– wie oben unschwer zu erkennen ist – attraktiven Räumlichkeiten.

Alle Interessenten für dieses Turnier begeben sich bitte in die Feldbrunnenstraße 68, 20148 Hamburg, hinter dem Museum für Völkerkunde.
(Nähe U-Bahn Station Hallerstraße)

Alle Spieler würden gegen (leisen) Publikumsverkehr bei Ihren Partien wenig einzuwenden haben, da derartige Veranstaltungen auch immer der weiteren Bekanntmachung und Verbreitung des japanischen Schachs dienen, welches jeweils am letzten Donnerstag des Monats im Konfuzius-Institut gespielt wird.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und Eure Aufmerksamkeit; Voranmeldungen sind erwünscht.

Uwe Frischmuth
Turnierorganisator; Leiter der „Spielgemeinschaft Hamburg von 1989“
Kontakt: Uwe Frischmuth, uwefrischmuth@gmx.de
Mobil: 0152/28 63 96 43 oder 0163/79 86 436
Aktuelle Informationen auch auf www.shogideutschland.de

Bei Unterbringungsvorschlägen und touristischen Wünschen Hamburg betreffend sind wir gerne behilflich.

Hinweis: Der Punkt “Anmeldung” ist am 21.09.2016 geändert worden.

Ausschreibung Kyu Cup 2016 als PDF-Datei zum Download
Ausschreibung Kyu Cup 2016 als PDF-Datei zum Download mit Änderung vom 21.09.2016

Aktuelle Anmeldeliste

Nr. Name Club/Ort Grade Elo
1 Thomas Heshe Dänemark 1. Kyu 1730
2 Ryohei Yamaguchi Darmstadt N.N. 1541
3 Bilal Dardour Frankfurt 3. Kyu 1440
4 Shinnosuke Katsumura Lübeck 4. Kyu 1356
5 Chung Man Chan Darmstadt 6. Kyu 1348
6 Fabian Krahe Hamburg 7. Kyu 1142
7 René Gralla Hamburg 7. Kyu 1130
8 Guido Freyer Steinwiesen 8. Kyu 1083
9 Konrad Dreier Hamburg 8. Kyu 1065
10 Uwe Frischmuth Hamburg 8. Kyu 1053
11 Martin Wolff Hamburg 10 Kyu 933
12 Oliver Richter Berlin 13 Kyu 793
13 Masaomi Ishii Hamburg 14. Kyu 648
14 Niels Meinköhn Hamburg N.N. 616
15 Rolf Müller Lübeck 15 Kyu 499
16 Ian Meinköhn Hamburg 19 Kyu 273
17 Masanori Hosaka Hamburg N.N. N.N.
18 Marcel Keitsch Dortmund N.N. N.N.

 

Bericht Hina-matsuri 2016

Liebe Shôgi-Freunde,

auch 2016 haben wir Hamburger Shôgi-Spieler wieder auf dem Hina-matsuri im Hamburger Völkerkundemuseum Shôgi präsentiert.

Foto: Rolf Müller

Foto: Rolf Müller

Das Hina-matsuri wird jedes Jahr am 3. März begangen. Bei diesem aus der Edo-Zeit (1600-1868) stammenden Brauch werden Puppen, die den klassischen japanischen Hofstaat darstellen, auf ein mehrstufiges Podest gestellt. Dieser Brauch soll vor Gefahren schützen.

7-reihiges Hina-Puppenset

7-reihiges Hina-Puppenset. Foto: Monika Mizuno Bereuter

Wie auch in den vorigen Jahren haben wir einen Stand vor dem Maori Haus bespielt. Viele Menschen aus der Hamburger Metropolregion haben sich Zeit genommen und sich die Regeln unseres japanischen Lieblingsspiels erklären lassen. Neben kleinen und großen neuen Talenten haben wir uns auch über alte Bekannte gefreut, die gerne wieder einmal die Gelegenheit zum spielen nutzten, zusammen mit dem wirklich tollen Kulturprogramm, dass das Völkerkundemuseum und das japanische Konsulat zu bieten hatten.

Foto: Rolf Müller

Foto: Rolf Müller

Besonderer Dank gilt dieses Jahr wieder René Gralla, der sich der Organisation für unsere Gruppe angenommen hat. Monika Mizuno Bereuter, die sich unermüdlich für die deutsch-japanische Freundschaft einsetzt, hat diesmal nicht nur bei unserem Shôgistand geholfen, sondern auch den Kulturverein “Deutsch-Japanisches Forum Elbe e.V.”, dessen Vorsitzende sie ist, präsentiert.

2016-Hina-matsuri 001Jürgen Woscidlo, Masaomi Ishii, Uwe Frischmuth, Wolfgang Reher, Konrad-Leo Adler, Markus Müller, Sebastian Mellert, Fabian Krahe und viele andere haben Zeit und Mühe investiert um diesen Tag zu einem Erfolg zu machen.

Fabian Krahe

Foto: Rolf Müller

Foto: Rolf Müller

Foto von Monika Mizuno Bereuter

Foto von Monika Mizuno Bereuter

Bericht vom 1. Lübecker Shôgi-Turnier

Das ewige Duell Lübeck vs. Hamburg:
Wenigstens in Sachen Shôgi hat die einstige Hauptstadt der Hanse jetzt aufgeholt – mit dem ersten Turnier im Japanschach an der Trave

Hamburg versus Lübeck, das ist wie Köln gegen Düsseldorf oder Liverpool contra Manchester, die betreffenden Städte sind einander in herzlicher Rivalität verbunden. Und während Hamburg auf dem Fußballsektor noch ein bisschen die Nase vorn hat – auch wenn das angesichts der Dauerkrise beim HSV nicht für alle Zeiten festgeschrieben sein dürfte – , so hat Lübeck immerhin in Sachen Shôgi (!) dieser Tage deutlich aufgeholt (und das hat letzlich auch wieder etwas mit Fußball zu tun, schließlich wird das Kicken in der Fachliteratur gern als Rasen-Schach definiert, und Shôgi ist schließlich auch Schach, eben bloß Nippon-style).

Inzwischen hat sich nämlich dank der Initiative von Ritsuko und Rolf Müller (und With a little help from the Shôgi-friends of Hamburg!) in der Trave-Metropole ein Kreis aus Aktivisten formiert, die das spannende Spiel der Samurai pflegen. Mit einem ersten Highlight jetzt am 27. Februar 2016, als Lübeck zum Gastgeber wurde für das erste Shôgi-Turnier in den Mauern der einstigen Kapitale des Kaufmannsbundes Hanse.

Hamburger Duell auf Lübecker Boden: In der ersten Runde treffen Martin Wolff (li.) und René Gralla (re.) aufeinander. Foto: R+R Müller

Hamburger Duell auf Lübecker Boden: In der ersten Runde treffen Martin Wolff (li.) und René Gralla (re.) aufeinander. Foto: R+R Müller

Zwölf Teilnehmer aus fünf Städten belauerten sich, blufften und attackierten am letzten Sonnabend vor dem Frühlingsmonat März im traditionsreichen Gymnasium Katharineum (wurde bereits 1531 gegründet), und fast hätte es dabei einen Lübecker Doppelsieg gegeben. Denn Markus Müller, der neunjährige Filius des deutsch-japanischen Ehepaares vom Orga-Team, gewann die U-10-Sonderwertung, während Shinnosuke Katsumura, der aktuell für Lübeck spielt, denkbar knapp den ersten Platz verfehlte. Nach Durchlauf der fünf Runden des eintägigen Wettkampfes lag der 26-jährige Musikstudent aus Kyoto gleichauf mit dem Berliner Daniel Többens. Quasi ein Photo Finish, und bloß ein mickriger Extrapunkt in der Feinwertung gab den Ausschlag, dass schließlich doch der Routinier Többens den heiß umkämpften Pokal mit nach Hause nahm.

Das letzte Quentchen Glück fehlte für den finalen Triumph: Shinnosuke Katsumura (li.), der frisch gebackene Vize-Champ von Lübeck, neben Bronze-Gewinner Wolfgang Reher (re.) aus Bad Segeberg. Foto: R+R Müller

Das letzte Quentchen Glück fehlte für den finalen Triumph: Shinnosuke Katsumura (li.), der frisch gebackene Vize-Champ von Lübeck, neben Bronze-Gewinner Wolfgang Reher (re.) aus Bad Segeberg. Foto: R+R Müller

Knallhart und ohne Kompromisse punktete Wolfgang Reher aus Bad Segeberg. Der Nonkonformist mit wallender Silbermähne bewies, dass sein sensationeller Durchmarsch beim 2. Hamburger Kyu-Cup Anfang November 2015 kein Zufall gewesen war; der 58-jährige komplettierte das Spitzentrio aus Daniel Többens und Shinnosuke Katsumura und musste sich allein wegen minimal schlechterer Wertung in der Schlussbilanz mit dem dritten Rang begnügen.

WE ARE FAMILY: Die Teilnehmer des ersten Shôgi-Wettkampfes in Lübeck vor dem Turnierort Katharineum. Foto: R+R Müller

WE ARE FAMILY: Die Teilnehmer des ersten Shôgi-Wettkampfes in Lübeck vor dem Turnierort Katharineum. Foto: R+R Müller

Wertvollen technischen Support leistete Daniel Többens, der die Paarungen zusammenstellte und auswertete. Nach Hamburg ist Lübeck jetzt die zweite Shôgi-Metropole im Norden der Republik, und die Veranstalter Ritsuko und Rolf Müller denken schon über die nächste Aktion nach: einen Shôgi-Workshop im Sommer.

Hamburg rules?! Lübeck will rule …. in the near future?! Who knows?! Shôgi ist immer für Überraschungen gut!

René Gralla

DIE ABSCHLUSSTABELLE

Nr. Name Vorname Nat. 1 Grade Elo 1 2 3 4 5 Points SOS ELO+/-
1 Többens, Daniel DE 1 Kyu 1617 7+ 3+ 4+ 6+ 2- 4 16 –5
2 Katsumura, Shinnosuke JP 7 Kyu 1203 3- 5+ 8+ 4+ 1+ 4 16 +110
3 Reher, Wolfgang DE 4 Kyu 1463 2+ 1- 9+ 7+ 6+ 4 15 +20
4 Gralla, René DE 9 Kyu 955 5+ 8+ 1- 2- 9+ 3 15 +95
5 Wolff, Martin DE 12 Kyu 858 4- 2- 12+ 10+ 8+ 3 11 +70
6 Ishii, Masaomi JP 15 Kyu 574 12+ 10+ 11+ 1- 3- 3 11 +74
7 Mellert, Sebastian DE 6 Kyu 1300 1- 9- 10+ 3- 11+ 2 13 –16
8 Krahe, Fabian DE 8 Kyu 1101 9+ 4- 2- 12+ 5- 2 12 –13
9 Köhler, Ingo DE 6 Kyu 1191 8- 7+ 3- 11+ 4- 2 12 –11
10 Müller, Markus DE 16 Kyu 556 11+ 6- 7- 5- 12+ 2 9 +38
11 Imai, Shota JP 18 Kyu 229 10- 12+ 6- 9- 7- 1 9 +99
12 Müller, Rolf DE 16 Kyu 545 6- 11- 5- 8- 10- 0 11 –31

Promoting Katsumura Shinnosuke to 6 Kyu
Promoting Gralla René to 8 Kyu
Promoting Wolff Martin to 11 Kyu
Promoting Ishii Masaomi to 14 Kyu
Promoting Krahe Fabian to 7 Kyu
Promoting Müller Markus to 15 Kyu
Promoting Imai Shota to 18 Kyu

Lübeck lädt zum ersten Shôgi-Turnier

Jetzt ist Shôgi auch an der Trave angekommen:
Lübeck lädt ein zum ersten Turnier im Schach der Samurai

Alles hat angefangen mit dem japanischen Mädchenfest. Am ersten Sonntag im März 2015 besuchen Ritsuko und Rolf Müller zusammen mit ihrem Sohn Markus das “Hina Matsuri”, zu dem wie jedes Jahr das Hamburger Völkerkundemuseum einlädt. Dort wird die Lübecker Familie angesprochen von Mitgliedern der örtlichen Shôgi-Community, die für das spannende Strategiespiel aus Fernost werben im Rahmen jener bunten und äußerst beliebten Veranstaltung, die ansonsten überwiegend von Cosplay-Jüngern frequentiert wird. Und der 51-jährige Diplomingenieur Rolf Müller, im Hauptberuf tätig bei den Lübecker Drägerwerken, sowie der neunjährige Filius Markus werden sofort infiziert vom Shôgi-Virus.
Heimgekehrt nach Lübeck gehört Training im Schach der Samurai fortan zum festen Bestandteil des Tagesablaufs im Hause Müller. Allerdings fehlen noch weitere Sparring-Partner, deswegen wird der Autor René Gralla (hat seinerseits die schon erwähnte Hamburger Shôgi-Gruppe auf den Weg gebracht) um nachbarschaftlichen Support gebeten – ob er nämlich helfen könne beim Aufbau eines vergleichbaren Spielkreises an der Trave?!
Gralla setzt sich in Verbindung mit dem Deutsch-Japanischen Kulturverein “Tampopo” in Lübeck. Dessen Vorsitzende Norie Takabayashi organisiert einen Shôgi-Workshop, und entsprechend reist am 21. Juni 2015 eine Hamburger Delegation an, das sind die Aktivisten Masaomi Ishii-sensei, Sebastian Mellert, Uwe Frischmuth und René Gralla. Der Shôgisonntag in den Räumen des Lübecker Jugendrings an der Mengstraße – malerisch gelegen in Sichtweite des historischen Schabbelhauses – wird ein voller Erfolg; trotz frühsommerlichen Wetters findet sich ein engagierter Kreis von Nippon-Enthusiasten, die einen ersten Einblick erhalten möchten in die Mattkunst aus dem Reich des Tennô.

Shake It Like A Samurai: Rolf Müller (re.) und Sohn Markus (li.) bitten nach Lübeck zum Turniertanz auf dem Shôgi-Brett. Foto: Ritsuko Müller

Shake It Like A Samurai: Rolf Müller (re.) und Sohn Markus (li.) bitten nach Lübeck zum Turniertanz auf dem Shôgi-Brett. Foto: Ritsuko Müller

Und nun, gerade mal acht Monate später, folgt der nächste große Schritt: Unter dem Dach der neu gegründeten Initiative “Shôgi Aikokai Lübeck” rufen Rolf Müller und Friends am 27. Februar 2016 die Fans zum ersten Shôgi-Turnier in der Hansestadt. In den traditionsreichen Hallen des bereits 1531 (!) gegründeten Gymnasiums Katharineum werden sich ab 9.30 Uhr unter anderem Bad Segebergs Silver-Generation-Shooting Star Wolfgang Reher und Wolfsburgs Frontmann Ingo Köhler miteinander messen. Und selbstverständlich starten auch Turnierchef Rolf Müller und Junior Markus, das ist Ehrensache.
Shôgi ist jetzt endgültig angekommen in der einstigen Kapitale des stolzen Kaufmannsbundes Hanse.

René Gralla


Weitere Infos zum Shogi-Turnier am 27.2.2016 in Lübeck:
http://www..shogideutschland.de/Turniere/HL_2016A.html

Auch dieses Jahr werden wir Hamburger wieder Shôgi auf dem Hina-matsuri präsentieren.
Von 10.30 -17 Uhr findet ihr uns im Maori-Haus:
Lerne das Shogi-Spiel kennen!
Konzentration, Geschick, Strategie… wir zeigen dir, wie´s geht!
Alle weitere Veranstaltungspunkte zum Hina-matsuri findet ihr unter:
http://www.hina-matsuri.de/
Schaut einfach mal vorbei!